Posts from lilalu in thread „Aktivismus - Wahn oder Sinn?“

    Ja, aber... häh? Der Punkt ist ja, wenn man auf Bewährung raus will, muss man während der Bewährungsfrist auch irgendwie nachvervolgen können, ob der Verurteilte sich auch tatsächlich bewährt. Geht halt nicht, wenn man nicht weiß, wer der Verurteilte ist. Das hat doch gar nicht wirklich was mit dem Strafmaß an sich zu tun.

    Also sach ma? Dich habe ich nun wirklich nicht für so doof gehalten. 17 Monate Knast hätte man ja auch verkürzen können ohne das eine Bewährung draus wird.

    Bewährung geht hier nicht, da sie Ihre Identität nicht preisgab. Wie soll man da die Bewährung überwachen? Einfach mal nachdenken.

    Ich habe gar nicht Bewährung für die Klimaaktivisten verlangt, sondern das Beispiel aufgeführt das andere Straftaten (körperliche Delikte) mit Bewährung davon kommen. Einfach mal lesen und verstehen!

    > Mehr als 17 Monate saß Ella, die Klimaaktivistin aus dem Dannenröder Forst, in Haft. Die FR traf die Frau, die ihren Namen partout nicht nennen wollte, zum Interview. <

    Das ist schon krass, wenn man bedenkt wie oft andere Straftaten mit Bewährung ausgehen.

    Von den (anonymen) Forumsmitgliedern abgesehen, wird jede(r) enteignet, der Sozialleistungen bezieht, sei es ALG 2 oder die Grundsicherung (Stichwort "Schonvermögen").

    Das solltest du erklären.

    Ich verstehe es so: Im Jobcenter musst Du alles offen legen, du kannst kaum etwas besitzen was die nicht wissen, es sei denn Du bist kriminell genug.

    In meiner Arbeitslosenzeit war ich so pleite, so dass ich mir von einer Rentenstelle, in die ich mal für 2 Jahre eingezahlt hatte, mir den Betrag habe auszahlen lassen. Davon wollte ich mir eine neue Waschmaschine kaufen, meine war kaputtgegangen. Zum Glück hatte ich vorher nochmal nachgefragt, dass Geld durfte ich mit vielen Augen zudrücken zurücksenden, es wäre sonst verrechnet worden, was bedeutet, es wäre weg gewesen. Für die kaputte Waschmaschine haben sie mir empfohlen einen Antrag zu stellen. Ich fühlte mich insofern enteignet, weil das Geld was ja eigentlich mir gehörte und was ich noch dazu für eine Waschmaschine ausgeben wollte, mir einfach nicht zustand. Stattdessen sollte ich einen Antrag stellen für eine neue Waschmaschine, die dann der Staat bezahlt.

    Da steht IMHO nichts von Abschaffung der Polizei als solcher, sondern von der Abschaffung der Interessenvertretung des "kapitalistischen Systems" durch die Polizei!

    Also es geht in meiner Interpretation dieses Satzes darum, dass die Polizei eben die Interessen der Menschen und nicht die des Kapitals schützt... - was ich jetzt nicht als so weit hergeholte Forderung ansehe.

    Na ja, aber wir leben ja nun mal im Kapitalismus...man müsste also das System ändern und die Polizei würde dann andere Interessen vertreten. Was niemals funktionieren wird, dass die Polizei nur die Interessen der Menschen vertritt, denn dieses Interessen sind zu unterschiedlich.

    Und wie hätte die Polizei sich anders Verhalten sollen in der Situation? Ernsthafte Frage! Hätte sie mit guten Worten den Aktivisten begegnen sollen, bevor diese den Tagebau stören und sich verletzten? Letztendlich hat ja die Polizei die Menschen beschützt denn diese wollten sich ja in eine gefährliche Situation begeben, dadurch das sie auf die Kante da los sind.

    Wer aber die Polizei abschaffen will oder sich hinstellt und sagt, die Polizei allein wäre verantwortlich für den Verlauf von Protesten, den muss man auch als Verfassungsfeind bezeichnen und auf eine Stufe mit Nazis setzen dürfen, ohne dass man sich echauffiert. Denn schließlich wird dadurch implizit die Anarchie über den Rechtsstaat gesetzt. Und wer will das schon, außer Verfassungsfeinden?


    Kann man sich nicht darauf einigen?

    Nö, Vergleiche mit Nazis sind immer plump. Ich finde die Äußerung von dieser "Klimaaktivistin" in erster Linie strunzdumm, es zeugt von wenig Lebenserfahrung. Eine naive Göre als Nazi hinzustellen, na ja kann man machen, aber so sonderlich gescheit ist es nun auch wieder nicht.


    "Dort lässt sich die Klimaaktivistin wie folgt zitieren: „Im Zusammenhang mit Lützerath entlud sich die Polizeigewalt auch gegen weiße privilegierte Demonstrant*innen und bekommt deshalb eine derartige Aufmerksamkeit."


    Das ist in mehrfacher Hinsicht dämlich was sie da äußert. Aufmerksamkeit bekommen sie, weil sie ständig falsche Anschuldigungen im Netz verbreiten, wie zum Beispiel "die Polizei hätte systematisch auf den Kopf geschlagen", "es gab mehrere lebensgefährlich Verletzte". Der Vorwurf der Polizeigewalt wird ja erst noch im EINZELFALL geklärt. Dieses Zitat klingt so als wäre die Polizei vollkommen grundlos auf die Demonstranten losgegangen.

    Also die Förderung nach dem nein Euro Ticket finde ich echt merkwürdig,klingt ein bisschen nach persönlichem Vorteil suchen .

    Das macht schon was aus, viele/ einige würden ihr Auto stehen lassen und die Öffentlichen nutzen.

    "VDV-Auswertung Bilanz zum 9-Euro-Ticket: 1,8 Millionen Tonnen CO2 eingespart."

    (Quelle Google)

    woher sollen denn die Verkehrsbetriebe in Zukunft das Geld nehmen für Personal, Wartung etcetera.

    ja , in Österreich fehlen jede Menge Busfahrer- es gibt kein Personal , in Salzburg heißt es sogar , dass die Mobilitätswende so nicht umsetzbar ist , auch da- der Wille ist ja vorhanden und es passiert auch viel von politischer Seite - aber in dem Fall müssten die Busse selbstfahrend sein , damit das umsetzbar ist .

    Genau die Probleme sind in Deutschland dieselben. Und da würde ich mir mehr Lösungsansätze wünschen von der Letzten Generation.

    Quote

    Idealismus gehört zur Jugend dazu, ich will das nicht verurteilen. Aber ich sehe auch viele Forderungen als zu radikal, zu ungeduldig und damit als unumsetzbar an.

    Radikale und ungeduldige Forderungen bezüglich Klimawandel?! Aha ...


    :face_with_rolling_eyes:

    Wenn man Forderungen stellt, muss man immer Abwägen, welche Konsequenzen das hat und vor allen Dingen wie man die Forderungen umsetzen kann, ohne zu viel Schaden anzurichten. Jemand mit Erfahrung hat da vermutlich mehr Kompetenzen. Wie sieht es denn aus mit dem 9 Euro Ticket, woher sollen denn die Verkehrsbetriebe in Zukunft das Geld nehmen für Personal, Wartung etcetera.

    Und die Forderung eines unmittelbaren finanziellen Vorteils scheint da breite Akzeptanz in der Bevölkerung zu finden ("kostet ja nur die jeweiligen Arbeitgeber was"),

    Wenn Erzieher, Beschäftigte bei der Bahn oder Menschen in der Pflege demonstrieren geht es nicht nur um einen eigenen finanziellen Vorteil, es geht auch darum in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Viele Menschen halten es für berechtigt, dass Menschen die hart arbeiten auch fair dafür bezahlt werden. Kinder und Verwandte möchten man auch in Einrichtungen wissen, wo die Mitarbeiter zufrieden sind und fair bezahlt werden und nicht kurz vor dem Burnout stehen.

    Selber haben sie auch noch nicht viel geleistet, wir wissen es zwar nicht genau, aber ....wir können es uns denken.

    Aha ... man muss also erst "etwas leisten", bevor man demonstrieren darf? :face_with_raised_eyebrow:

    Nein. Ich wollte einfach deutlich machen wie die Bevölkerung denkt, warum andere Protestformen mehr Akzeptanz finden, als die Klebereien.

    Was ist nun Situation 1 und 2 gemeinsam?

    Durch die Störung des öffentlichen Lebens wird Aufmerksamkeit und Nachdruck für die Forderungen erzeugt. Von allein geschieht das nämlich nicht.

    Für mich persönlich ist beides okay. Ich vermute es ist Verständnis da, wenn der "kleine" Arbeiter um mehr kämpft, da geht das "Volk" mit. Gerade in der Pflege oder bei Erziehern versteht man das ja, ist ja auch ein Knochenjob, sie leisten jede Menge, deshalb dürfen sie auch Mal fordern.

    Die Klimaaktivisten halten aber genau die werktätige Bevölkerung (die Steuern zahlen) ab, die untere/mittlere Bevölkerungsschicht, die selber genug Alltagssorgen haben. Selber haben sie auch noch nicht viel geleistet, wir wissen es zwar nicht genau, aber ....wir können es uns denken.

    Und dann gibt es ja in Deutschland so eine große Gruppe von Autoaffinen Menschen, alles was sich gegen das Auto richtet, ist Böse. Mit denen kann man eh nicht reden.

    Die Museumsaktionen fand ich persönlich am Besten.

    sorry, du hast recht! ich hatte es falsch in Erinnerung - der Polizist schlägt mit der Faust zu - eine simple ohrfeige war das jedoch nicht.

    ich habe die videos verwechselt, der Schlagstock kam hier zum einsatz:

    Aber nicht auf den Kopf. Es sieht so aus als würde der Polizist auch gleichmal die Leviten gelesen bekommen von seinem Kollegen.

    die allermeisten schlagen nicht auf empfindliche stellen, wie zum beispiel den kopf - manche eben schon:

    Hmm okay nicht in Ordnung. Für mich sieht es trotzdem eher aus wie eine Ohrfeige mit der Hand und nicht wie ein Schlag auf den Kopf mit einem Schlagstock?!

    Und dazu noch- das überlass doch bitte den Frauen selbst, was sie als schlimm empfinden und was nicht. Nein. Titten und Arschgrapscher muss man nicht ertragen.

    Mann muss sich Titten- und Arschgrapschereien nicht gefallen lassen und sollte auch dagegen vorgehen, eine Vergewaltigung ist trotzdem nochmal eine andere Nummer. Das sollte nicht in einem Topf geworfen werden.

    Hab ich auch nicht getan.

    Ich habe keinen Bock mehr.....

    Wirklich schlimme Übergriffe (Vergewaltigungen)

    Und dazu noch- das überlass doch bitte den Frauen selbst, was sie als schlimm empfinden und was nicht. Nein. Titten und Arschgrapscher muss man nicht ertragen.

    Mann muss sich Titten- und Arschgrapschereien nicht gefallen lassen und sollte auch dagegen vorgehen, eine Vergewaltigung ist trotzdem nochmal eine andere Nummer. Das sollte nicht in einem Topf geworfen werden.