Posts by Comran

    wird das Virus eine Repoduktion haben, die von der Immunisierung des Umfeldes abhäng

    Naja eher wohl eben gerade nicht - wenn geimpfte nach und nach wieder zu normalen Übertragern (ohne eigenen Krankheitsverlauf) werden, weil der Iga-Spiegel sinkt. So sprach St. Drosten.

    Dass die Antikörper zurückgehen, wird ja durchaus diskutiert - genauso wie mögliche Maßnahmen der Impfauffrischung. Insofern ist das ja kein Widerspruch. Die Immunität wird ja nicht ewig halten.


    Der große Vorteil nach der Impfung über Monate ist aber, dass der Rückgang nicht schlagartig bei der ganzen Bevölkerung sein wird. Eine Pandemiewelle, wie das Virus auf eine komplett unimmunisierte Bevölkerung traf, wird in dieser Größe nicht mehr auftreten. Aber ja, es wird epidemische Spitzen geben. Aber auch die hängen ja mit der akuten Immunisierung zusammen.

    Ich probierte mal mit einem Kumpel einen millimeterbreiten Schnitt von einer Bhut Jolokia. Wir waren 20 Minuten quasi ausgeknockt und konnten uns nur noch japsend um lindernde Maßnahmen bemühen. :face_with_tears_of_joy:


    Seitdem weiß ich, dass "immer schärfer = immer besser" keinen Sinn ergibt. :confounded_face:


    Die Thai kann ich auch nicht pur essen, aber koche sehr gerne damit. Das ist so die Grenze, was ich als Nahrungsmittel einstufe.

    Wenn sich ca. 70-80 Prozent der Menschen in Deutschland weigerten, sich impfen zu lassen, was würde die Bundesregierung dann machen?

    Ziel der Maßnahmen ist, die gesellschaftliche Infrastruktur - vor allem im Gesundheitswesen - aufrechtzuerhalten. Nicht, jede Infektion zu vermeiden.


    Das muss man sich immer wieder in Fettschrift vor Augen halten.


    Die Politik hat nicht das Ziel, jeden zur Impfung zu zwingen.


    Wenn die Folgen der Pandemie durch ausreichend Immunität so weit runtergedrückt werden können, dass ohne Schutzmaßnahmen eben nur noch 200 Covid-19-Intensivpatienten versorgt werden müssen und nur noch 100 Menschen pro Jahr wegen Long Covid erwerbsunfähig werden, gibt es keinen Grund mehr, besondere Maßnahmen zu ergreifen.


    Ich denke, 80% Impfquote sind eine Garantie, dass die Pandemie trotz normalen Lebens abebbt. Bei 70% ist es auf der Kippe. Wenn aber Auffrischungen der Impfung nötig werden oder während des guten Sommers Impfmüdigkeit eintritt, dann will ich nicht ausschließen, dass zum Ende des Jahres wieder Maßnahmen nötig werden. Ein Impfzwang benötigt aber eine sehr gute Begründung. Eher halte ich es vor einem Impfzwang rechtlich für vertretbarer, Ungeimpfte dann gezielt von Massenveranstaltungen auszuschließen. Was man ja eigentlich vermeiden müsste.


    Impfzwang wäre die ultima ratio und ich halte das nicht für realistisch. Aber man muss sich vor Augen halten, dass es eine Reihe anderer Nachteile gibt, die möglicherweise auf Ungeimpfte warten.

    Chili ist eine feine Sache

    Oh ja, ich züchte schon seit fast 10 Jahren. Mit italienischen hatte ich angefangen, heute habe ich eine reine Thai-Linie (brutal scharf) und eine gemäßigtere südamerikanische mit sehr viel Fruchtfleisch. Die Früchte friere ich vom Strauch immer ein, dann bleibt neben der Schärfe auch das Paprika-Aroma erhalten. Die Samenshoten kommen nach der Samenentnahme in die Mühle für Öl oder Würzung.


    Wie überwinterst du die Pflanze? Im Kübel drinnen?

    Gar nicht - hab mich noch nicht getraut, Damiana selbst heranzuziehen. Ich weiß auch gar nicht, ob das in unseren Breiten überhaupt Ertrag bringt. Ich kaufe die Pflanze immer vorgeschnitten.

    Dass die Ungeimpften sich innerhalb von 1,5 Jahren alle anstecken und sterben oder Immunität aufbauen, halte ich für eher unwahrscheinlich. Wieso sollten sich auf einmal noch mehr als jetzt schon anstecken?

    Die natürliche Reproduktion wurde auf R0 ~ 3,5 geschätzt, als die Pandemie losging. Zumindest konnte man das anhand des exponentiellen Wachstums vor den Maßnahmen 2020 relativ gut modellieren. Das hätte ausgereicht, um ohne Maßnahmen binnen 3 Monaten 20 Millionen Menschen in Deutschland zu infizieren, ohne dass eine spürbare Bremse durch Immunität eingetreten wäre.


    Es werden sich sicher nicht wörtlich alle anstecken, die nicht immunisiert sind. Aber wenn wir eines Tages in ein normales Leben zurückkehren, wird das Virus eine Repoduktion haben, die von der Immunisierung des Umfeldes abhängt. Treffen sich Ungeimpfte theoretisch fast ausschließlich unter Ihresgleichen (Querdenker-Kommune oder so was) und einer schleppt das Virus ein, wird es sich logischerweise mit einer Reproduktion von R~3,5 dort ausbreiten. Hat man einen normalen durchmischten Kontakt, reduziert sich die Reproduktionsgeschwindigkeit mit dem Maß der gesellschaftlichen Immunität.


    Ist die Immunität 70%, läge der Reproduktionsfaktor leider immer noch knapp über 1. Reicht für ein gedämpftes, aber immer noch exponentielles Wachstum. Und 25 Millionen potenzielle Wirte sind immer noch genug, um bei diesem Wachstum nach einigen Monaten auf ordentliche Infektionszahlen zu kommen. Wann der Verlauf durch zu geringe Reproduktion wieder rückläufig und epidemisch wird, lässt sich abhängig von der Reproduktion und den verbliebenen Wirten ja relativ gut durchrechnen. Ich glaube schon, dass sich ein Großteil der Nicht-Immunisierten anstecken wird.

    Selbstgemachte Marmelade war eine Tradition im Elternhaus, da wir auf dem Grundstück auch eigentlich alle Sorten von Beeren hatten. Ist mir aber zuviel Arbeit, und nach dem Tod meiner Eltern mussten die Käufer des Hauses erst mal einige Jahrgänge Marmelade entsorgen.


    Ansonsten mache ich selbst:


    - Bier brauen

    - Mirabellenschnaps brennen

    - Seit 12 Jahren probiere ich mich an einem Whisky, mache pro Jahr 0,5l und öffne dieses Jahr die erste (wenn's kacke schmeckt, waren die 12 Jahre halt für die Katz)

    - Damiana-Likör

    - Abgefahrene Grillsaucen einkochen - mit viel Chili aus eigener Zucht

    Und wenn nun aber doch Monate, Jahre... irgendetwas von einer Impfung kommt.

    Wie nennt man das denn dann?

    Spätschaden. Aber wie lange muss deiner Meinung nach gewartet werden, bis der Impfstoff in deinen Augen sicher genug ist?


    Es gibt für Impflangzeitschäden ein prominentes Beispiel, das ist Pandemrix. Das Auftreten dieser Schäden ist dermaßen selten (7/100000 soweit ich mich erinnere), dass es extrem lange dauerte, bis überhaupt eine Verbindung zur Impfung hergestellt werden konnte.


    Ansonsten führt das Paul-Ehrlich-Institut ja eine penible Datenerhebung über Impfschäden und Verdachtsfälle. Bei keinem Medikament würdest du dir so viele Gedanken machen, obwohl du dabei auch keine Informationen bekommst, wann es freigegeben wurde und wie groß die Erfahrung ist, stimmt's?


    Bevor man den Verdacht äußert, ich möchte dich zur Impfung überreden: Nein, ich würde niemanden zur Impfung überreden, weil das eine persönliche und subjektive Risikoabwägung ist. Aber mir ist es immer sehr wichtig, dass diese persönliche und subjektive Entscheidung aufgrund einer möglichst klaren Sicht auf die Dinge getroffen wird. Und eben nicht aus dem Bauch. Wenn du am Ende doch keine Impfung möchtest, ist das dein Ding.

    In naher Zukunft möchte ich auch noch ein Kind bekommen. Hab dann natürlich Angst, dass es durch die Impfung zu keiner Befruchtung kommt und/oder zu Abgängen.

    Das ist interessant - die Müttersterblichkeit in Deutschland beträgt 3,5 Promille. Das bislang bekannte Risiko schwerwiegender Komplikationen im Zusammenhang mit der Corona-Impfung beträgt 0,2 Promille.


    Nach aktuellen Kenntnissen hast du als Schwangere ein 17-fach höheres Risiko als bei einer Corona-Impfung. Oder anders ausgedrückt: Die Schwangerschaft ist statistisch gefährlicher als Covid-19 und die Impfung zusammen.


    Die Relationen sollte man gelegentlich mal sacken lassen und seine Bauchentscheidung überprüfen, ob sie sich durch Fakten festigen lässt. :grinning_face:

    Sehr gering finde ich das aber nicht gerade, gerade bei AZ. :thinking_face: Die übrigen % sind auf die Masse immernoch jede Menge Menschen, die infektiös sein könn

    Das ist ja relativ. Zum Einen vorweg: Ich halte nichts von verfrühten Rechten für Geimpfte - eben genau aus dem Grund und vor allem, weil wir noch viel zu wenig geimpft haben. Darüber kann man mal reden, wenn wir 70% geimpft haben und die anderen 30% keinen Bock haben.


    Unter der Prämisse wird vielleicht deutlich, warum ich schrieb, dass ich die "Wahrscheinlichkeit, dass Geimpfte die Infektion weitergeben können" für sehr gering halte. Nicht die mögliche Infektiosität an sich.


    Die Gesamtwahrscheinlichkeit ist das Produkt aus


    a) der Wahrscheinlichkeit, dass man akut als Geimpfter eine Infektion hat

    b) der Wahrscheinlichkeit, dass man auf einen Ungeimpften trifft

    c) der Wahrscheinlichkeit, dass der Kontakt von einer Art ist, die tatsächlich für eine Ansteckung geeignet ist

    d) der Wahrscheinlichkeit, dass man zu den x% gehört, bei denen die Infektiosität durch die Impfung nicht verhindert wird.


    Es wird schon dadurch klar, dass diese Kombination schon sehr exotisch wird - und wenn die Impfung das Produkt von a) * b) * c) nochmal um 70% verringert, ist das auch ein erwähnenswerter Anteil.

    Aufgrund dessen bin ich mittlerweile noch skeptischer ... Geimpfte übertragen laut der jetzigen Kenntnisse trotzdem ....

    Das ist seit mehr als einer Woche überholt. Die Studien hierzu aus Israel sind schon durch das Peer Review und veröffentlicht, die Studien aus Großbritannien sind als Preprint im Lancet erschienen. Die mRNA-Impfstoffe schützen fast zu 90% vor einer Infektiosität des Impflings, bei AstraZeneca waren es knapp 70%, über Johnson & Johnson gibt es noch keine Erkenntnisse.


    Insofern ist die Wahrscheinlichkeit, dass Geimpfte eine Infektion weitergeben können, sehr gering. Das war bis vor kurzem noch unklar, aber das sind sehr gute Nachrichten.


    Bin gerade auf dem Sprung, daher nur die kleine Presse hierfür. Die Studien mit den vollständigen Zahlen reiche ich gerne später nach, aber sie lassen sich ja auch auf Pubmed und Lancet recherchieren.


    https://www.deutschlandfunk.de…ml?dram:article_id=495266

    wahrscheinlich haben sie am Telefon nach der Versicherung gefragt oder Du bist in Privatpraxen?

    Nein, alle meine Ärzte haben eine normale Kassenzulassung. Wenn man zu einem neuen Doc geht kommt die Frage nach der Krankenkasse, dann sagt man einmal, dass man Privatpatient ist, und dann steht das im System und ich werde nie wieder nach einer Karte gefragt.


    Beim Zahnarzt muss ich einmal im Jahr die Abtretung an das Zahnärztliche Rechenzentrum unterschreiben, weil das Inkasso nicht durch die Praxis selbst gemacht wird.

    Von mir auch OT: wie weisen Privatpatienten sich sonst aus? Mit dem Perso? Könnte ja jeder kommen und eine Untersuchung machen wollen...

    Bei den meisten Ärzten war ich schon als gesetzlich versicherter Patient bekannt, insofern kannten die mich eh. Ich hatte aber auch schon mal einen Notfall-Zahnarzt am Wochenende in Anspruch genommen und auch mal einen Augenarzt, und musste mich dort nicht ausweisen. Mit der ersten Rechnung würde das ja eh auffliegen. Ich denke mal, die Ärzte gehen da einfach in einen Vertrauensvorschuss.

    Mich stört allerdings dieses " Ich lass mich impfen WEIL ich meine Freiheit wiederhaben will .....

    Das allein ist natürlich ein egoistischer und opportunistischer Grund. Aber es muss dich nicht stören - sei doch einfach auch ein bisschen opportunistisch und freue dich über jeden, der sich impfen lässt, denn das bringt uns der Normalität näher.


    Wäre es dir lieber, mehr Impfskeptiker zu haben und dafür möglicherweise noch Jahre unter ständigem Pandemie-Auf-und-Ab zu leben mit all ihren Einschränkungen? Wer hätte da was gewonnen?