Posts from CoteSauvage in thread „Aktivismus - Wahn oder Sinn?“

    Das eine ist eben gesellschaftlich akzeptiert bzw. Usus

    Nicht "gesellschaftlich", sondern rechtlich. Es gibt ein Streikrecht, und davon wird eben Gebrauch gemacht. Ebenso wie von einem Demonstrationsrecht Gebrauch gemacht wird. Letzteres wird wohl häufiger überdehnt als ersteres, weil Demonstranten meist eine inhomogene, offene Gruppe sind, die sich nicht unter juristischer Beratung in ritualisierten Bahnen bewegen so wie Streikende.

    Es geht bei der Bahn aber um Ihren Gehalt, um Arbeitsbedingungen - und es wid verhandelt , sie fordern nicht von der Politik und der Bevölkerung eine Veränderung , die umgesetzt werden muss , das ist für mich ein großer Unterschied .

    Hm, also ein rein egoistisches Ziel - und dafür werden andere Teile der Gesellschaft "in Geiselhaft genommen", wie es dann so schön (oder unschön/ polemisch) heißt.

    sondern es ist ein fordern und auch drohen - wenn ihr nicht das macht , was wir wollen , legen wird das Land still

    naja, äh, sowas kenn ich von Streiks aber auch ... gerade von den genannten Bahnstreiks zum Beispiel.


    Insofern kann ich das hier

    Dies steht aber unter keinerlei Kritik, bestenfalls medialer

    überhaupt nicht bestätigen, aber es ist mir schon klar, dass man hier nur motzen kann und das nichts ändert, ebenso wie bei der Kleberei.


    Und was letztere angeht:

    Das Demonstrationsrecht umfasst auch so allerlei. Da wüsste ich jetzt auch nicht, dass es als Nötigung geahndet würde, wenn deswegen mal eine Straße gesperrt wird. Aber Sachbeschädigung, Körperverletzung usw geht halt nicht, das geht aber auch bei Streik nicht.

    das Grau in all seinen Myriaden an Schattierungen

    Apropos grau:


    Bitte nochmal die ModBemerkung von @GraueSocke lesen:


    Er meinte damit: Hört mit dem Rumgestreite auf.

    Ich glaube schon, dass es den selbstbewussten, kritischen Bürger (bald wieder) gibt, der sich nicht mit den Gegebenheiten abfinden mag, sondern die Grenzen des Zulässigen nutzt und, wenn es nicht anders geht, diese auch überschreitet.

    ? So - als Nicht-Duckmäuser, die sich ggf nicht um geltende Regelungen scheren - sehen sich zB Querdenker und Reichsbürger. Die gibt es also bereits.

    Die Behörden, auch in einer Demokratie, versuchen Proteste immer einzugrenzen, auch dann, wenn die Ziele richtig sind

    Darüber, welche Ziele "richtig" sind, gibt es offensichtlich unterschiedliche Auffassungen.

    Vom Purzelraum hierher kopiert:


    Hier versucht er erst die Klimakleber zu verscheißern, die gucken aber nur genervt, zwischendrin mal ein "nein". Danach albert er mit den im Stau stehenden Autofahrern herum, die verstehen sogar noch Spaß (jedenfalls die im Video gezeigten):


    BILD-Reporter testet Humor-Level der Klima-Chaoten
    Die Klima-Aktivisten stören seit Monaten die Autofahrer und andere unbeteiligte Bürger mit ihren Klebe-Aktionen. Auch heute kleben sie wieder auf den Straßen...
    www.youtube.com


    Einerseits ist klar, dass die sich nicht zum Reden an die Straße kleben, deswegen bildet man die auch nicht rhetorisch aus, andererseits kommt es schon doof rüber, wenn die bloß blöd in die Kamera gucken.

    Ich frag mich sowieso, wieso nicht mehr Autofahrer mit denen "reden".

    Ich finde es dumm, wegen sowas sein Studium abzubrechen (außer man schafft es eh nicht und sucht einen Grund für den Abbruch). Demonstrieren muss man ja nicht rund um die Uhr, man kann sich doch gezielt Aktionen raussuchen, die man besonders wirkungsvoll und passend findet oder solche Aktionen für andere planen und organisieren. Wenn einem ein Anliegen sehr wichtig ist, sollte man sich überlegen, was man ggf beruflich tun kann, um es zu befördern. Auf der Straße herumsitzen und sich dann von der Gesellschaft alimentieren zu lassen, die man gerade zu einem Umdenken bewegen möchte, wird wohl nicht reichen.

    Also das Mitgefühl zeigt sich dann bei der nächsten Katastrophe irgendwo in einer Welle der Spendenbereitschaft, aber dafür, alles in seiner Macht und Möglichkeit stehende zu tun, diese Katastrophen zu verhindern, reicht es dann doch nicht.

    Ich denke das liegt daran, dass der Mensch auf konkrete Vorfälle konkret reagiert. Deswegen interessiert das Artensterben auch kein Schwein, weil man den Arten eben nicht beim Aussterben zusehen kann/ muss.

    Wie bekommt er das je wieder ab??? 😳

    Wenns nicht abgeht, was durchaus möglich ist, muss er wohl mit Amputation rechnen. Also ganz ausgeschlossen ist das nicht. Tja.

    Mitleid hab ich keins

    Meine Güte! Mich würde es auch ankotzen, wenn so ein Kleber vor mir auf der Straße mich daran hindern würde, etwas zu tun, was ich tun will, und sei es nur, nach einer stressigen Arbeitswoche einen Ausflug zu machen. Aber was muss passiert sein, damit man darüber jegliche Empathie verliert?!


    Auch die Häme, die jetzt - aus den gemütlichen Wohnzimmern und anonym - über den Typen ausgeschüttet wird, finde ich daneben. Wenn das kein Fake ist, hat der jetzt genug zu tun mit seinem Zustand.

    Allerdings finde ich es erschreckend, dass es offenbar kinderleicht ist, die Sicherheitssysteme zu überwinden und aufs Rollfeld zu gelangen.

    Gibt es da Sicherheitssysteme? Ich dachte, das wäre nichts als ein Drahtzaun. Welcher Flughafen leistet sich Überwachung wie an der ehemaligen Mauer?

    Meinst du diese Frage ernst?! Ich hoffe doch sehr dass Flughäfen gegen terroristische Anschläge (und auch gegen Deppen die mal auf einem Rollfeld spazieren gehen wollen) geschützt sind, und dazu brauchen sicher keine Selbstschussanlagen entlang des Rollfelds installiert zu werden.

    Jetzt ist der Münchner Flughafen dran. :woozy_face:

    Das finde ich ehrlich gesagt ein recht nachvollziehbares Zielobjekt für einen öffentlichkeitswirksamen Klimaprotest.


    Allerdings finde ich es erschreckend, dass es offenbar kinderleicht ist, die Sicherheitssysteme zu überwinden und aufs Rollfeld zu gelangen. Normalerweise kommt ja gleich ein SEK, wenn man im Flughafengebäude den Stecker eines Getränkeautomaten herauszieht.

    Die Empörung über die Kleberei ist nicht künstlich.

    Da bist Du dir sicher? In den öffentlichen Berichterstattungen wird mehr auf die Strafbarkeit als auf die Beweggründe abgestellt und auf zulässige Protestformen gar nicht.

    Wieso soll eine Aufregung deswegen künstlich sein, weil sie mehr Raum einnimmt als Aufregung über etwas anderes?


    Ich finde es geradezu logisch, dass man sich eher über vermutlich illegale Handlungen als über vermutlich legale aufregt.


    Soweit es den Aktivisten um die Sache und nicht nur um Randale geht, ist es dumm, diese Sache mit vermutlich illegalen Handlungen zu verfolgen.