Posts from Wombats in thread „Aktivismus - Wahn oder Sinn?“

    Ich habe mehrere Beiträge gelöscht.

    Ich lösche dich 🤣🤣🤣🤣



    Zitat aus der Chronologie des letzten Beitrages #6.990


    "8. Mai 2022: Ella lässt den Behörden ihren Reisepass vorlegen. Am selben Tag hebt das Landgericht Gießen den Haftbefehl auf. Die Aktivistin kommt frei."


    Na also. Da haben wir es.

    Mich interessiert, ob die lange Inhaftierung aufgrund der nicht Feststellbarkeit der Personalien erfolgt ist. Wie ist denn das Bion  EdenRose

    Ich

    W I R S I N D V E R L O R E N !!!!!!!

    Nee, so schlimm ist es nicht - aber natürlich hat jeder für sich einen "richtig/falsch"-Horizont, wenn er über Handlungen nachdenkt und sie beurteilt... . Deshalb wurde ja seitens der Philosphie versucht, dafür einen Werkzeugkasten zu liefern, mit dem man dabei zu größtmöglich objektiven und rationalen Bewertungen gelangt...

    Die juristische Bewertung steht auf einem anderen Blatt und kann je nach Gesetzeslage unterschiedlich ausfallen - wenn hier einer auf der Straße tanzt, dann interessiert das juristisch in der Regel niemanden, im Iran laufen da die Paragrafen und ihre Reiter heiß...

    Ja, ich verstehe die Intention. Allerdings ist der Schwachpunkt, dass Menschen sich gerne verleiten lassen, gerade bei emotionalen Themen.


    Ich bin natürlich die Ausnahme, ich bin unfehlbar. Merkt euch das!

    Ich rede nicht von Überzeugungen, sondern von analytischem und logischen Denken... - wer das bei Rechtsextremismus zu einem Schluss "langfristiger Gewinn für alle", nicht nur für die eigene Gruppe kommt, dessen Argumente würde mich brennend interessieren...

    Es ist egal, von was wir reden, Socke. Gebraucht wird in jedem Fall eine höhere, von allen respektierte Instanz, die das bewertet. Wenn jeder selbst entscheiden kann, gleitet das in die Anarchie.

    Timba war schneller 👍

    Der kategorische Imperativ - muss man halt auch darüber nachdenken, welche mittel- und langfristigen Folgen die Umsetzung der Forderungen hat... Beim Rechtsextremismus kommt man da mit einem "allgemeinen Gesetz" eben nicht weit, da er nur die eigene Gruppe bevorzugt, was dann unweigerlich an den Kontaktpunkten zu Konflikten um die Vorherrschaft führt...

    Das ist doch aber bei vielen anderen Themen ähnlich und wird von der Gruppe selbst definiert. Die Bewertung erfolgt aufgrund der eigenen Motive. Darin liegt ja das Problem der neutralen Einschätzung.

    Gewissen Spielraum gibt es bei der "neutralen Einschätzung", aber doch nicht bei Randbedingungen wie den Menschenrechten und dem Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen...

    Der Erhalt der Lebensgrundlage ist für den Immobilienmarkler ein ganz anderes Thema, als für den Milchbauern, den Polizisten etc. Was ist mit den Protestformen, bei denen Straßen und Wege blockiert wurden? Fällt das nicht unter die Beschneidung der Freiheit anderer? Die Pauschale Aussage "Menschenrechte" macht die Sache nicht klarer.

    denn wer bestimmt , welches Motiv gut ist und welches nicht ?

    Der kategorische Imperativ - muss man halt auch darüber nachdenken, welche mittel- und langfristigen Folgen die Umsetzung der Forderungen hat... Beim Rechtsextremismus kommt man da mit einem "allgemeinen Gesetz" eben nicht weit, da er nur die eigene Gruppe bevorzugt, was dann unweigerlich an den Kontaktpunkten zu Konflikten um die Vorherrschaft führt...

    Das ist doch aber bei vielen anderen Themen ähnlich und wird von der Gruppe selbst definiert. Die Bewertung erfolgt aufgrund der eigenen Motive. Darin liegt ja das Problem der neutralen Einschätzung.

    Ich glaube du hast die Punkte für zusammen gefasst, Purzel. Es gibt einen Interpretationsraum, der nicht klar definiert ist, wenn es um die Legitimation und die Ausführung geht. Gerade in dieser Diskussion wird deutlich, wie unterschiedlich hier die Auffassungen und Motive sind. Die Betrachtung der Sache sollte im Bestfall auf einem Gremium verschiedener Interessensgruppen erfolgen, was ja aber völlig utopisch ist. Die Bewertung findet meistens ausschließlich in der entsprechenden Gruppe statt, die natürlich den Grund nicht hinterfragt. Hier besteht eben die Gefahr der Radikalisierung und Verblendung hinsichtlich meiner gewählten Methoden und Motive.

    Also ich verstehe es so, ziviler Ungehorsam muss , wenn er wirken soll, ein Rechtsbruch sein- aber ein sehr feiner , zarter :D:(: -sprich ohne Gewalt und Zerstörung , hier ist die Frage - ab wann ist es Gewalt , Zerstörung - wo sind die Grenzen - und genau das war ja auch meine Frage . Wer bestimmt diese Grenzen, wie weit darf es gehen?

    Und das Motiv muss genauestens, auf allgemein gängige und moralische Grundsätze geprüft werden 👍

    Mir gefällt insoweit der Ansatz von Rawls und Habermas recht gut. Rawls hat versucht, ihn wie folgt zu fassen:

    hm- verstehe ich das richtig Bion

    also ist auch Gewalt, Zerstörung ok- bei zivilem Ungehorsam, nur soll ich ich bei der Festnahme keinen Widerstand leisten und zeige so , dass ich die Strafe dafür akzeptiere/respektiere aber nicht die Gesetze? Bürgerlicher Ungehorsam sind zum Beispiel friedliche Demos ohne Zerstörung , ohne Gewalt - ich bin ungehorsam innerhalb des gesetzlichen Rahmens ?

    Nein, klassische Gewalt und willkürliche Zerstörungen werden von den beiden nicht mehr als ziviler Ungehorsam begriffen. Sorry, mein Zitat war da etwas aus dem Zusammenhang gerissen. Habermas und Rawls gehen im Grunde davon aus, dass der zivile Ungehorsam immer in einem feinen Grenzbereich zwischen Legalität und Legitimität erfolgt. Insbesondere setzen Sie voraus, dass er für ein nach allgemeinen Grundsätzen moralisches Ziel erfolgt, er darf insbesondere nicht eigennützig und von Gewinnunteressen getrieben sein. Vor dem Hintergrund, dass der zivile Ungehorsam im Ergebnis eine Durchbrechung rechtsstaatlicher Grundsätze und des Gewaltmonopols ist, sehen sie ihn nur in ganz engen Grenzen innerhalb einer freiheitlichen und plural verfassten Demokratie als legitim an. Man muss aber auch festhalten, dass wir hier auf der Ebene der Rechts- und Staatsphilosophie sind, d.h. beide gehen selbstverständlich auch davon aus, dass der Staat den zivilen Ungehorsam als Rechtsbruch bezeichnen und ahnden muss.

    Das ist doch viel zu differenziert und anstrengend :rolling_on_the_floor_laughing: :rolling_on_the_floor_laughing: :rolling_on_the_floor_laughing:

    Da kommt dann aber als Begründung, selbst für Schuld, können sich ja krank melden.

    hab ich so nicht geschrieben- es bezog sich auf die , die nicht friedlich sind . Wie kommts Du auf die 99,99 Prozent ? Belege?

    Das ist bewusst/ provikativ selektives Lesen.... wie du schon vorher erwähnt hast, muss man beide Seiten sehen. Wird aber in den meisten Diskussionen nicht gemacht, weil "die guten und die Bösen etc. etc. "

    Mh, deine erste Frage solltest du dir am Besten mal selbst stellen und ob du mittlerweile vielleicht im Übereifer einfach nicht mehr klar differenzieren kannst.

    Mehr kommt da auch von mir nicht mehr, Diskussionen mit dir über dieses Thema sind für mich sinnlos geworden.

    Sorry, ich kann mir es einfach nicht vorstellen, dass Polizisten ist so einem Einsatz Frauen an die Brust oder an den Hintern gehen. Nee, sorry, dass ist für mich definitiv ein Verdachtsfall. Ausversehen im Eifer des Gefechts und daraus wird dann was gesponnen....

    Im Ernst jetzt?

    Klar, wenn die Frau des Herrn Generaldirektors mit verschwollenem Gesicht in der Notaufnahme auftaucht und meint, sie ist unglücklich gegen die Wand gelaufen, wird das natürlich auch nicht in Frage gestellt. Honorige Herren schlagen nun mal nicht ihre Frauen


    Gerade von Dir, einer Verehrerin von Alice Schwarzer, hätt ich das nicht erwartet.

    Was hat denn das mit dem zu tun, was geschrieben wurde? Es ist von Begebenheiten die Rede, die während einer Räumung oder anderen akut Situation etc. passieren und nicht, ob allgemein Menschen im Staatsdienst zu sexuellen Übergriffen fähig sind. Es bringt nichts, alles in einen Topf zu mischen und kräftig drin rumzurühen.

    Zudem wurde es auch nicht durch die Person selbst dementiert, oder? In erster Linie war es doch der Sprecher eine Gruppierung, oder? Wenn die Medien nicht so darauf abgesprungen wären, wäre sicher kein Dementie gekommen/ nicht dementiert worden (ich bin mir nicht sicher, dass der erste Teil des Satzes korrektes Deutsch ist :rolling_on_the_floor_laughing: )

    Oder einfach in dem Rahmen, wie es meine Einschätzung in Kombination mit den vor-Ort Gegebenheiten zulässt.

    "(min. Sanitätsgrundausbildung der Hilfsorganisationen)'", kommt halt drauf an, welche Organisationen hiergemeint sind und ob sich somit um anerkannte Sanitäterausbildungen handelt. Der erste Hilfe Kurs scheint ja nichtmal den Rahmen eines Kurses für den FS abzudecken.

    Wikipedia > Sanitäter - Ablauf und Umfang der Ausbildung

    Wie schon geschrieben: Wenn diese Ausbildung damit gemeint ist. "Hilfsorganisation" kann vieles sein.

    Ich bin da mittlerweile sehr misstrauisch was die Formulierungen angeht...