Posts by lilalu

    Wisst Ihr was an der ganzen Sache (mit) am Gemeinsten war. Ich habe die Geschichte erstmals mit 20 Jahren einer Freundin erzählt, diese hat das aber gar nicht verstanden. In einer geselligen Runde mit noch anderen Leuten, hat sie dann die "lustige" Geschichte erzählt, dass ich immer noch nicht darüber weg bin, dass ich als Kind mal nicht das richtige Geschenk bekommen habe. Das hat damals so einen tiefen Schmerz in mir ausgelöst, ich habe mich von der ganzen Welt verarscht gefühlt. Als ob es mir um popplige Geschenke ging, überhaupt nicht wahrgenommen zu werden ist doch 1000mal schlimmer. Ich konnte das übrigens nicht mit der Freundin klären ein dicker Klos im Hals hat mir den Mund verschnürrt.

    Oder sie war der Meinung, ich hätte mich gar nicht ehrlich gefreut und nur so getan, obwohl es nicht stimmt. Das hat mich immer unter Druck gesetzt, möglichst übertrieben erfreut zu sein.

    Meine Mutter hat sich immer, als ich Kind war, etwas selbst geschenkt zu meinem Geburtstag.

    Also ich bekam dann als 8jährige einen Pullover in L oder eine Hose in ihrer Größe. Mit 7 Jahren habe ich einen Damenfahrrad bekommen was mir natürlich viel zu groß war, sie meinte sie nimmt es erstmal, bis ich drauf passe. Ich habe viele Jahre gewartet, als ich groß genug war für das Fahrrad, wusste sie dann (angeblich) nicht mehr, dass sie es einst mir geschenkt hatte. Natürlich stand ich jedes Mal mit dicken Kloß im Hals vor den Geschenken. Daraufhin wurde ich angeschnauzt mich doch gefälligst auch mal zu freuen.

    Ich habe dann als Kind künstliche Freude (für nichts) vorgetäuscht. Damals hätte ich auch lieber gar nichts geschenkt bekommen als dieses verwirrende Psychospiel.

    Ich erklär dir das Rad mal anders und vielleicht fällt ja dann der Groschen: mal angenommen, eine Raucherin findet, dass ihr Rauchen sozial (in ihrem Umkreis von Personen, die drumrum sind, ggf. auch in ihrer eigenen Wohnung) nicht gut ankommt. Sie sieht sich als "Stinkstiefel" (bei Rauchen ist der Gestank besser zu begreifen), der mit seinem Rauch anderen eben stinkt. Und fragt in die Runde: "Hallo, ich würde gern das Rauchen in meiner Wohnung deutlich reduzieren und dadurch sozial kompatibler mit den Nichtraucherfreunden werden. Habt ihr Tipps dazu?"

    Das Beispiel hinkt insofern, weil Rauchen an sich in unserer Gesellschaft schon negativ Stigmatisiert ist. Während das Empfinden von der Teilnehmerin berechtigt ist, vermutlich ist sie mehr introvertiert und ihr Freund mehr extrovertiert. Und ich weiß nicht, ob das möglich ist, dass eigene Temperament zu ändern ohne darunter zu leiden.

    Aber gut ich habe hier auch nicht alles gelesen, vielleicht nimmt die Userin ja Deine Ratschläge gerne an und freut sich demnächst auf unangemeldete Besuche der Schwiegereltern. :upside_down_face:

    Hallo Soulclaw,


    ehrlich gesagt bin ich der festen Überzeugung, dass Kinder, die die aktuelle Pandemie-Lage miterleben (und dabei ein stabiles, fürsorgliches Elternhaus haben), neben den ganzen Problemen auch viel erfahren, mitbekommen und lernen, was sie für die Zukunft wappnet... alleine zu solch wichtigen Fragen, wie: Wie gehe ich mit umfassenden Krisen um? Was bedeutet Zusammenhalt? Worauf kann ich vertrauen?


    Mein elfjähriges Patenkind sagte kürzlich zu mir: "Belladonna, weißt du... ich glaube, wenn wir die Pandemie geschafft haben, können wir alles schaffen!".


    Dabei ist es natürlich ganz wichtig, dass die Eltern dies auch vorleben, nicht den Kopf in den Sand stecken und sich in was-wäre-wenn-Szenarien ergeben.

    100 %ige Zustimmung :thumbs_up_medium_light_skin_tone: .

    Kinder die ein unterstützendes Elternhaus haben werden eher gestärkt aus der Pandemie gehen. Es gibt ja diesen Begriff "Resilienz", psychische Widerstandskraft. Darüber habe ich erst kürzlich gelesen, dass Menschen die in einer heilen Welt aufwachsen meistens weniger resilient sind. Also so bissel Stress schadet nicht.

    Hast Du ihm das auch schon mal genauso gesagt?

    Ja, aber er meint, er empfinde wie ich. Alles doof, alles nervig.
    Das glaube ich ihm jedoch nicht. Weil ich ja sehe, wie sehr es ihm gefällt, wenn er unter Menschen / seiner Familie ist.
    Dann fühle ich mich erst recht wie ein Klotz an seinem Bein.


    Vielleicht wurde es ja Deinem Mann immer so eingetrichtert und seine Eltern erwarten einfach, dass sie jederzeit vorbei kommen können. Und er kann sich gar nicht vorstellen das Menschen eventuell nicht das Bedürfnis haben. Vielleicht ist er ja da selbst zu weit weg von den eigenen Gefühlen und macht nur das was die Eltern fordern.

    Ich aus meiner Wahrnehmung und meinem Empfinden sehe das Problem eher bei Deinem Mann. Wenn mein Freund seine Ruhe haben möchte diskutiere ich doch nicht mit ihm rum, ich respektiere das und das erwarte ich auch umgekehrt.

    Das Leben ist so schon meistens anstrengend genug, da braucht man nicht immer noch sinnlose Treffen, wo man rumsitzt und wartet bis die ein Ende haben.

    Ich kann Dich verstehen, ich mag auch keine Besuche. Vielleicht irgendwie eine Regelung finden das ihr beide nicht zu kurz kommt.

    Wem meint Dein Mann mit "Familie"? Seine Eltern und Geschwister? Oder andere Kinder (das fände ich okay).

    Aber ständig die Schwiegereltern auf der Matte, oje :face_with_rolling_eyes: .

    Profitorientierung. Im Gesundheitswesen. Meine Fresse, diese Gesellschaft hat's nicht anders verdient.

    Das will keiner aus der FDP machen, es ist wohl kein Karrieresprungbrett.

    "In der FDP* wollte das Ressort ohnehin niemand, nachdem es während der letzten Regierungsbeteiligung (2009 bis 2013) gleich für zwei liberale Minister (erst Philipp Rösler, dann Daniel Bahr) nicht gerade ein Karrieresprungbrett war. "

    Gesundheitsminister-Kandidaten: Lauterbachs Traum könnte platzen - das hat drei Gründe
    Die Besetzung diverser Ministerien in der künftigen Bundesregierung steht offenbar. Doch beim Gesundheitsministerium kann das noch etwas dauern. Aus Gründen.
    www.merkur.de


    Es gibt sogar einen Hashtag für Kalle:

    Unter dem Hashtag #wirwollenkarl wird hier seit Wochen für den SPD-Mann Karl Lauterbach* geworben, der selbst ein eifriger Twitterer und vielleicht noch eifriger Talkshow-Gast ist.


    "Und dass er obendrein ein Mann ist, erhöht seine Chancen nicht."

    Vor paar Jahren galt das für Frauen, jetzt sind die Männer dran. Mit Gleichberechtigung hat das doch nichts zu tun.


    Ne, dafür gab es große Unterschiede zwischen den Kindern von systemtreuen Eltern und den Kindern von Eltern, bei denen eine systemkritische Haltung auch nur vermutet wurde. "Deine Eltern waren Akademiker? Dann darfst DU nicht studieren, da musst du mal richtig schaffen gehen, du verweichlichstes Bürgerkind." Wer das unter Gleichheit versteht, der hat ein sehr anderes Verständnis davon als ich.

    Ich weiß jetzt nicht woher Du Dein Wissen beziehst, aber so groß waren die Unterschiede auch nicht. Es kam immer auf das Umfeld drauf an. In meiner Klasse haben auch Akademikerkinder studiert und wenn ich es genau überlege, eigentlich auch nur die....aber lassen wir das.....

    Jedenfalls finde ich die Unterschiede zwischen den Kindern heute größer....