Posts by Graue Socke

    Ich kenne die Gebiete recht gut, bin da aufgewachsen und auf sämtlichen betroffenen Flüssen schon gepaddelt - die Ursprungsgebiete der Flutwellen sind jahrhundertealte Kulturlandschaften, die im Wesentlichen relativ natürlich bewaldet sind. Ich sehe da kaum Potenzial, das Rückhaltevermögen der Böden zu erhöhen. Einzige Abhilfe ist IMHO den gehäuft auftretenden Wasserfluten mehr Platz zu geben, was in den engen Tälern der Mittelgebirge an topografische Grenzen stößt - wenn die Wassermenge ausreicht, das Tal von einer Seite zur anderen aufzufüllen, was bei Ahr und Wupper der Fall war, dann hilft auch ein renaturierter Flusslauf nicht mehr.

    Und wie gesagt - die Bebauung dort wurde nicht in den letzten Jahren entgegen aller Erfahrung an die Gewässer herangerückt, sondern steht dort teilweise seit vielen hundert Jahren.

    Die Frage wird also sein, ob man bereit ist, der Natur diese Räume zurückzugeben oder ob man bereit ist, solche Ereignisse zu tolerieren und nur das baulich und logistisch Machbare zu realisieren, um die unvermeidlichen Schäden zu begrenzen.

    Immerhin wird die aktuelle Katastrophe dafür sorgen, dass eine allgemeine Sensibilisierung in diesen Gebieten eintritt: Vorher hätte dort ja niemand dieses Ausmaß für möglich gehalten und wäre deshalb auch kaum den Warnungen gefolgt, selbst wenn sie noch eindringlicher ausgesprochen worden wären.

    Es waren halt nicht die klassischen Überflutungsgebiete, wie man sie von den großen Flüssen kannte.

    Wie bekommt man denn diesen Vorschau-Kasten zu eingefügten externen Links hin (also den im verlinkten Beitrag...) - scheint es ja seit dem Update zu geben, funktioniert aber nicht wie bei Youtube-Links über das einfache Einfügen der URL..?

    Alternative Verkehrskonzepte auf dem Vormarsch...

    https://www.sueddeutsche.de/mu…unn-taufkirchen-1.5358921

    Sieht nett aus, hoffentlich sind die Preise dann auch attraktiver als bei der DB. Allerdings muss man ja auch irgendwie zu der Bahn gelangen.

    Zunächst ist es ja nur eine Versuchsstrecke. In der Perspektive wäre dann der Anschluss an das normale ÖPNV Netz denkbar, um diesen Campus einzubinden, womit dann vermutlich auch der normale Verbundtarif gelten würde. Es wird ja hervorgehoben, dass die Baukosten und Realisierungszeiten deutlich unter denen einer ebenfalls angedachten U-Bahn-Verlängerung liegen würden, von daher wäre es wohl nicht als eigenständiges Projekt sondern als Teil des Verbundes gedacht.

    In topografischen Zwangslagen wie beim aktuellen Unwetter würde ich den Anteil der Bodenversiegelung am Ausmaß der Katastrophe als marginal betrachten. Die Wassersammlung hat dort im Wesentlichen in unversiegelten Lagen stattgefunden, die weder durch Bebauung noch durch raumgreifende Infrastruktur geprägt sind.

    Der Einzugsbereich der betroffenen Gewässer im Hügelland ist das Ausschlaggebende: wenn dort die Böden durch vorherige Niederschläge gesättigt sind, dann ist jedes weitere Wasser halt sofort Oberflächenwasser und bei dem Gefälle sofort in dem entsprechenden Bach, der die Mengen in keinem Renaturierungszustand aufnehmen kann.

    Es sind im Ahrtal ja nicht irgendwelche Neubausiedlungen weggespült worden, sondern historische Ortskerne mit jahrhundertealter Tradition - in der Dimension waren die Ereignisse IMHO einfach nicht vorhersehbar und von keiner bisherigen Erfahrung in den betroffenen Gegenden ableitbar.

    Die einzige sichere Konsequenz, die ich sehen würde, wäre die Aufgabe der Besiedlung von engen Tälern, was eher unrealistisch ist.

    Nächstbeste Lösung ist die komplette Eindeichung der Bebauung, selbst gegen kleine Flüsse, damit der unbebaute Bereich zur Überflutungsfläche werden kann und somit zumindest in breiteren Tälern die Wucht etwas gebremst wird.

    Aber wenn man gesehen hat, wie buchstäbliche Rinnsale Häuser gefressen haben und sogar einfache Straßen zu reißenden Flüssen wurden, dann sind die baulichen Anpassungen in solchen Gegenden ab einer bestimmten Niederschlagsmenge einfach nur noch ein netter Versuch... .

    Da stellt sich doch die Frage, wie viele Frauen und Intersexuelle Menschen haben denn wirklich ein ernsthaftes Problem und fühlen sich durch das generische Maskulinum diskriminiert?

    Mir stellt sich dazu noch die Frage, wie viele der "sprachlich benachteiligten" Menschen sich erst seitdem durch die Sprache diskriminiert fühlen, seit sie von allen Seiten darauf hingewiesen werden, dass der bisherige Sprachgebrauch diskriminierend sei und dringend reformiert gehöre.

    Diese extreme ideologische Beladung von Worten war IMHO vorher im allgemeinen Sprachgebrauch nicht vorhanden, man hat die Floskeln und Worte gebraucht, weil sie gebräuchlich waren, ohne vorher ein etymologisches Wörterbuch zu Herkunft und versteckten Bedeutungsebenen zu bemühen oder damit eine politische Botschaft zu verbinden.

    Das mag gedankenlos gewesen sein, aber die Diskriminierung in einem Wort an sich zu sehen und nicht im geläufigen Gebrauch ist für mich ein künstliche Beladung und, mit entsprechender Verbreitung der Diskussion, eine self-fulfilling prophecy.

    Die Diskriminierung bzw. Exklusion entstand so vielleicht in vielen Fällen erst dadurch, dass man mit der Diskussion die entsprechende Bedeutungsebene nicht unbedingt erst erschaffen, aber zumindest deutlich verstärkt hat.

    Es ist auch eine Bildungslücke.

    Du bist auch eine Bildungslücke. :face_with_rolling_eyes: Mit Bildungslücke bezeichnet man eine Lücke in der Allgemeinbildung. Fachausdrücke der Meteorologie sind ganz sicher kein Teil der Allgemeinbildung, sondern Spezialwissen. Akzeptiere einfach, dass du Blödsinn geschrieben hast und schweig endlich dazu.

    Insgesamt sollte das Schweigen in diesem Faden kultiviert werden, wenn man nichts zum Thema beitragen kann und es stattdessen nur zu Nicklichkeiten kommt.
    So ein Faden liest sich wesentlich angenehmer, wenn die Teilnehmer nicht explizit die Ecken und Kanten in Beiträgen suchen würden, um sich daran zu stoßen und ein theatralisches "Aua" von sich geben zu können.

    Danke für die Konkretisierung.

    Das Gewaltmonopol habe ich auch nicht infrage gestellt.

    Das Gesetz macht den Unterschied, dass ein Polizist in seiner Funktion notwendige Gewalt ausüben darf, die beim Normalbürger strafbewehrt wäre.

    Meiner Auffassung nach ist aber das hier oft erwähnte "nicht wissen, was vorher passiert ist..." völlig unerheblich bzw., wenn darauf reagiert wurde, sogar ein Indiz für unrechtmäßiges Verhalten, denn die Staatsgewalt hat in jeder Situation nur so viel Gewalt anzuwenden, wie für die Durchsetzung der Gesetze und die akute Gefahrenabwehr notwendig ist - und die Reaktion auf Provokationen, die Rache und Vergeltung von mutmaßlichen Straftaten des Verdächtigen sind ein deutliches Zeichen von nicht gerechtfertigter Gewalt.

    Schuld und Strafmaß wird in einem Rechtsstaat immer noch von einem ordentlichen Gericht festgestellt und ausgesprochen und nicht von der Polizei.

    Dieses Zugestehen bedeutet ja keine Straffreiheit sondern eine strafmindernde Wirkung. Sobald aber ein Polizist eine Affekthandlung begeht, ist er meiner Auffassung nach nicht mehr ausführende Staatsgewalt sondern voll persönlich haftbar. Und anwesende Kollegen haben ihn davon abzuhalten, um sich nicht persönlich der Beihilfe schuldig zu machen.

    Ich denke, man sollte keine Seiten sehen, sondern die konkrete Sache.

    Prinzipiell bedeutet für mich aber das Gewaltmonopol des Staates, dass es eine unpersönlich ausgeübte Gewalt sein muss, die sich strengstens an Recht, Gesetz und das notwendige Mindestmaß halten muß und keinesfalls provozierbar, eine Bestrafung oder gar eine Rachehandlung sein darf. Und da ist der Maßstab für einen Polizisten (oder gar gemeinschaftlich handelnde Polizisten) wesentlich höher anzulegen als an eine eigenverantwortlich handelnde Person, der man durchaus Affekt und ähnliches zugestehen darf.

    Ein Polizist im Dienst hat sich im Griff zu haben, sonst handelt er nicht in seiner Funktion und ist entsprechend persönlich strafrechtlich verantwortlich.

    Liebe Trainerin! Dein ganzer Beitrag könnte von mir geschrieben sein. Ich habe das alles hinter mir. Ganz kurz: ich war schon beim Anwalt und hatte mich endlich zur einer Trennung entschlossen, da erkrankte mein Mann an Krebs. Ich hätte es nicht geschafft, ihn in dieser Situation zu verlassen und habe ihn zu Hause bis zum letzten Atemzug gepflegt, sonst hätte ich mir Vorwürfe gemacht. Habt ihr ein eigenes Haus? Stehst du mit im Grundbuch? Hoffentlich. Trenne dich zeitnah von ihm, sonst gehst du kaputt. Ich kann mich genau in dich hinein versetzen. Es ist dein Leben! Ich wünsche dir alles Gute und lasse dich einmal drücken, wenn auch nur virtuell. 🤗🤗

    Was gefällt dir nicht an meiner Antwort, Regenbogen. Wäre interessant zu wissen.

    Reaktionen zu hinterfragen ist vor allem von persönlichem Interesse und sollte deshalb auch ausschließlich per PN erfolgen - an dieser Stelle macht man damit nur eine Parallel-Diskussion auf, die das Thema kein Stück weiter bringt.

    ein nicht beliebig austauschbares Moderatorenteam

    :rolling_on_the_floor_laughing::rolling_on_the_floor_laughing::rolling_on_the_floor_laughing::cat_with_tears_of_joy:


    Oje - du denkst wirklich, du seist nicht austauschbar? Aha, naja... du arbeitest ansonsten? Wer arbeitet und denkt, er sei nicht austauschbar, hat ein Problem - der klassische Burnoutler.

    Oh, von meinen Fähigkeiten bin ich sicher für dieses Forum ersetzlich - die Frage ist nur, ob sich Ersatz findet und nur darauf bezieht sich das "beliebig".