Posts from Timba in thread „Aktivismus - Wahn oder Sinn?“

    Nun, und ich fürchte, mit solchen "Befürchtungen" tust Du Deinem eigenen Niveau keinen Gefallen. -

    Um mein Niveau mach dir mal keine Sorgen, so tief wie manch anderes kann es gar nicht sinken.



    Du könntest ja mal erklären (das wäre wirklich interessant), warum es dann überhaupt ein Schonvermögen gibt und wieso man (in diesem Falle: Regierungsparteien) über dessen Höhe unterschiedlicher Meinung ist. Macht hier einen Unterschied von 20k€.

    Du raffst es nicht, oder? Schonvermögen hin oder her ist irrelevant. Es geht auch nicht darum, ob es sinnvoll ist oder nicht, zu verlangen, dass vorhandenes Vermögen zuerst aufgebraucht werden muss. Es geht nur darum, dass es keine Enteignung ist, wie du behauptest. Dem Antragsteller wird nichts weggenommen, er kann sogar frei über sein Vermögen verfügen. Er kann es für sich ausgeben oder eben nicht. Seine freie Entscheidung. Nur solange er Vermögen hat, bekommt er halt keine staatlichen Leistungen. Ist doch logisch. Eine Enteignung ist das in keinem Fall!

    Hat sie schon mal 17 Monate lang drei Mahlzeiten am Tag

    Bäh, den Scheiß kann niemand fressen.

    Wenn sie dich das nächste Mal einbuchten, kannst du ja den Antrag stellen, deine Strafe bei mir absitzen zu können. Ich mache besseres Essen. :winking_face:


    Aber ansonsten ist es bei mir im Knast härter als in den staatlichen, darauf kannst du dich schon mal einstellen. :rolling_on_the_floor_laughing: :rolling_on_the_floor_laughing:

    Der Punkt ist ja, wenn man auf Bewährung raus will, muss man während der Bewährungsfrist auch irgendwie nachvervolgen können, ob der Verurteilte sich auch tatsächlich bewährt.

    Oder ganz, ganz viel Vertrauen haben. :rolling_on_the_floor_laughing: :rolling_on_the_floor_laughing:


    Jetzt mal ganz ohne Scheiß, enig, da will man uns doch verarschen. Dass irgendwer 17 Monate im Knast sitzt ohne dessen Identität zu kennen, das gibt's niemals. Schließlich werden Haftstrafen dokumentiert (wegen Führungszeugnis usw.) und sowieso und überhaupt. Welcher Richter verknackt denn eine anonyme Person zu einer Haftstrafe? Der sagt der Staatsanwaltschaft: "Ermitteln Sie erstmal, mit wem ich es hier zu tun habe, dann sehen wir weiter." Ich glaube ja so einiges, aber diese Story ist aus dem Märchenbuch.

    Ich brauche jetzt auch keine Belehrung über die Subsidiarität des Staates

    Nun, ich fürchte, du brauchst noch viel mehr Belehrungen.


    Ich hatte mir schon gedacht, dass du mit solchem Nonsens um die Ecke kommst. In allen Fällen von Sozialleistungsbezug wird den Leistungsberechtigten ja nichts weggenommen, sondern es wird nur erwartet, dass man vorhandenes Vermögen zunächst für sich selbst aufbraucht, bevor man staatliche Leistungen bezieht. Das finde ich auch nicht in jedem Fall in Ordnung, von daher kann ich den Ärger darüber nachvollziehen, aber eine Enteignung ist das ganz sicher nicht. Nicht mal ansatzweise. Die wäre es, wenn das Amt das Konto pfändet und das Guthaben beschlagnahmt. Ist das der Fall? Nein! Das Amt sagt nur: Du hast Geld, kauf dir selbst.

    Lesen kann ich schon. Und das seit fast 70 Jahren. Auch das Versammlungsrecht hat Grenzen, wird aber oft vergessen, weils nicht in den Kram passt. Sachbeschädigung und Gewalt gehören sicher nicht dazu.

    Ich weiß, dass fast alles Grenzen hat. Aber wenn du den Art. 14 GG erwähnst kommt das so rüber, als wäre ausgerechnet dieser Verfassungsartikel grenzenlos. Dem wollte ich entgegenwirken. In diesem Fall hier ist es zwar zutreffend, dass RWE das Gelände besitzt. Aber dass RWE als Eigentümer damit machen kann, was es will, das ist nicht so ganz korrekt.

    Bei Straßen für Autos ist das schon immer so, da fragt aber niemand, wieso.

    Genau genommen ist es erst so seit es Autos gibt. Als noch Pferdekutschen das präferierte Verkehrsmittel waren, gab es schon noch an vielen Straßen Wegezoll. Ich erinnere mich noch gut, dass ich immer einen gut gefüllten Beutel mit Goldmünzen dabei hatte. :smiling_face_with_sunglasses:

    Meiner Meinung nach hat man das Recht, etwas zu fordern oder zu kritisieren, auch wenn man es selbst nicht besser kann oder weiß!

    Klar. Aber es hat halt auch jeder andere das Recht, diese Forderungen und Kritiken bekloppt zu finden, sobald sie merken, dass hinter diesen Forderungen wenig anderes steckt als bloßer Idealismus b

    Ich würde es so formulieren: Man kann selbstverständlich fordern oder kritisieren, ohne es selbst besser zu können oder zu wissen. Aber man sollte vielleicht wenigstens jemand kennen, der es besser kann. Weil wenn es niemand gibt, der es besser kann, ist die Forderung perse unrealistisch. Und unrealistische Forderungen werden nun mal ziemlich schnell als bekloppt abgetan. An der Stelle ist eben auch die bereits erwähnte Lebenserfahrung hilfreich. Mit ihr fällt einem meist schon selbst auf, was umzusetzen geht und was nicht.

    Das macht schon was aus, viele/ einige würden ihr Auto stehen lassen und die Öffentlichen nutzen.

    "VDV-Auswertung Bilanz zum 9-Euro-Ticket: 1,8 Millionen Tonnen CO2 eingespart."

    (Quelle Google)

    Der Ehrlichkeit halber muss man aber dazu sagen, dass es sich um eine grobe Schätzung handelt, die auch ziemlich daneben liegen kann. In dem Artikel steht zwar, die Forscher hätten das "errechnet", aber dort steht auch, dass die Daten aus Angaben bei Umfragen/Befragungen handelt. Ob die Befragten immer wahrheitsgemäß antworteten, bzw. ob sie das überhaupt konnten (Fahrtenbuch? Aufzeichnungen?), steht doch in den Sternen. Wenn man mit grob geschätzten Zahlen rechnet, ist das Ergebnis eben immer noch eine grobe Schätzung.


    Was ich in dem Artikel vermisse, was aber eine Tatsache ist: Sehr viele, vor allem junge Leute, haben das 9-Euro-Ticket für Fahrten genutzt, die sie sonst überhaupt nicht unternommen hätten. Bei diesen Fahrten ist folglich gar nichts eingespart worden.


    Letztlich ist aber auch egal, wie viel CO2 eingespart wurde oder was die Aktion gekostet hat, weil wie es aussieht soll sie ja nicht wiederholt werden.

    Wenn du einmal versucht hast, wegen eines angekündigten Bahnstreiks auf alternative Mobilitätsformen umzusteigen (und das in einem Ballungsraum), siehst du das sicher auch anders. Es geht nicht immer nur ums "Wegkommen", sondern manchmal auch ums "Zurückkommen".

    Dennoch ist es nicht komplett chancenlos, was bei der Straßenblockade auf jeden Fall so ist. Außerdem, wie schon geschrieben, gibt es oft die Alternative, von vornherein die Reise gar nicht erst anzutreten und den Tag irgendwie anders sinnvoll zu verbringen, während man bei der Blockade regelrecht gefangen ist für die gesamte Dauer. Es ist und bleibt nicht wirklich vergleichbar, auch wenn du dir noch so sehr wünschst, recht zu behalten. :winking_face:

    Ich gehe davon aus, dass die Anzahl Betroffener bei Bahnstreiks ungleich höher als bei einer lokalen Straßenblockade ist. Damit sinkt für Bahnreisende auch die Chance, Alternativen zu nutzen. In den Medien heißt das dann verniedlichend "Gestrandete".

    Das spielt doch keine Rolle! Man hat aber immer die Chance auf Alternativen, die man bei der Straßenblockade nicht hat. Daneben besteht auch oft die Möglichkeit, den Termin noch zu stornieren oder zu verschieben. Dass die Anzahl Betroffener beim Bahnstreik möglicherweise höher ist, liegt einzig daran, dass die Streiks flächendeckend stattfinden und nicht punktuell, wie die Straßenblockaden. Würde nur ein Bahnhof bestreikt, würden wir einen Bahnstreik überhaupt nicht bemerken.