Posts by otako

    Die erste Kontrolle ist nach 3 Wochen Einnahme geplant und dann im 4 Wochen Abstand, zusätzlich ist ein Lungenrönten und Leberultraschall durchgeführt worden.

    Nach längerer Zeit melde ich mich wieder.


    Leider nicht mit guten Neuigkeiten aber eines nach dem anderen. Ich habe bis heute das Hydroxychloroquin eingenommen, nach zwischenzeitlicher Besserung aber nun wieder einen stärkeren Schub bekommen. Heute war ich beim Hautarzt und es wurde beschlossen dass ich ab nächster Woche anfange Methotrexat einzunehmen.


    Gleichzeitig sagte mir das Arzt auch dass dies seine letzte Möglichkeit sei und er dann auch am Ende ist mit seinem Latein wenn es nicht hilft. So habe ich einerseits natürlich Hoffnung dass es hilft, andererseits Angst, dass es wieder nicht hilft und ich erneut ohne Arzt da stehe.


    Meinen Beruf als Maschinenbauer habe ich mittlerweile aufgeben müssen und werde zum Bürokaufmann umgeschult.


    Mal schauen, heute ist meine Stimmung etwas gedrückt :face_with_rolling_eyes:

    Welche Creme benutzt du? Die komplette Serie von Eucerin ist sehr gut. Die Creme gegen extrem trockene Haut und ein Akutspray gegen Juckreiz, wirkt sofort. Hat man dir zusätzlich keine Puva angeboten?

    Ich nutze entweder die Optiderm Basiscreme (https://cdn.shop-apotheke.at/i…eme-creme-A4727271-p1.jpg), wenn die Haut aber offene Stellen hat und das enthaltene Urea brennt dann verwende ich in der Apotheke angemischte Cremes aus Oliven oder Jojobaöl.


    Puva hat man mir bisher nicht angeboten, weil die Diagnose Lupus erythematodes eigentlich UV Bestrahlung ausschließt da man davon ausgeht dass UV Strahlung einer der Trigger ist für einen neuen Schub.


    Da ich diese Woche stärkere Nebenwirkungen spüre, hauptsächlich Kopfschmerzen und ein starkes Schwächegefühl habe ich mich beim Hausarzt krank schreiben lassen, dabei wurde auch gleich ein EKG durchgeführt um ein mögliches Long QT Syndrom als Nebenwirkung auszuschließen, wir haben uns darauf geeinigt erst einmal alle 3 Monate ein neues EKG zu schreiben.

    Ich wünsche dir, daß das Chloroquin hilft und die Nebenwirkungen sich im Rahmen halten!

    Danke! Heute ist der 5. Tag der Einnahme und ich habe heute 14 Stunden geschlafen, nun leichte Kopfschmerzen. Wirkung ist noch keine zu verspüren, die sollte wohl frühestens nach 4 bis 12 Wochen eintreten.


    Ansonsten kämpfe ich zurzeit mit extrem trockener Haut und Juckreiz, bin auch ständig am eincremen damit es erträglicher ist.

    Guten Abend zusammen,


    ich habe Neuigkeiten. Der Augenarzt hat sein Okay gegeben und heute habe ich mein Rezept für das Hydrodychloroquin bekommen. Die erste Tablette habe ich gleich vormittags genommen und die nächste vor einigen Minuten. Ich werde also zweimal täglich eine Tablette nehmen, eine morgens und eine Abends, jeweils 200mg.


    Nebenwirkungen verspüre ich bisher noch nicht, aber das wird sich wohl auch erst in den nächsten Tagen zeigen ob ich welche habe oder nicht. Geplant ist eine erste Kontrolle des Blutbilds in 4 Wochen, beim Augenarzt sollte ich zum ersten mal nach 6 Monaten wieder zur Kontrolle kommen, geplant sind dann Kontrollen im 6 Monats Rhythmus. Noch dazu haben mehrere Ärzte um meine Hautprobe angefragt da das klinische Bild wohl ziemlich selten sein dürfte.


    Ich bin jetzt erst einmal froh, eine Diagnose zu haben und mit der Therapie beginnen zu können, alles weitere muss nun die Zeit zeigen.

    Super vom Hautarzt.

    Ich wünsche Dir, dass der Augenarzt sein ok gibt und die neue Therapie schnell und gut greift.

    Danke, ich hoffe auch dass es langsam mal besser wird. :frowning_face:



    Ich möchte dir absolut keine Angst machen und hoffe, daß die neue Therapie wirksam ist. Hydroxychloroquin wird bei verschiedenen Krankenheiten eingesetzt, u.a. bei Malaria. Dieses Medikament führt bei vielen Patienten zu starken Nebenwirkungen, vor allem zu Übelkeit und Erbrechen. Dein Arzt kann dir ein Medikament zusätzlich verordnen, das gegen Übelkeit und Erbrechen hilft, damit du für den Fall des Falles etwas zu Hause hast. Hydroxychloroquin kann die QT Zeit im EKG verlängern, eine regelmässige EKG Kontrolle wäre sinnvoll. Ich wünsche dir alles Gute!

    Ja da habe ich auch etwas bedenken. Aber, so blöd es sich auch anhört, ich bin erst einmal froh überhaupt eine Diagnose bekommen zu haben. Nach mehreren Jahren von Arzt zu Arzt und jeder stellt nur eine unspezifische Entzündung fest, kann aber nicht helfen belastet einen doch sehr.


    Ich werde mit dem Arzt natürlich darüber sprechen und versuche auch bis nächsten Donnerstag soviel wie möglich zu recherchieren um auch ja nichts zu vergessen was ich fragen möchte. Beim Telefonat haben wir auf jeden Fall schonmal regelmäßige Blutkontrollen besprochen, genaueres wird er mir dann am nächsten Donnerstag beim Termin sagen. Ich vertraue ihm schon dass er Risiken und Nebenwirkungen kennt, vor allem da ich bereits bei meinen Recherchen herausfinden konnte dass sehr viele Ärzte Hydroxychloroquin ohne vorherige Kontrolle beim Augenarzt verschreiben.


    Dennoch freue ich mich auf die Therapie da ich das Baricitinib letzten Donnerstag abgesetzt habe und die Halbwertszeit im Körper laut Arzt maximal 3 Tage beträgt quält mich seit gestern ein irrsinnig starker Juckreiz weswegen ich mich auch diese Woche habe krankschreiben lassen. Mehr als eine Badehose kann ich im Moment einfach nicht tragen weil alles zu noch mehr Juckreiz führt.

    Es gibt noch einmal Bewegung, ich habe gestern Abend noch einen Anruf meines Hautarztes bekommen. Da ihm der Fall keine Ruhe ließ hat er die Hautprobe in ein 500km entferntes Uniklinikum geschickt dessen Pathologe eine Koryphäe auf dem Gebiet seltener Hautkrankheiten wäre.


    Dieser stellte anhand 2 verschiedener Hautproben die im Abstand von 3 Monaten vom Hautarzt genommen wurden die Diagnose papulöser Lupus erythematodes mit zusätzlichen ekzematösen Aspekten DD: ungewöhnliche atopische Dermatitis, chronisch spongiotisch. Allerdings mit dem Zusatz so ein komplexes Krankheitsbild wie meines habe auch er noch nicht in solcher Ausprägung gesehen.


    Daraufhin hat mir der Arzt geraten nicht wie geplant mit den Ebetrexat Tabletten zu beginnen sondern eine Therapie mit Hydroxychloroquin und das Ebetrexat als "Plan B" in der Hinterhand zu behalten. Heute habe ich mir die Überweisung zu einem Augenarzt abgeholt da vor der Einnahme von Hydroxychloroquin eine Augenuntersuchung notwendig ist, der Termin dafür ist am Montag, 2. August.

    Meine Diagnose steht wohl aufgrund der histologischen Untersuchung fest, das klinische Bild passt dem Arzt auch und er meinte es wäre Pityriasis lichenoides chronica.


    Die Therapie mit Olumiant wird damit beendet, nächsten Donnerstag soll ich anfangen einmal pro Woche 10mg Methotrexat einzunehmen, zusätzlich Folsäure in Tablettenform.


    Ich bin einerseits erleichtert weil endlich ein Ergebnis bei einer Biopsie vorliegt, vorher waren es immer nur unspezifische Entzündungsreaktionen, andererseits aber auch wieder besorgt weil ich neue Hoffnung in das neue Medikament stecke und die in den letzten Jahren regelmäßig zerstört wurde. Das ganze hat mich psychisch doch sehr mitgenommen, vor allem jetzt wo es in langen Klamotten kaum auszuhalten ist wenn man das Haus verlässt. Aber was solls, schlimmer kanns ja kaum noch werden. :face_with_raised_eyebrow:

    So ich melde mich mal mit einem kleinen Zwischenstand.


    Ich befinde mich immer noch in der Therapie mit Prednisolon und Nerisona Salbe, der Erfolg bleibt leider bisher aus. Der Juckreiz ist zwar mittlerweile nur mehr gering aber dennoch vorhanden weshalb ich zum schlafen Handschuhe anziehe um mich nicht zu kratzen.


    Nach meiner Recherche würde das nicht anschlagen des Kortisons auch auf Prurigo Nodularis bzw. lichen simplex chronicus deuten da beide Erkrankungen äußerst therapieresistent sind und auf Kortison wenig bis nicht reagieren. Am 22. habe ich dann meine Befundbesprechung der Biopsie, ich bin schon sehr gespannt was raus kommt.

    nur der vollständigkeit halber:

    die gamma-linolensäure soll nicht auf die haut aufgetragen, sondern oral eingenommen/verzehrt werden.

    Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt, das Nachtkerzenöl habe ich in Kapselform zu mir genommen, tut mir leid für das Missverständnis.


    Eine Biopsie ist genau der richtige Weg. Die Gewebeprobe wird in ein histologisches Labor geschickt und dort mikroskopisch genau untersucht.

    Leider haben die 3 bisher durchgeführten Gewebeproben nur eine "chronisch spongioitische Ezkemreaktion" als Diagnose gebracht, ohne eine konkrete Diagnose stellen zu können. Die neu aufgetretenen Knötchen geben mir in gewissem Sinne die "Hoffnung" eine Diagnose zu bekommen. Irgendwann ist man soweit dass man nur wissen will was Sache ist. :frowning_face:



    Leider sieht man im großen Blutbild alleine nur wenig, was Mängel angeht. Meist sieht man hier erst etwas, wenn sehr schwere Mängel vorliegen.

    Besser wäre ein zusätzliches testen der Elektrolyte, wie Magnesium, Calcium, Phosphor ect. Und darüber hinaus noch B12, Zink, Selen, Mangan, Folsäure, Ferretin, Vit. D und evt. Kupfer.

    Leider zahlt die Krankenkasse hier nicht alles. Man kann aber im Internet googeln, was die einzelnen Werte kosten und wofür die Vitamine und Mineralstoffe im Körper gebraucht werden.

    Manches kann man auch selbst vorab schon etwas einschätzen, wenn man schaut, wie man sich ernährt und wie die Verdauung im allgemeinen ist. Sind noch viele halbverdaute Nahrungsreste im Stuhlgang vorhanden, ist der Stuhlgang sehr voluminös, sehr hell in der Farbe usw. Lange Rede, kurzer Sinn, eine unzureichend verdaute Nahrung kann Mängel begünstigen.


    Du kannst ja auch erstmal das Ergebnis der Biopsie abwarten und dann weiterschauen.

    Ich werde auf jeden Fall auch in diese Richtung weiter schauen, ein Mangel an Mineralstoffen kann ja durchaus großen Einfluss auf solche Krankheiten haben. Den Vitamin D Mangel kann ich mir dadurch erklären dass ich vor allem in der warmen Jahreszeit nur außer Haus gehe wenn es absolut notwendig ist und selbst dann direkte Sonne immer meide weil ich sehr schnell stark zu schwitzen anfange und Kreislaufprobleme bekomme.


    edit:


    Wenn man Johanniskraut verwendet, sollte man die Sonne meiden. Phototoxische Wirkung.

    Davon wurde mir vom Psychiater abgeraten weil es Wechselwirkungen bzw. verstärkte Nebenwirkungen mit dem Escitalopram haben könnte welches ich auch einnehme gegen meine seelische Belastung.

    So ich bin zurück vom Arzt. Nach einer kurzen Untersuchung der neu aufgetretenen Knötchen und bevor ich selbst einen Verdacht äußern konnte meinte er dass er entweder die angesprochene Prurigo Nodularis bzw. lichen simplex chronicus vermutet.


    Es wurde eine Biopsie durchgeführt und lichen simplex chronicus könnte man wohl eindeutig erkennen wenn es sich darum handelt.


    Als Akutmaßnahme habe ich 25mg Prednisolon Tabletten als Stoßtherapie bekommen für 12 Tage, bis dahin ist auch das Ergebnis der Biopsie da.


    Ein ausgeglichener Vitamin- und Mineralstoffhaushalt ist für jede Art der Heilung im Körper wichtig. Da würde ich mich mal ein bisschen einlesen und bei Verdacht, dass ein oder andere noch testen lassen.

    Da hast du wohl vollkommen recht. Bevor ich die Baricitinib Tabletten bekommen habe ist auch ein sehr großes Blutbild erstellt worden in einem Speziallabor in der nächsten größeren Stadt, laut Arzt wurde dort nichts auffälliges festgestellt sonst hätte ich die Tabletten nicht einnehmen dürfen.


    Bei allen atopischen Ekzemen sinnvoll: Bäder mit Meersalz aus dem toten Meer und Bäder mit Balneum Hermal F, rückfettend. Beides rezeptfrei in der Apotheke. Balneum Hermal F hat eine sehr effektive Wirkung. Gegen Juckreiz kann Eucerin akut Spray helfen.

    Das habe ich als so ziemlich eine der ersten Maßnahmen versucht und die Salzbäder leider überhaupt nicht vertragen, trotz sofortigem eincremen mit rückfettenden Cremes.


    Wenn nicht schon geschehen, versuche Nachtkerzenöl oder Borretschöl! Darin enthalten ist Gamma-Linolensäure. Du kannst auch die Barrierefunktion der Haut stärken mit Mandel-, Soja- oder Erdnussöl. Auch Abspecken hilft. Die Anwendung von Heilerde lindert die Symptome. Hademar Bankhofer empfahl in einem seiner Kalender Johanniskrautsalbe.

    Nachtkerzenöl hat mir leider nichts gebracht. Mandelöl Creme verwende ich schon länger als Basispflege, vor allem weil es nicht so ein unangenehmes Gefühl verursacht wie es bei den Olivenöl Salben ist, fühlt sich für mich total schrecklich an wenn die Kleidung ständig auf der Haut festklebt.

    Welche Dosierung? Welcher Vitamin-D-Spiegel (Blutwert 25-Hydroxy-Vitamin-D) wurde durch die Behandlung erreicht?


    Solltest Du in den letzten Monaten kein Vitamin D mehr eingenommen haben, ist es gut möglich, daß Du jetzt wieder einen Mangel hast.


    Den gesundheitlich optimalen Bereich des Vitamin-D-Spiegels sehen viele Ärzte/Experten heute bei ca. 32 bis 60 ng/ml (80 bis 150 nmol/l). Zumindest die "untere Hälfte" dieses Bereichs können viele Personen auf dem "natürlichen Weg", also durch reichliche UVB-Bestrahlung (Sommer-Sonne) erreichen, was aber in der Praxis oft nicht so leicht realisierbar ist.

    Das kann ich dir leider gar nicht beantworten. Schonungslos ehrlich ausgedrückt ist meine Hausärztin nur gut wenn man keine Lust zu arbeiten hat und eine Krankschreibung braucht. Mir wurde lediglich gesagt "Der Vitamin D Wert ist etwas niedrig, nehmen sie diese Tabletten einen Monat dann pendelt sich das wieder ein." Kein Befund, keine nähere Erklärung dazu.


    Kann den Hausarzt aktuell auch nicht wechseln weil in den letzten Jahre mehrere niedergelassene Ärzte in Rente gegangen sind und die verbliebenen keine oder nur sehr schwer neue Patienten aufnehmen. Wobei ich die letzten Jahre auch nur beim Hausarzt war um Rezepte zu holen oder Überweisungen zu Fachärzten, von daher war das nie ein gravierendes Problem für mich.


    Habe heute morgen beim Hautarzt angerufen und gefragt ob ich früher als Ende des Monats kommen kann. Da die Praxis nächste Woche wegen Urlaub geschlossen ist würde das nicht so einfach werden, ich habe meine Symptome geschildert und man wird es dem Arzt mitteilen der mich zurückruft.

    Nein, so wie es jetzt aussieht war es noch nie. Laut meinen Eltern litt ich in den ersten Lebensjahren "nur" an starker Neurodermitis und schwerem Milchschorf am Kopf. Mit etwa 15 Jahren fing sich die Haut zu entzünden an wenn ich herkömmliche Deosprays benutzt habe, die lasse ich seither weg.


    Wirklich angefangen hat es erst im Jahr 2014 mit Ekzemen am Rücken welche ich in längeren Abständen mit Advantan Salbe behandeln musste. Bald darauf kam die Entzündung an den Unterarmen, dort nur an der Innenseite, welche nicht auf Kortison ansprach. Das hat sich in den letzten 2 Jahren am ganzen Körper ausgebreitet, ausgenommen Fußsohlen, Handlfächen und Gesicht, fühlte sich aber verhältnismäßig "glatt" an.


    Die auf dem Foto zu sehenden deutlich abstehenden Knoten sind erst im Laufe der letzten 14 Tage aufgetreten und seit 3 Tagen auf dem Höhepunkt.


    Ich möchte mich aber herzlich bei euch bedanken, euer Zuspruch und die Tipps helfen mir sehr viel, gerade jetzt und heute wo es mir auch psychisch sehr schlecht geht. Danke dafür :smiling_face_with_smiling_eyes:

    Spreche das ruhig einmal an. Du kannst ja sagen: wäre es möglich, daß es sich um eine Prurigo Nodularis handelt? Als Patient mit solchen Beschwerden informiert man sich ja auch selber, stellt deshalb aber keine Eigendiagnose. Ich habe das Bild nochmals angesehen, da kam mir dieser Gedanke.

    Tatsächlich würde die Tatsache dass bei Prurigo Nodularis Kortison und Antihistaminika nach anfänglichen Erfolgen versagen schwer dafür sprechen.


    Auch die Begleitsymptome wie Angst, Depressionen und Suizidgedanken treffen bei mir leider zu. Ich werde das auf jeden Fall ansprechen.


    UKM - Kompetenzzentrum Pruritus: Prurigo nodularis: Eine Betroffene berichtet


    Hier steht etwas von einer Grunderkrankung die das Ganze auslöst, und die man zunächst behandeln müsste.

    Sehr interessant. Eigentlich wurde ich in den letzten Jahren öfters durchgecheckt, das einzige war vor 2 Jahren ein Vitamin D Mangel der mit Tabletten behoben wurde, aber wer weiß, vielleicht gibt es noch eine unerkannte Erkrankung die bis jetzt niemand gefunden hat.


    Leider bin ich nicht in Deutschland wohnhaft, deswegen kann ich mich nicht an das UKM wenden, aus eigener Tasche ist es mir ganz einfach nicht möglich ein Ärzteteam zu bezahlen. Die Geschichte zeigt aber auf wie selten Prurigo Nodularis wohl ist und es einem ganzen Team an Ärzten bedarf um es in den Griff zu bekommen geschweige denn erst einmal zu diagnostizieren. Wäre die Frage wieviele "normale" Dermatologen die Krankheit überhaupt kennen bzw. Erfahrungen in der Behandlung haben.

    Ist es überhaupt sicher, daß es sich um eine Neurodermitis handelt? Es könnte sich eventuell um eine Prurigo Nodularis handeln,ein erneuter schwerer Schub wäre dann eine Prurigo Simplex subacuta. Das würde auch erklären, warum Kortison nicht hilft.

    Es stand bei Hautärztin Nr1 nach einer histologischen Untersuchung kurz die Diagnose Pityriasis rubra pilaris im Raum, die Diagnose war jedoch nicht haltbar da dafür die Gelbfärbung der Haut und die Handflächen welche bei Pityriasis rubra pilaris immer betroffen sind gefehlt haben.


    2 weitere Hautproben die danach entnommen wurden konnten keine Ursache liefern, das klinische Bild hat aber Neurodermitis vermuten lassen.


    Was die Prurigo Nodularis betrifft, möchte ich das gerne beim Hautarzt ansprechen, bin da aber immer sehr vorsichtig weil viele Ärzte recht empfindlich auf Eigendiagnosen reagieren bzw. einen wie die Uniklinik gleich auf die psychische Schiene schieben.

    Systemische Entzündungsprozesse. Wie sieht es mit Ernährung aus? kein Weizen, keine Milchprodukte, und all das.

    Ehrlich gesagt, nein mit der Ernährung habe ich mich zwar kurz mal beschäftigt aber ohne professionelle Hilfe hat mich die ganze Sache mit den Inhaltsstoffen und wo die überall enthalten sind ziemlich erschlagen.



    Ansonsten gibt es die These vom gestörtem Mikrobiom und gestörter bakterieller Hautflora, Was mir hilft ist tatsächlich betroffenen Hautpartien einer Buttermilchkur (auftragen wie eine Creme) zu unterziehen. Ist ja voller Milchsäurebakterien.

    Das hört sich sehr interessant an, kannst du mir vielleicht sagen in welchem Verhältnis man die Milch anwenden sollte? Also auf eine volle Badewanne bezogen.

    GAR KEINE chemischen Reingungsmittel, Duschgels etc. Nur noch ganz pure Kernseife verwenden oder testweise paar Woche nur mit Wasser waschen (da sollte man die Haare vielleicht vorher abschneiden :winking_face: ).

    Also Duschgel wurde mir das Pelgel vom Hausarzt empfohlen, Shampoo nehm ich ein Sensitive von Nivea, soweit gibt es mit der Kopfhaut keine Probleme.

    Und in der Regel ist es wohl so, dass eine Störung der Haut vorliegt - und sämtliche Medizin und "Pflegemittel" eigentlich nur höchstens Symptome lindern, aber an den Ursachen eher Verschlechterungen herbeiführen. Speziell Konservierungssoffe in Reinigungsmitteln und Kosmetika sind wohl ganz schädlich. Aber auch Cremes sind nicht viel besser. Also alles weglassen, "Haut pur". Ich vertrage z.B. auch so gut wie keine Duschgels, einige wenige gehen (trial and error), aber von den meisten kriege ich auch derartige Probleme, ebenso an den Händen vom Spülmittel beim Abwaschen.

    Was das betrifft bin ich schon relativ weit fortgeschritten. Benutze nur das billigste Waschmittel vom Discounter, kein Weichspüler, keine Cremes aus dem normalen Handel (nutze seit einiger Zeit nur die Optiderm Basispflege aus der Apotheke), kein Parfüm, kein Aftershave, Deoroller nur ohne Alkohol (Nivea Sensitive vertrage ich), nur reine Rasierseife. Spülen per Hand tue ich eigentlich nie, macht der Geschirrspüler. Beim Putzen im Haushalt trage ich immer Handschuhe.


    Wäre bestimmt einen Versuch wert, ordentlich Buttermilch in das Badewasser zu geben und ein Vollbad zu nehmen.

    Ich kenne Buttermilch zur Linderung von Sonnenbrand.

    Wir haben uns da in Buttermilch getränkte Tücher auf die Haut gelegt.

    Ja tatsächlich habe ich vor einigen Jahren mal einen fiesen Sonnenbrand mit Milch getränkten Waschlappen behandelt, hat wirklich geholfen :grinning_face:

    Erst einmal danke für alle eure Antworten, ich versuche mal alles richtig zu beantworten. :smiling_face_with_smiling_eyes:

    Ich habe auch die Hoffnung, dass die Krankenkasse nun "geheilt" ist und merkt dass ich mich nicht so ohne weiteres abwimmeln lasse. Immerhin gab es bei der Bewilligung von Baricitinib, die kosten auch um die 1000€ pro Monat keine Probleme mehr.


    Es tut mir leid, dass du extra vors Sozialgericht ziehen musstest, um Dupixent verordnet zu bekommen. Hatten die Unikliniken dir denn kein Dupixent angeboten? Die verordnen das noch am ehesten/schnellsten. Oder waren deine Uniklinkkontakte noch vor der Zulassung von Dupixent?

    Ich muss leider sagen dass mir die Unikliniken am wenigsten geholfen haben. Man hat zwar Hautproben entnommen, Epikutan Tests gemacht und ein dermatologisches Hautscreening, mehr als Basispflege und Schubtherapie mit Kortisonhaltigen Salben (Diproderm in diesem Fall) konnte man mir nicht anbieten, von Biologika war keine Rede. Leider war man dann auch sehr schnell auf der psychosomatischen Schiene, weshalb ich auch nicht mehr hingegangen bin.


    Die erste Hautärztin hat mir dann eine Behandlung mit Keracutan und Levocitirizin verordnet, das Keracutan half auch kurzzeitig bevor es die Wirkung verlor. Nachdem die Ärztin ratlos war, bin ich zu


    Dr. Nummer 2 der sich zwar auch sehr viel Mühe gab, im Endeffekt aber auch genauso ratlos war, anschließend bin ich zu


    Dr. Nummer 3 der mir erstmals von der Möglichkeit der Biologika Behandlung erzählt hat. Das Dupixent habe ich mir 6 Monate gespritzt, da die volle Wirkung erst nach bis zu 16 Wochen auftritt. Bei mir war es am besten zwischen der 2. und 6 Behandlungswoche, ich hatte fast keine entzündeten Stellen mehr am Körper. Nach der 6. Woche ging es zuerst langsam und dann immer schneller wieder zum Status Quo.


    Nach 6 Monaten riet mir der Arzt schließlich dazu, das Dupixent abzusetzen und meinte er hat mit dem Baricitinib einen Plan B in der Hinterhand. Bevor ich die neuen Tabletten bekam musste ich aber erst zum Lungenröntgen und einen speziellen Bluttest machen da der Wirkstoff bei nicht bekannten Nierenleiden wohl gefährlich sein kann.


    Das Baricitinib wirkt sehr schnell, schon nach dem zweiten Tag war der Juckreiz beinahe komplett verschwunden. Nach etwa 2 Wochen Einnahme sah die Haut fast "normal" aus, einzelne Entzündungsflächen an den Unterarmen und am Fußrücken, ansonsten war alles verheilt. Dann nach der 4. Woche das gleiche wie beim Dupixent, zuerst fing es wieder langsam an, einzelne Entzündungsherde auf den Beinen, hier ein Fleck auf dem Bauch, da einer auf dem Rücken und wurde immer schneller bis jetzt nur noch Gesicht und Handflächen "frei" sind.


    Gegen den Juckreiz wirkt es weiterhin, das brennen vor allem nachdem die Haut nass wurde und wieder getrocknet ist bleibt aber, ebenso die entzündete Haut.

    Baricitinib kenne ich nicht, hat aber offensichtliche auch immunsuppressive Eigenschaften. Wodurch wird bei diesem Medikemt bewirkt, dass der Juckreiz nicht auftritt? Weißt du das? Konnte dir dein Arzt das erklären? Das würde mich mal interessieren. Vorrangig wird es ja bei rheumatoider Arthritis eingesetzt.

    Ich habe eine Broschüre für Patienten bekommen, dort wird das genauer erklärt.

    Quote

    Baricitinib (Handelsname Olumiant®) ist ein ein sogenannter Januskinasen-Inhibitor. Das heißt übersetzt, der Wirkstoff hemmt bestimmte Eiweiße (Proteine), die an Entzündungsvorgängen im Körper beteiligt sind.


    Ihren Namen haben die Januskinasen (JAK) von Janus, dem römischen Gott der Türen und Tore mit seinen zwei Gesichtern in jede Richtung. Die Januskinasen liegen am Eingang der Zelle und leiten Signale, die von außen an die Zelle gelangen, nach innen weiter. Dadurch wird eine ganze Kaskade an Reaktionen in Gang gesetzt, die letztlich die Entzündung anfachen.


    Indem Baricitinib diese Türwächter blockiert, greift es ins Immunsystem ein und dämmt die Entzündungsreaktion. Dabei nimmt es sich ganz gezielt nur bestimmte Januskinasen vor, nämlich vorwiegend JAK1 und JAK2. Dazu muss man wissen: Je ausgewählter das Ziel, umso präziser auch die Wirkung.


    Quote

    Ich wundere mich nur, dass dir Kortisonsalben so überhaupt gar keine Linderung verschaffen. Das ist ungewöhnlich bei atopischer Dermatitis.

    Das wundert auch die Ärzte, mein Arm den ich auf dem Foto sehen könnt wird seit einer Woche täglich mit Diproderm behandelt, wenn ich es nicht benutze sieht es genauso aus.


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    Dass dir noch niemals eine Kortisontabletten-Stoßtherapie angeboten wurde, verwundert mich. Die wird sehr hoch dosiert (pro kg Körpergewicht) und kann bei Männern in der Anfangsdosis schon mal mit 80 mg starten, wird dann aber schnell nach genauem Schemata reduziert.

    Man hat dann eine Weile Ruhe, aber du wirst dir denken können, dass das leider keinen dauerhaften Effekt hat, weil die Symptome dadurch ja nur unterdrückt werden.

    Aber eine Kortisontabletten-Stoßtherapie stellt auf jeden Fall eine Erholungsphase dar.


    Das mit der Reha würde ich auf jeden angehen. Gerne wird dabei der Erstantrag zunächst abgelehnt, nach einem Widerspruch aber meist bewilligt.

    Der Arzt hat mir Kortisontabletten angeboten, um die Zeit zwischen dem Dupixent und Baricitinib zu überbrücken, da die Symptome aber noch erträglich waren wurden die nicht gebraucht.


    Ich werde morgen früh anrufen sobald der Arzt aufmacht und direkt um einen Akuttermin bitten, mein eigentlicher Termin wäre Ende des Monats aber ich halte es im moment nicht mehr aus. Gestern bei über 30° war ich mit einem Pullover und langen Jeans einkaufen weil ich mich schäme so auszusehen und auch verstehe dass die Leute natürlich hinsehen. Hatte beim nachhause kommen dann aber ziemliche Kreislaufprobleme weil ich halt viel zu dick angezogen war.