Posts from CoteSauvage in thread „Aktivismus - Wahn oder Sinn?“

    In diesem und anderen Thread(s) wurde kürzlich die allgemeine Diskussionskultur grob verletzt. Wir machen euch ausdrücklich darauf aufmerksam, dass wir eine Verhöhnung anderer Menschen nicht akzeptieren und dass solche groben Regelverstöße Maßnahmen nach sich ziehen.

    ver.di streikt, um in der Gehaltsverhandlung mehr Druck ausüben zu können - gängige demokratische Praxis.

    Ja, nett. Ist mir schon klar, wieso Gewerkschaften streiken, ob mich das freut oder nicht. Nicht klar ist mir, wieso sich Klimaaktivisten genau da dranhängen müssen. Die eigene Klientel vergrätzen find ich halt bescheuert. Aber egal. Wenn man so agiert, braucht man sich halt nicht zu wundern.

    Greta protestiert ja auch gegen Windräder in Norwegen. Heute ist im Aktivismus alles möglich :rolling_on_the_floor_laughing:

    Naja, soweit ich das verstanden habe, protestiert sie in einem konkreten Einzelfall gegen den konkreten Standort. Das finde ich noch nachvollziehbar.

    Hm ... Die Klimaaktivisten legen 2 volle Tage lang ÖPNV lahm ... Also ich dachte eigentlich die wären mehr gegen Individualverkehr mit dem Auto ... und UBahn und so wäre "das Gute"?


    Ja, genau darum geht's den Klimaaktivist*innen doch! Nicht gelesen?

    Wie jetzt? Ich möchte dass die Leute schön die UBahn benutzen und lege die dann mal für 2 Tage lahm? Damit die, die sie täglich brav benutzen, bitte ihre Autos nehmen und erkennen wie doof das ist? :smiley_emoticons_hypnoaugen:

    Das eine ist eben gesellschaftlich akzeptiert bzw. Usus

    Nicht "gesellschaftlich", sondern rechtlich. Es gibt ein Streikrecht, und davon wird eben Gebrauch gemacht. Ebenso wie von einem Demonstrationsrecht Gebrauch gemacht wird. Letzteres wird wohl häufiger überdehnt als ersteres, weil Demonstranten meist eine inhomogene, offene Gruppe sind, die sich nicht unter juristischer Beratung in ritualisierten Bahnen bewegen so wie Streikende.

    Es geht bei der Bahn aber um Ihren Gehalt, um Arbeitsbedingungen - und es wid verhandelt , sie fordern nicht von der Politik und der Bevölkerung eine Veränderung , die umgesetzt werden muss , das ist für mich ein großer Unterschied .

    Hm, also ein rein egoistisches Ziel - und dafür werden andere Teile der Gesellschaft "in Geiselhaft genommen", wie es dann so schön (oder unschön/ polemisch) heißt.

    sondern es ist ein fordern und auch drohen - wenn ihr nicht das macht , was wir wollen , legen wird das Land still

    naja, äh, sowas kenn ich von Streiks aber auch ... gerade von den genannten Bahnstreiks zum Beispiel.


    Insofern kann ich das hier

    Dies steht aber unter keinerlei Kritik, bestenfalls medialer

    überhaupt nicht bestätigen, aber es ist mir schon klar, dass man hier nur motzen kann und das nichts ändert, ebenso wie bei der Kleberei.


    Und was letztere angeht:

    Das Demonstrationsrecht umfasst auch so allerlei. Da wüsste ich jetzt auch nicht, dass es als Nötigung geahndet würde, wenn deswegen mal eine Straße gesperrt wird. Aber Sachbeschädigung, Körperverletzung usw geht halt nicht, das geht aber auch bei Streik nicht.

    das Grau in all seinen Myriaden an Schattierungen

    Apropos grau:


    Bitte nochmal die ModBemerkung von @GraueSocke lesen:


    Er meinte damit: Hört mit dem Rumgestreite auf.

    Ich glaube schon, dass es den selbstbewussten, kritischen Bürger (bald wieder) gibt, der sich nicht mit den Gegebenheiten abfinden mag, sondern die Grenzen des Zulässigen nutzt und, wenn es nicht anders geht, diese auch überschreitet.

    ? So - als Nicht-Duckmäuser, die sich ggf nicht um geltende Regelungen scheren - sehen sich zB Querdenker und Reichsbürger. Die gibt es also bereits.

    Die Behörden, auch in einer Demokratie, versuchen Proteste immer einzugrenzen, auch dann, wenn die Ziele richtig sind

    Darüber, welche Ziele "richtig" sind, gibt es offensichtlich unterschiedliche Auffassungen.

    Vom Purzelraum hierher kopiert:


    Hier versucht er erst die Klimakleber zu verscheißern, die gucken aber nur genervt, zwischendrin mal ein "nein". Danach albert er mit den im Stau stehenden Autofahrern herum, die verstehen sogar noch Spaß (jedenfalls die im Video gezeigten):


    BILD-Reporter testet Humor-Level der Klima-Chaoten
    Die Klima-Aktivisten stören seit Monaten die Autofahrer und andere unbeteiligte Bürger mit ihren Klebe-Aktionen. Auch heute kleben sie wieder auf den Straßen...
    www.youtube.com


    Einerseits ist klar, dass die sich nicht zum Reden an die Straße kleben, deswegen bildet man die auch nicht rhetorisch aus, andererseits kommt es schon doof rüber, wenn die bloß blöd in die Kamera gucken.

    Ich frag mich sowieso, wieso nicht mehr Autofahrer mit denen "reden".

    Ich finde es dumm, wegen sowas sein Studium abzubrechen (außer man schafft es eh nicht und sucht einen Grund für den Abbruch). Demonstrieren muss man ja nicht rund um die Uhr, man kann sich doch gezielt Aktionen raussuchen, die man besonders wirkungsvoll und passend findet oder solche Aktionen für andere planen und organisieren. Wenn einem ein Anliegen sehr wichtig ist, sollte man sich überlegen, was man ggf beruflich tun kann, um es zu befördern. Auf der Straße herumsitzen und sich dann von der Gesellschaft alimentieren zu lassen, die man gerade zu einem Umdenken bewegen möchte, wird wohl nicht reichen.

    Also das Mitgefühl zeigt sich dann bei der nächsten Katastrophe irgendwo in einer Welle der Spendenbereitschaft, aber dafür, alles in seiner Macht und Möglichkeit stehende zu tun, diese Katastrophen zu verhindern, reicht es dann doch nicht.

    Ich denke das liegt daran, dass der Mensch auf konkrete Vorfälle konkret reagiert. Deswegen interessiert das Artensterben auch kein Schwein, weil man den Arten eben nicht beim Aussterben zusehen kann/ muss.