Posts from Paritu in thread „Aktivismus - Wahn oder Sinn?“

    Soweit ich in den Nachrichten gehört habe, gab es ja schon erste Schwächeanfälle und deswegen Infusionen. Psychologen sollen wohl auch vor Ort sein und die Streikenden betreuen.

    Der Spaß kostet also auch noch Geld.

    Großartig.... nicht

    Meist wird es wohl eher drauf rauslaufen, dass die Leute sich, wenn die ersten Ohnmachten waren und es ihnen immer schlechter geht, dann doch selbst zur Behandlung entscheiden.

    Gegen den erklärten Willen des Patienten??

    Natürlich gegen den erklärten Willen des "Patienten". Sterbehilfe oder unterlassenen Hilfeleistung ist schließlich auch ein Straftatbestand. Schlimmer als ein nicht essen und nicht trinken wollender ist ein Toter Selbstgeiseler. Solche Bilder braucht keine Regierung. Die Presse würde allerdings vor Freude hyperventilieren und Krokodilstränchen in großen Mengen weinen.

    Soweit ich weiß darf das dann aber erst passieren wenn jemand dann schon dauerhaft bewusstlos (zB im Koma) ist oder geistig total abgebaut hat, so dass er nicht mehr entscheiden kann. Dann kann es dazu kommen.

    Aber das ist das, was ich mir "er googelt" habe. Vielleicht weiß jemand mehr?

    Kinder haben nunmal Rosinen im Kopf.

    Was haben denn die im Kopf, die nachweislich den Karren vor die Wand fahren und weiter fahren werden?

    Die Kinder sind nur Passagiere, die gerade von der Rücksitzbank sagen: "Äh, tolles Auto, bequeme Sitze, aber in die Richtung weiter ist die Straße für dieses Fahrzeug und einen guten Teil der Insassen zu Ende!"

    Da stimme ich dir total zu. Und Kinder können nichts für die Umgebung in der sie aufwachsen. Weder ob sie mit dem SUV zur Schule kutschiert werden oder ob sie wie mein Sohn im autolosen Haushalt groß werden.

    Ich bin mir nicht mal sicher das ich mit meinen über 40 jetzt schon kapiere, was die Maßnahmen zum Klimaschutz für mich für finanzielle Folgen haben könnten.

    Und es wird billiger, wenn man noch länger damit wartet, notwendige Maßnahmen zu ergreifen?

    Ich sehe einfach nicht den Punkt, hier den Jugendlichen Irrationalität diesbezüglich vorzuwerfen - was man in dem Video allerdings feststellen musste, ist eine Irrationalität bezüglich ihrer unmittelbaren Ziele: In einer Demokratie setzt Veränderung Mehrheiten voraus und die bekommen die Grünen nicht damit, dass sie die Revolution fordern. Selbst die halbwegs realistischen Forderungen im Wahlprogramm führen ja in weiten Teilen der Öffentlichkeit zu Ablehnung.

    Abgesehen davon ist Klimaschutz nur dann teuer, wenn man alles so "weiter wie bisher", auf diesem Konsumniveau, machen möchte - die Leute, die am wenigsten Geld auszugeben haben, haben den kleinsten Fußabdruck!

    Ich glaube, du verstehst mich falsch.


    Ich bin sehr für sofortige Maßnahmen. ZB finde ich, jeder sollte immer drüber nachdenken ob er wirklich ein *eigenes* Auto braucht und ob es wirklich ständig bestimmte Lebensmittel braucht die gar nicht regional und jahreszeitgemäß sind.


    Und natürlich muss sich politisch etwas ändern, gerade was öffentliche Verkehrsmittel betrifft (die Abos sollten zB 1

    nicht teurer sein als ein eigenes Auto!) .


    Ich sehe nur den Hungerstreik mit Ziel "öffentliches Gespräch" als nicht zielgerichtet an. Das geht für mich irgendwie an der Sache vorbei.

    Ich bin mir nicht mal sicher das ich mit meinen über 40 jetzt schon kapiere, was die Maßnahmen zum Klimaschutz für mich für finanzielle Folgen haben könnten.

    Dem schließe ich mich an. Mein Post sollte auch nicht so verstanden werden, dass "die Älteren" das vollumfänglich überblicken, das kann wahrscheinlich niemand.

    Klar.

    Ich finde Aktionen wie Hungerstreik sehr extrem und wenn, sollten sie sehr zielgerichtet auf ein realistisches Ziel hinarbeiten.


    Ich gestehe, ich halte das hier nicht für gegeben - denn selbst wenn es das gewünschte öffentliche Gespräch gäbe, wäre es auch nur das - ein Gespräch. Nicht mehr. Das politisch genau gar nichts bewirken wird, mit Sicherheit.


    Das finde ich eben fehlgeleitetes sehr großes Risiko. Daher kann ich Leuten wie Nawalny für ihren Hungerstreik Hochachtung entgegenbringen, aber nicht diesen Hungerstreikenden.


    Da hätten sie andere nützlichere Wege suchen müssen.

    Davon bin ich überzeugt. Ich bin mir nicht einmal sicher, dass der tägliche Wohlstand, den sie durch die Elterngeneration erfahren haben, ebenfalls schon auf Kosten des Klimas und der Umwelt auf Pump erarbeitet wurde. Dafür wird diese Generation nun angeklagt, dass den Kindern seit der Nachkriegszeit ein immer größerer Wohlstand zuteil wurde.


    Aber wenn du 15-Jährigen ankündigst, im Winter die Wohnungstemperatur auf 19° abzusenken und sie nirgendwo mehr hinzufahren, wäre vermutlich Polen offen.

    Ja und viele Jugendliche überblicken auch nicht die Kosten, die auf einen zukommen werden. Geschützt im elterlichen Umfeld kommt man natürlich weniger mit der Tatsache in Kontakt, was das Leben alles kostet. Ich nehme mich davon nicht aus, in meinen jugendlichen Jahren sah die Welt für mich nicht anders aus.

    Ich bin mir nicht mal sicher das ich mit meinen über 40 jetzt schon kapiere, was die Maßnahmen zum Klimaschutz für mich für finanzielle Folgen haben könnten.

    Ich sehe es eher so, dass manchem von ihnen der Wohlstand nicht das wert ist, was er jemandem eben wert ist, der diesen erstmal erarbeiten musste.

    Davon bin ich überzeugt. Ich bin mir nicht einmal sicher, dass der tägliche Wohlstand, den sie durch die Elterngeneration erfahren haben, ebenfalls schon auf Kosten des Klimas und der Umwelt auf Pump erarbeitet wurde. Dafür wird diese Generation nun angeklagt, dass den Kindern seit der Nachkriegszeit ein immer größerer Wohlstand zuteil wurde.


    Aber wenn du 15-Jährigen ankündigst, im Winter die Wohnungstemperatur auf 19° abzusenken und sie nirgendwo mehr hinzufahren, wäre vermutlich Polen offen.

    Außer, der Jugendliche beschließt das selbst und verlangt es von den Eltern - das gibt's auch :smiley_emoticons_pfeif2:


    Und ja, es wird jetzt den jetzigen Eltern vorgeworfen was schon in der Generation davor begonnen hat.


    Denn Fakt ist, ich bin schon in dem klimaschadlichen Luxus großgeworden, dass jeder seinen Privat-Pkw hat, und ich bin nun wirklich kein Jugendlicher mehr :smiley_emoticons_biggrin:


    Und vom Essen ganz zu schweigen. Es ist immer alles da, egal ob es dafür eine Rundreise durch die halbe Welt machen musste

    Ein "Ist-eh-da"-Wohlstand wird deutlich anders wahrgenommen als ein selbst erarbeiteter Wohlstand.

    Das mag schon sein. Trotzdem ist eine ganze Reihe junger Leute großen Wohlstand gewöhnt, und zwar seit Tag Eins ihres Lebens. Es war immer alles da und sogar im Überfluss. Egal, ob Papa oder Mama dafür gearbeitet hat. Sie sind es gewöhnt! Sie haben es nie anders kennengelernt. Das kann man nicht negieren und so tun, als wären sie wie arme Schlucker aufgewachsen.

    Ich glaube, so ist das auch gar nicht gemeint.


    Ich sehe es eher so, dass manchem von ihnen der Wohlstand nicht das wert ist, was er jemandem eben wert ist, der diesen erstmal erarbeiten musste.