Posts from Meshuggle in thread „Küchengeflüster“

    Wenn ein Kuchen nach Ablauf der angegebenen Backzeit innen noch total flüssig ist was ist da schief gelaufen?

    Backzeitangabe im Rezept wurde überprüft und dürfte richtig sein.

    Ergänzend zu dem, was andere schon geschrieben haben (Temperatur, defekter Ofen, Zutaten falsch abgewogen):

    Möglich ist noch, dass du in einer anderen Form gebacken hast als vorgesehen. Wenn das Rezept für eine 30cm-Springform ist und du bäckst in einer 26cm-Form, ist der Kuchen dicker und es dauert länger, bis die Hitze im Kern angekommen ist. Blechkuchen backen meistens bei höherer Temperatur und kürzer, während Springformen bei niedrigerer Temperatur länger backen.


    Dann wäre es noch möglich, dass das Backpulver zu alt und abgelaufen ist. Ohne Triebkraft entstehen keine Poren und der Kuchen braucht viel länger um durchzubacken.


    Und dann fällt mir noch das mit den Eiern ein: wir holen Eiern vom Bauern und die sind teilweise echt riesig. Da ist ein Ei so viel wie zwei der Größe "M". Wenn im Kuchen 4 Eier drin sind und man nimmt große statt mittlere, kann das auch einen Einfluss haben (allerdings kein so großer).


    Oder wenn man Butter 1:1 durch Öl ersetzt und so Sachen, aber du meintest ja, du hast dich ans Rezept gehalten.


    Ich nehme an, der Ofen war ordentlich vorgeheizt?

    Kann mir hier jemand sagen, ob ich Hokkaido und Butternutkürbis beide gleich auf Flammkuchen verwenden kann? Wenn ich Hokkaido mäßig dünn schneide, dann ist der in den 15 Minuten, die Tante Fannys frischer Flammkuchenteig im Ofen braucht, auch locker weich. Jetzt habe ich aber gerade nur Butternut, und jemand meinte, dass ich den nicht nur schälen, sondern auch vorbacken muss, weil er sonst länger braucht als der Rest. Echt jetzt? Darauf habe ich keine Lust, dann käme er stattdessen ins Risotto.

    Ich hab mir über die Garzeit nie Gedanken gemacht und es hat sich eigentlich bei beiden Sorten immer gleich angefühlt. Habe gerade noch Rezepte nachgesehen, da war die Garzeit auch immer bei beiden identisch. Man soll Butternut schälen, weil die Schale sehr sehr lange braucht, bis sie weich wird. Vielleicht war das gemeint?


    Im Zweifelsfall ein wenig dünner schneiden, dann passt das sicher. Flammkuchen kommt ja normal bei starker Hitze in den Ofen

    Ich backe immer 2 Laib Brot, dann wird es aufgeschnitten, abends was davon gegessen und die größere Menge eingefrorern. Zum Essen gebe ich es in den Toaster.


    Allerdings reißen die Papiertüten im Gefrierschrank gerne auf, weil sie Feuchte ziehen und dann rissig werden. Schmeckt Brot, wenn man es in Plastiktüten eingefriert?

    Warum sollte es keine Unverträglichkeit dagegen geben? Ich würde das nicht ins Lächerliche ziehen, wenn jemand eindeutig körperliche Reaktionen nach dem Essen hat.

    Na, es gibt keine Unverträglichkeit dagegen, weil sie halt nicht existiert. Das "Chinarestaurant-Syndrom" (Glutamat-"Unverträglichkeit") hat seinen Ursprung in einem Trollbeitrag in einer Wissenschaftszeitschrift Mitte des 20. Jahrhunderts. Das Ganze kochte dann im Zuge von rassistisch diskriminerenden Beiträgen gegen die wachsende asiatische Bevölkerungsgruppe v.a. in den USA wieder hoch. Gäbe es eine solche Unverträglichkeit, könnten die Leute generell nichts essen, das wir als "Umami" empfinden, weil es chemisch immer genau der gleiche Stoff ist. Es ist einfach nur ein sehr anschauliches Beispiel für den Nocebo-Effekt.


    Nicht ganz. Du fügst nur kein weiteres Mononatriumglutamat mehr hinzu. Aber das in den Speisen natürlich enthaltene und durch das Garen freigesetzte Mononatriumglutamat bekommst du ja auch nicht aus dem Essen raus, kochst es also mit. Dieses in den Speisen bereits enthaltene Mononatriumglutamatist mit dem im Handel zu erwerbenden absolut identisch.

    Danke, Timba, schön erklärt. Es ist auch völlig in Ordnung, wenn man auf konzentriertes MSG verzichtet, ich will da jetzt keinen Feldzug für starten. Nur weil es eben bei mir in der Familie so verpöhnt ist, wollte ich mich mal umhören, wie das hier im Forum so läuft. Wir haben ja schon ein paar Verfechter und ein paar Kritiker gehört :thumbs_up_medium_light_skin_tone:

    Ich möchte mal ein heikles Thema ansprechen: Geschmacksverstärker.


    Daheim bin ich aufgewachsen mit der Haltung: Geschmacksverstärker sind böse. Gemeint war Mononatrium-Glutamat (MSG), z.B. in Form von Fondor. Meine Eltern schwörten auf den einen Chinesen, der angeblich ohne MSG kochen würde (gibts sowas überhaupt?) und meine Schwägerin behauptet steif und fest, eine Glutamat-Unverträglichkeit zu besitzen, von der längst widerlegt ist, dass es sowas gibt.


    Stattdesswen verwendet man in der deutschen Küche lieber natürliche Quellen von "Umami": Zwiebeln, Pilze, Parmesankäse. In asiatische Gerichte kommen fermentierte Sojabohnen (Soja-Sauce) und in deutsche Suppen fermentierter Weizen (Maggi). Das alles ohne Probleme, aber Fondor ist irgendwie der Todfeind und zeigt nur, dass jemand nicht kochen kann.


    Also ich kann verstehen, dass man es sich mit Geschmacksverstärkern zu leicht machen kann. Dass alle Gerichte gleich schmecken, wenn ich Fondor als Allheilmittel verwende. Gebratene Zwiebeln haben nicht nur Umami, sondern noch andere Aromen, genau wie Pilze. Aber so ein richtig asiatisches Gericht darf aus meiner Sicht inzwischen auch Fondor bekommen. Wenn das Essen gut schmeckt, aber noch nicht 100 %, hilft mir das super aus.


    Wie seht ihr das? MSG: hui oder pfui?

    Da Bolognese auf die Art, wie wir sie in Dtl essen, sowieso nicht „original“ ist, ist es doch Wurscht, ob man die Säure durch Essig oder durch Wein bekommt. und selbst wenn: dem Originalrezept zu gleichen ist ja keine heilige Pflicht.

    Richtig, mir ging es nicht um "Essig", den kippe ich so nicht in die Soße. Aber in einer Bolognese habe ich ein Zusammenspiel zwischen Süße, Säure und Salz. Tomaten sind sowohl süß, als auch sauer (bringen zumindest Säure ins Aroma). Ketchup ist das Gleiche, nur eben konzentriert. Am liebsten balanciere ich mit Weißwein, Zucker, Salz, Tomatenmark. Aber eine überschaubare Menge Ketchup macht jetzt nicht großartig was anderes.

    Tierarbeit, welche die Tierchen von Natur aus erledigen und die für den Fortbestand besagter Natur sogar nötig ist.

    Unter Veganern ist Honig "umstritten". Ich kenne genug Veganer, die Honig essen, weil es für sie ok ist. Andere verzichten darauf, weil man den Bienen quasi ihr Produkt wegnimmt und so den Kolonien schadet. Sie setzen sich dafür ein, dass Imker staatlich angestellt sind und Bienenvölker kultivierne, ohne den Honig rauszunehmen. Finde ich persönlich auch nicht nötig, aber das ist eben so die Überlegung dahinter.

    Guter Tipp! Ich wusste gar nicht, dass man Eier pasteurisieren kann und habe gerade mal nachgelesen wie das funktioniert.

    Wenn ich Mayonnaise selber mache und meine Frau mitessen können soll, koche ich die Eier kurz genug, dass das Eiklar bereits stockt, aber innen noch wobbelig ist und das Eigelb auch noch möglichst komplett flüssig. Damit kann man eine Majo genau so gut machen, wenn man Angst vor Salmonellen hat. Der Essig und das Salz killen die zwar eh, aber gut

    Plüschbiest: Würde sie wegwerfen, auch wenns wehtut. Im Gegensatz zu Nudeln sind Spätzle feucht, deshalb können sich da Keime vermehren. Du hast da rohe Eier drin. Wär mir zu heikel. Anders als bei anderen Produkten würde ich mich hier auch nicht allein auf die Nase verlassen.


    Timba: Um Essen zu erwärmen ist die Mikrowelle deutlich energieärmer. Das heißt ja nicht, dass meine Herdplatten oder der Ofen ab jetzt ein Schattendasein führen werden. Aber wir wärmen am Tag 2 - 3x Babybrei. Bislang haben wir das in einem Wasserbad auf der Herdplatte gemacht, da sind die Energieverluste riesig im Vergleich zur Mikrowelle. Demgegenüber stehen natürlich die Anschaffungskosten des Geräts. Ich bereue den Kauf bisher nicht. Würde total gerne auch mal messen, wie viel Strom der Herd braucht, aber das geht ja leider nicht so einfach wie bei Geräten, die an der Steckdose hängen.

    Wir haben jetzt eine Mikrowelle. Lange lange lange haben wir uns wegen Platzmangel dagegen entschieden, aber mir hats einfach gereicht. Mehrmals am Tag haben wir Babybreis im Wasserbad auf dem Herd erwärmt. Und die Schnuller auch jeden Tag dort ausgekocht. Wenn wir Essen vom Vortag hatten, dann entweder kalt gegessen, oder in der Pfanne nochmal erhitzt. Nachdem wir ja nochmal Nachwuchs bekommen, hab ich in Eigenregie eine Mikrowelle gekauft. Und wir nutzen sie wirklich viel und gut. Meine Frau hat sich einige Tage geziert und so getan, als würde sie die Anschaffung boykottieren, aber ich merke, dass sie inzwischen doch ziemlich überzeugt ist.

    Sorry, das kann ich so nicht stehen lassen. Pesto ist doch etwas vollkommen anderes als eine stark reduzierte Soße.

    Ok, "reduziert" ist sicher falsch, weil das Wort bereits in der Küchensprache belegt ist. Gemeint war eher das Ergebnis, also eine art stark konzentrierte Soße. Es ist ja eine Art Soße, aber eben mit viel weniger Flüssigkeit und dafür intensiverem Aroma.

    Ich hole diesen Faden mal aus der Grube.

    Ich suche nach Nudelrezepten. Ich kann weder Sahnesoßen noch Tomatensoßen essen, in Öl gebratene "Bratnudelgerichte" gehen meistens auch nicht (chronische Gastritis), Pesto mag ich nicht. Gibt es irgendeine Hoffnung, mir die Nudel doch irgendwie schmackhaft zu machen?

    Das klingt ziemlich fies...


    Also Nudeln sind ja irgendwie, wenn man mal die Kirche im Dorf lässt, Kohlenhydrate mit gutem Mundgefühl und der Eigenschaft, Soßenaroma zu transportieren. Man kann auch Nudeln mit Ketchup essen (fällt bei dir wegen Tomate weg), was ungefähr Weißbrot mit Ketchup gleichkäme. Geht, ist aber schnöde. Die Soße muss also irgendwie immer der Star sein, finde ich.


    Soßen auf Wasserbasis bringen nicht viel, deshalb nimmt man meistens Sahne (bzw. ähnliche fetthaltigere Milchprodukte) oder Tomatensoße. Statt Sahne geht auch Frischkäse, dann nehme ich aber Doppelrahmstufe. Oder Ricotta, der ja auch massig an Fett hat.


    Drei Ideen kommen mir:

    a) Pesto selber machen. Pesto ist ja eigentlich nur stark reduzierte Soße. Die Kräuter sind Geschmacksgeber und die Geschmackstoffe lösen sich lediglich im Öl, das dabei ist. Viele mögen Pesto nicht wegen dem starken Knoblauch oder wegen bestimmter Kräuter. Aber wenn du es selbst machst, hast du es auch selbst in der Hand. Pinienkerne und Co. machen sich auch gut drin


    b) Soßen auf Basis von Gemüsebrühe. Muss man dann aber mit etwas Stärke abbinden und schmeckt dementsprechend meistens etwas "pappig". Man kann aber auch weitere Sachen reingeben, z.B. frische Kräuter, oder Zitrone, oder Currypulver oder was anderes Intensives.


    c) Soßen auf Basis zerbröseltem Tofu, gemahlenen Cashews oder ähnliches. Da kann man sich gut bei veganer Küche informieren, dort nutzt man das ganz viel.

    Ich fand es überflüssig das zu sagen, aber man weiß ja nie: euch ist hoffentlich klar, dass das nicht ernst gemeint war, dass der Kleine gezwungen werden soll das scharfe Essen aufzuessen? :face_with_rolling_eyes:

    Das mit den Bratlingen hat wunderbar funktioniert. Aus praktikabilitätsgründen habe ich vegane rote Linsen Köfte vom TM gemacht, aber war super. Hab nur nicht aufgepasst und sie waren zu scharf für die Kinder…

    Abhärten. Brav aufessen, dann gibts danach ein Eis

    Der Knaller ist ja, dass amerikanische Cups nicht englischen Cups entsprechen. Heißt, wenn man ein Rezept ohne eindeutige Quelle vor sich hat, muss man immer noch erst herausfinden, von welcher Seite des Atlantiks es kommt.


    Anglo-Saxon Nuttery! :smiley_emoticons_irre:

    Oh, ehrlich? Das ist schwierig, weil ich ja auch mal was von Jamie Oliver nachkoche. Ich glaube für die dort ist es überhaupt nicht crazy. Die haben ihre Cups, tauchen die ins Mehl ein und gut is. Auf die wirkt das befremdlich, dass wir in deutscher Gründlichkeit vor der Waage stehen und das eine Gramm zu viel wieder herausholen.

    Zu dem Zeitpunkt (ist ca. 10 Jahre her), kannte ich auch den Begriff "simmern" nicht. Das habe ich erstmals gehört, als ich Eggs Benedict gemacht habe. Für mich gabs Kochen und köcheln.


    Ja, oft ist es entweder so, dass man sich die Sachen selbst herstellt, oder ein Alternativprodukt nutzt, was meistens genau so gut klappt. Oft ist es ja doch eher Einbildung, dass es GENAU XY sein muss.