Posts from enigmatic1606 in thread „Küchengeflüster“

    Das wäre auch meine erste Vermutung gewesen, so ging es mir nämlich mal mit Backpulver, dass in meinem Fall noch gar nicht mal abgelaufen, aber schon recht alt gewesen ist.

    Langes Kochen kann übrigens für den Geschmack SEHR viel ausmachen. Gulasch schmeckt nach 1,5 Stunden auch besser als nach 10 Minuten.

    Wobei das beim Gulasch, wenn man sich denn ans Originalrezept hält, ja auch schlicht notwendig ist, weil das Fleisch sonst ungenießbar ist. Von fast noch roh mal ganz zu schweigen...

    Da Bolognese auf die Art, wie wir sie in Dtl essen, sowieso nicht „original“ ist, ist es doch Wurscht, ob man die Säure durch Essig oder durch Wein bekommt. und selbst wenn: dem Originalrezept zu gleichen ist ja keine heilige Pflicht.

    Wieso? Was ist denn an "deutscher Bolognese" falsch? Also, außer dass man sie nicht mit Spaghetti essen sollte.


    Gulasch schmeckt nach 1,5 Stunden auch besser als nach 10 Minuten.


    ab 1,5 stunden fängt es überhaupt erst an nach gulasch zu schmecken :winking_face:

    Und aufgewärmt sowieso nochmal am besten.

    Wieso auch nicht. Tomate, Essig und Zucker sind ohnehin Bestandteil.

    Essig? Essig ist in meiner Bolognese kein Bestandteil. Für die leichte Säure sorgt eine ordentliche Portion Rotwein. Wozu dann noch Essig?

    Jo, eben... Ich mein, jeder natürlich, wie er mag, da gibt es kein falsch. Gerichte sollen ja vor allem schmecken, und wenn sie einem persönlich mit ein wenig Ketchup und Balsamico besser schmecken, dann immer rein damit. Aber wenn ich Bolo mache, seh ich da keinen Bedarf. Tomaten, bisschen Wein, Karotten... da kommt genug an natürlicher Süße und Säure bei rum.

    Das ist nur einer der Punkte. Ich will diese Leute auch nicht persönlich angreifen, um Gottes Willen. Aber die Kernaussage, Mädchen würden wahrscheinlich kein Fleisch essen, da stellen sich mir die Haare auf. Die braven Mädchen leben vegetarisch, aber Jungs lieben alle ein gutes Schweineschnitzel. Dass man den vermeintlich vegetarisch lebenden Mädels dann Schinkennudeln auftischen möchte, darüber kann ich deutlich mehr lachen ;D

    Ich weiß nicht... ich bin umringt von typischen Dorf-Feuerwehrlern aufgewachsen und die meisten meiner Kollegen gehen einstellungs-technisch auch eher in die Richtung "Klischee-Macho". Ich seh den Spruch eher als einen der Umgebung typischen, flappsigen Spruch/doofen Witz, als eine wirklich in der Sache100% ernst gemeinte Aussage.

    Die Sache ist ja irgendwie auch, dass die Soße nach dem Backen die richtige Konsistenz haben sollte. Bechamel kann ich mir gar nicht so gut vorstellen, weil die nicht weiter andickt. Und auch sonst sträube ich mich gegen den Gedanken, Bechamel auf eine Pizza zu geben. Aber lass dich bitte nicht aufhalten und berichte!

    Ich hab jetzt nochmal nachgesehen, weil ich wusste, dass ich irgendwo mal ein Rezept von Pizza mit Bechamel gesehen habe. Habs gefunden!

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    Also, ich weiß nicht, ich finde, das Endergebnis sieht nicht schlecht aus.

    Danke schonmal für die Ideen! Bechamel werd ich demnächst mal versuchen, wird mit der Milch wahrscheinlich auch kritisch aber ich glaube das wird mir deutlich besser bekommen als Tomatensosse.

    Gibt ja auch vegane Bechamel, dann halt für die Mehlschwitze pflanzliche Margarine statt Butter und ungesüßte Soja- oder Hafermilch statt der Kuhmilch. Oder einfach nicht so viel Milch verwenden und die Hälfte davon durch Brühe ersetzen (dann halt eventuell den Anteil der Mehlschwitze etwas erhöhen oder die Soße mehr einkochen lassen), je nachdem, wo halt deine Probleme mit den einzelnen Bestandteilen liegen.

    Das schöne an der Bechamel ist halt, dass du da quasi komplett freie Hand hast, was den Endgeschmack angeht, weil du sie würzen kannst, wie du willst. Oregano und geräuchterter Paprika zB für die Pizzasoße. Aus einer Bechamel lässt sich auch ziemlich leicht eine Käsesoße machen, kommt vielleicht auch gut auf der Mafiatorte.

    Ist fast dasselbe, da sind lediglich Kräuter mit drin.

    Dürfte daher auch ausscheiden.

    Dasselbe wie was? Tomatensauce oder die Hollandaise? So oder so, stimmt in beiden Fällen nicht. Eine Bechamel besteht aus einer Mehlschwitze und Milch, gewürzt mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Das wars.

    Kommt ja immer drauf an... sowas wie Tzatziki oder Aioli mach ich normalerweise schon selber. Dann kontrollier ich nämlich, was drin ist, und das ist ja tendentiell was gutes. Vor allem, da ich es, was Knoblauch angeht, eher exzessiv mag und das industriell gefertigte Zeug da selten das liefert, was ich gerne hätte.


    Aber das Zeug muss halt auch durchziehen, wenns wirklich schmecken soll, und wenn ich dann nach der Arbeit spontan entscheide, dass ich in zwei Stunden zum Abendessen gerne irgendwas mit eben zB Tzatziki oder Aioli will, dann wird sie halt auch mal gekauft.


    Ist ja im Grunde schon wieder der nächste Küchenglaubenskrieg, die Frage, wie man zu Fertig- oder Fixprodukten steht.

    Es nervt bzw. andersrum: Wir sind echt verwöhnt angesichts der Erwartungshaltung, dass es immer alles gibt.

    Als jemand, der in der Lebensmitteleinzelhandelslogistik arbeit... es gäbe auch alles, wären die Leute nicht so irre verblödet und würden ihre Hamsterkäufe lassen. Das Problem ist nicht, dass die Ware nicht auf Lager ist, das Problem ist, dass die Ware gar nicht schnell genug aus den Lagern in die Fillialen gekarrt werden kann, weil plötzlich jeder Depp meint, er bräuchte auf einmal ganz dringen einen Vorrat einer halben Tonne Mehl und 100 Liter Pflanzenöl für schlechte Zeiten.


    Das ist wie schon zu Beginn der Pandemie.

    Knoblauch würfel ich mit dem Messer, wenn ich ohnehin Gemüse schneide. Sonst nehme ich eine Knoblauchpresse. Da gibt es ja auch Glaubenskriege mit reiben, quetschen und schneiden.

    Sind das wirklich Glaubenskriege? Ich dachte eher, die Frage, wie man seinen Knoblauch zerkleinert, käme vor allem darauf an, wie man ihn verwendet bzw. wie intensiv der gewünschte Knoblauchgeschmack sein soll.