Posts by Kulturschaffender

    Menschen die das politische System ablehnen, weit links oder weit rechts bewegen, sich antidemokratisch verhalten, den Staat als Feind betrachten, lehnen meist auch die Medien ab, misstrauen den Medien.

    Nicht nur. Ich bin gelernter DDR-Bürger. Warum hätte ich den DDR-Medien vertrauen sollen? Und diese kritische Distanz ist geblieben, und so wird es vielen ehemaligen Ostdeutschen gehen, nicht nur Extremisten.

    Das Problem liegt auch darin, wie uns Shojo schon darlegte, dass die deutsche Sprache zu jedem Substantiv einen Artikel verlangt, für den es eben bisher nur m/w/s gibt. In anderen Sprachen ist das nicht so, und ich habe auch noch nicht wahrgenommen, dass diese Diskussion woanders ebenso intensiv geführt wird wie hier. Vielleicht sollten wir Deutschen da ein wenig auf dem Teppich bleiben und uns nicht für den Nabel der Welt halten.


    In einem verlinkten ZDF-Video wurde sogar die Frage gestellt: "Führt Gendern zu einer besseren Welt?" Wenn das nicht schon Überheblichkeit ist ...

    Ich könnte jetzt zurück fragen: warum ist das eine o.k., aber das andere nicht? Und: konnte man mich überhaupt so verstehen?

    Bei uns gibt es ein Sprichwort: "Du Feigling, lass MICH hinter den Baum!"


    Das soll heißen: Wer nur auf die offiziellen Medien schwört und nichts anderes anschaut, will sich meist unangreifbar machen. Damit fällt das Schubladisieren Anderer leichter und derjenige wähnt sich auf der "richtigen" Seite.


    Dabei sagen sogar Vertreter der ÖR-Medien in Interviews, dass auch für sie eine 100%ig objektive und umfassende Berichterstattung gar nicht möglich ist. Schon alleine deswegen, weil priorisiert werden muss, und das tun Menschen.

    Was ich unschön und echt mutig finde, ist, wenn bauchpummelige Frauen den Bauch freitragen, über die Hüfthose hängend, noch mit Bauchnabelpiering und dann ein Oberteil anhaben, was nur bis zur Taille reicht. Das sehe ich sehr oft. :confounded_face:

    Das sah ich das erste Mal im Jahre 2000 in Irland. Gefühlt gab es damals in Dublin überhaupt keine "schlanken" Frauen, obwohl "skinny" überhaupt nicht mein Idealtyp ist. Aber dort rannten alle so herum. Man gewöhnte sich daran.


    Nach wie vor glaube ich jedoch nicht, dass bei allen Verfechter*innen des "individual style" keinerlei Konventionen gelten. Wie kleidet Ihr Euch bei einem wichtigen Bewerbungsgespräch? Oder: Beim Wiener Opernball?

    Wieso? Also ich fühle mich oftmals in einem Kleid wohler als in einer Jogginghose.

    Ich mein jetzt eher bei Mistwetter auf dem Sofa. Die halbe Lüge besteht wohl darin, dass in der Öffentlichkeit noch ein paar Faktoren mehr eine Rolle spielen als nur das Wohlfühlen allein. Ich las auch schon "Ungeschminkt fühle ich mich nicht wohl", obwohl man das selbst gar nicht sieht.

    So ähnlich wie mit der Sprache dient Kleidung manchmal auch als Identifikationsmerkmal einer Gruppe und zur Abgrenzung gegenüber anderen Gruppen, Als Beispiel fällt mir Gothic ein, alljährlich zu besichtigen beim WGT in Leipzig.

    Zu meiner Jugendzeit waren das BlueJeans und Schlaghosen. Heute ist eine Jeans wohl das meistgetragene Kleidungsstück überhaupt und an kein Alter gebunden.

    Ein paar Klischees gibt es aber immer noch. Mit Anzug und Krawatte assoziiere ich einen Politiker oder Bankmitarbeiter.

    Uniformähnliche Kleidung auf Demos ist seit kurzem verboten.

    Wer öffentlich Lack, Leder oder Gummi (Latex) trägt, wird entweder dem Horizontalen gewerbe oder der S/M-Szene zugeordnet.


    Das mit dem "Wohlfühlen" halte ich für eine halbe Lüge. Sonst gäbe es nur Jogginghosen.

    aber die anderen Beispiele sind korrekt.

    Ein Neutrum wäre "das Fachkraft", "das Wache", "das Waise", "das Berühmtheit" etc.

    Nein. Ich gebe Dir ein Beispiel: Leiter.


    der Leiter: entweder ein Mensch (Chef) oder ein unbelebter elektrischer Leiter.

    die Leiter: da steigst Du drauf, um das Fenster zu putzen oder zu streichen. Die Leiter selbst ist aber unbelebt., obwohl sie ein grammatikalisch feminimes Genus trägt.


    Das ist das Hauptproblem deutschen Sprache. Im Englischen brauchst Du fast nur "the".

    Meiner Meinung nach irrst Du Dich hier. Alle Beispiele, die Du aufführst, sind entweder ein Neutrum, etwa "die Fachkraft" oder Plural, "die Leute". (Ein "Leut" gibt es gar nicht.) Du verwechselst schlicht den grammatikalischen und den natürlichen Genus eines Artikels.


    „der“, „die“ oder „das“?
    Beim Genus gibt es im Deutschen drei Alternativen. Da ist es gut, zu wissen, worauf man achtgeben muss, wenn man den Artikel wählt.
    www.deutsch-perfekt.com

    Aus dem taz-Artikel: (kursiv: Zitat)


    In einer Sprache des generischen Maskulinums scheinen sich die Geschlechter übersichtlich und in traditionellen Rollen wohlgeordnet zu befinden.


    Nee. Wenn man sich auf Generisches einigen könnte, wie Nele Pollatschek das vorschlägt, wäre darin kein Geschlecht und damit alle enthalten. Die Gewöhnungsleistung läge nur in der anderen Bedeutung. Eben nicht "maskulin", sondern "alle".


    Das eine hängt mit dem anderen zusammen – und wer nun welchen Kampf zuerst führen will, diese Entscheidung sollten wir den Kämpfenden überlassen.


    Ach nee. Wer sind "die Kämpfenden"? Darüber reden unerwünscht?


    Aus den Communitys heraus entstand der Wunsch, eine respektvolle Sprache zu erfinden und zu verwenden, die Menschen anspricht, die sich mit dem generischen Maskulinum unsichtbar gemacht fühlen.


    Interessant. Danach frage ich schon die ganze Zeit. Bisher wurden aber keine genannt. Nicht einmal einen Verein kenne ich.


    Im Alltag werden sich manche mit Sprache wenig auseinandersetzen und deshalb nicht gendern. Anders wäre es schöner, aber das ist schon okay.


    Wie gnädig.


    Wer sich jedoch damit auseinandersetzt, wer darum gebeten wird und sich trotzdem dagegen entscheidet, muss damit leben, dass die, die in der Sprache auch gern ihren Platz hätten, das nicht sonderlich respektvoll finden.


    So kann man, Entscheidungsfreiheit vortäuschend, trotzdem "gut" und "böse" definieren.

    Weil du wahrscheinlich weder bei der NVA, Bundeswehr und/oder Sportvereinen warst. Da ist sowas normal. In Schwimmbädern übrigens auch.

    Ich hab das so verstanden, dass Hikleines in einer JVA arbeitet oder gearbeitet hat. Von daher glaube ich ihr unbedingt.



    Nur soviel zu irgendwelchen Duschkabinen.

    In einem neu gebauten Dresdner Schwimmbad sind Männer- und Frauenduschen getrennt, aber in jedem Duschraum mehrere Brausen angebracht.

    In der Familiensauna, die ich gern besuche, gibt es keine getrennten Duschen.


    ad rem: Ich weiß nun nicht, ob Transpersonen auch ohne geschlechtsangleichende OP einen offiziellen Nachweis ihres Geschlechtes haben. Wenn ja, ist die Sache eindeutig. Eine Transfrau, deren Penis erektionsfähig ist, macht die Sache kompliziert, wenn das nicht so ist.

    Ich könnte mir vorstellen, dass bei der Einweisung in eine JVA "dem Anschein nach" verfahren wird, wenn das Personaldokument nichts anderes sagt.

    Ja. Allerdings wusste meine Hausarztpraxis nicht, was mit der diesjährigen Grippeimpfung wird, als ich mir meine zweite Covidimpfung abholte. War am vergangenen Montag.

    Die Praxis wird im September oder Oktober erfahren, wieviel Impfstoff geliefert wird. Aber du bist ja "vorgemerkt" (es sei denn, im Oktober heißt es dann "wer zuerst kommt...")

    Es geht mir nicht um Corona, da bin ich mit der zweiten durch. Ich meinte die ganz normale Grippeschutzimpfung, die ich mir schon seit Jahren hole und fragte eben danach. Man konnte es mir nicht sagen.