Posts by Timba

    Haben wir nicht das Recht, uns in all die Menschenrechtsverletzungen einzumischen?

    Ich dachte, hier geht es um Zensur. Ist Zensur eine Menschenrechtsverletzung?

    Wäre also auch der Holocaust als "innere Angelegenheit der Deutschen" von der Welt zu akzeptieren gewesen?


    Ist allerdings ein ganz anderes Thema.

    In der Tat. Man muss nicht verstehen, was das jetzt soll.

    Ich denke es geht ihm darum, dass eine Regierung prinzipiell ein neues Gesetz verabschieden könnte "Die Regierung darf nicht kritisiert werden".

    Nein, das könnte sie nicht. So schnell können wir alle nicht gucken, wie das Ding in Karlsruhe beim BVerfG wäre.

    Ja das sagen die Chinesen auch.

    Zu recht. Jedes souveräne Land kann selbst bestimmen, was strafbar ist und was nicht. Wir können zwar versuchen, auf die Chinesen Einfluss zu nehmen, um sie in Richtung Rechtsstaatlichkeit zu bewegen, aber wir haben nicht das Recht, uns in deren innere Angelegenheiten zu mischen.

    Die Frage ist ja, was ist "strafbar".

    Eine etwas überflüssige Frage, und strafbar muss man auch nicht in Anführungszeichen setzen. Wir haben Gesetze, in denen steht unmissverständlich drin, was strafbar ist.

    Ansonsten liest sich das, was DE hier tut, nicht anders als das was man in autoritären Staaten erwarten würde - "strafbare Inhalte" (was das ist, kann ja jeder Staat für sich festlegen - genau das ist der heikle Punkt) müssen entfernt werden, sonst droht die Abschaltung.

    Auch ein Rechtsstaat wie der unsere muss in einem Punkt autoritär handeln, nämlich in dem Punkt, dass die geltenden Gesetze eingehalten werden. Ich finde den Weg, dass es eine Adresse geben muss, die über die Kompetenz verfügt, strafbare Inhalte zu entfernen, gut und angemessen für den Rechtsstaat. Ein autoritäres Regime würde ohne zu fragen Inhalte filtern oder gleich das ganze Netz abschalten. Unsere Behörden machen das ganz richtig.

    Kennst du Isla Moos? Oder Isla Cassis, zuckerfrei?

    Ein Jeder hat so sein Spezialmittel, das ihm hilft und dem er vertraut. Ich auch. Meine Hausärztin hat mir mal Gelorevoice empfohlen, habe ich mir besorgt, ausprobiert und seitdem ist das in meiner Hausapotheke immer vorrätig und griffbereit. Ich finde es großartig. Aber wie gesagt, jeder hat so seins.

    Mein Mann ist nun der Meinung, dass wir damit aufhören sollten, weil der Rauch schädlich ist, Feinstaubbelastung etc. Ich bin da zwiespältig, einerseits möchte ich dem Kleinen natürlich unter keinen Umständen schaden, andererseits, wie gesagt es ist ein lieb gewonnenes Ritual und ich frage mich, wie hoch die schädliche Belastung denn tatsächlich ist.

    Wie immer macht die Dosis das Gift. Eine einzelne Kerze (oder auch zwei, drei), die mal für eine halbe Stunde brennen, sind bezüglich der Feinstaubbelastung sicher zu vernachlässigen. Die wenigen Teilchen, falls überhaupt welche freigesetzt werden, steigen durch die Wärme erstmal auf und so viel Zufall, dass sie beim Absinken genau vor der Nase des Kindes runterkommen und dort eingeatmet werden, gibt's nicht.

    Doch, irgendwo tut das doch jeder vernunftbegabte Mensch, oder hältst du die Aussagen von Querdenkern für genauso valide wie eines seriösen Forschers?

    Mein Eindruck ist, du hast meinen Text (insbesondere den von dir zitierten Part) nicht verstanden. Kann das sein? Ich wiederhole mich: "Ich beurteile Menschen nach ihrer Authentizität, nach der Plausibilität ihrer Aussagen, nicht nach deren Diplomen, die ich ja sowieso nicht kenne." Lies die Aussage nochmals, dann findest du die Antwort auf deine Frage. Ich bleibe bei dem, was ich zuvor geschrieben habe.


    Wenn Bernd (sic!) Höcke von "Negern" spricht hat dies eine andere kontextuelle Dimension, als wenn ein bekannter Satiriker von "Negern" spricht.

    Ja sicher, aber doch nicht, weil Bernd Höcke Bernd Höcke ist, sondern weil Bernd Höcke tatsächlich das Wort anders meint als der Satiriker. Deshalb schrieb ich ja, es kommt darauf an, wie es gemeint ist, nicht wer es sagt. Selbst bei einem dunkelhäutigen Menschen muss der Gebrauch des Worts nicht zwingend "schwarzhumorig" sein. Oder meinst du, das ginge nicht? Ich kannte mal jemand, der im großen Stil Schwarzarbeit gemacht hat, also ein Steuerhinterzieher vor dem Herrn, und was meinst du wohl, wie der sich seinerzeit über Uli Hoeneß und dessen Steuerstraftaten aufregte. Es gibt Menschen, die in gewissen Momenten ausblenden, dass sie selbst Betroffene sind und in Muster verfallen, die man eigentlich nur bei anderen erwartet.


    Das hier

    Wenn deine Frau zu dir sagt: "Du bist aber auch ein Tollpatsch!" kann das je nach Kontext auch von liebevollem Necken bis hin zu hasserfüllter Beschuldigung gehen.

    bestätigt ja meine Auffassung, dass es auf das "Wie" ankommt und nicht auf das "Wer". Würde deine hier geäußerte Ansicht ("Bei Bezeichnungen / Beschreibungen spielt es auch eine große Rolle, wer eine Aussage tätigt.") zutreffen, könnte die Aussage meiner Frau nicht mal so und mal so gewertet werden. Tatsächlich kann sie das aber.

    die Nixe erst zu einem menschlichen Wesen, nachdem sie ein Mann gevögelt hat und sie aus ihrem unmenschlichen Dasein befreit.

    OT: Bestimmt habe ich schon an die Hundert Bilder von Nixen gesehen, aber auf keinem konnte ich auch nur ansatzweise eine Vagina sehen. Daher glaube ich, Nixen kann man gar nicht *** und solche Geschichten sind Märchen. :thinking_face:

    Dem ist absolut nicht so. Ich meine, man bewertet Aussagen von "kompetenten" oder "erfahrenen" oder nahestehenden Menschen schon sehr anders, als wenn ein Unbekannter irgendwas behauptet.

    Bei einem Unbekannten weiß ich doch gar nicht, ob er "kompetent" oder "erfahren" ist. Ich habe auch nicht die Angewohnheit, Menschen, die mir was erzählen, nach ihrer Qualifikation zu fragen. Es ist doch gut möglich, dass der Unbekannte ein total kluger Mensch ist. Im Allgemeinen erkennt man das im Gespräch. Ich beurteile Menschen nach ihrer Authentizität, nach der Plausibilität ihrer Aussagen, nicht nach deren Diplomen, die ich ja sowieso nicht kenne.

    Wenn ein dunkelhäutiger Mensch von sich als "Nigger" spricht, dann trägt das eine Anklage wegen geschichtlicher und sozialer Mechanismen in sich oder ist schwarzhumorig gemeint.

    Aha ... und wenn ich "Neger" sage, ist das nicht schwarzhumorig? Woher willst du das wissen?

    Du sprichst ja von dir auch gerne als "Rentner" oder "Alter", das bekommt aber eine ganz andere Konnotation, wenn ich ich als dritte Person dies in den Mund nehme, um deine Meinungen/Leistungen/Einstellungen zu diskreditieren.

    Du darfst mir ruhig die Fähigkeit zutrauen, erkennen zu können, ob du mich diskreditieren willst oder nicht. :winking_face: Also leg dir keinen Zwang auf und quatsch mit mir wie dir der Schnabel gewachsen ist. :winking_face:

    ch finde es schon vergleichbar,

    Nur vom Problem her, nicht von den bislang angebotenen Lösungen.


    Also ich hatte da eher die gesprochene Form im Kopf, wo es gar keine Sternchen gibt.

    Da gibt's den Schluckauf, für mich ebenso schlimm wie das Sternchen.


    warum ist jede Kritik an deiner Befindlichkeit automatisch unqualifiziert und zynisch-ins-Lächerliche-ziehend?

    Nicht jede. Die ich erwartete, ist es. Geht nicht an dich und ging es auch nie, also mach dir keinen Kopf um ungelegte Eier. :winking_face:


    Was ich noch vergessen habe: Bei Bezeichnungen / Beschreibungen spielt es auch eine große Rolle, wer eine Aussage tätigt.

    Nöö. Ich finde, es spielt eine Rolle, in welchem Kontext und mit welcher Intention etwas gesagt wird. Wer etwas sagt ist eigentlich zweitrangig. Auch hier im Forum wird genau dies ja immer wieder mal thematisiert, wenn die Aussagen von Leuten an dem gemessen werden, was sie in anderen Fäden geschrieben haben. Ich will mich von solchen Vorurteilen nicht völlig frei sprechen, bin aber immer bemüht, die Aussagen in einem Faden isoliert von allen anderenorts gemachten Aussagen zu betrachten. Mir ist klar, worauf du hinaus willst und ich weiß ja, dass einige andere das genauso sehen, aber irgendwie finde ich es nicht ganz fair, Unterschiede zu machen, wenn zwei exakt das Gleiche sagen.

    Mir geht es so, dass ich bei "Bürger*innen" auch schneller lese als bei "Bürgerinnen und Bürger" und keine "Übersetzungspause" brauche. Also es ist eher ein "Bürger ups innen" und das liest sich für mich schneller als "Bürgerinnen und Bürger".

    Glaube ich dir ja. An anderer Stelle wurde mir bereits auf diese Weise begegnet und dann sofort angehängt "wenn wir das können, kannst du das auch, du musst das bloß wollen". Ist aber nicht so. Bei mir hakt es, wie gesagt, und ich kann das nicht abschütteln.

    Umgekehrt finde ich krampfhaft gefundene Ersatzbegriffe nervig. "Studierende" geht ja noch, aber "Mitarbeitende" (statt Mitarbeiter) finde ich schon relativ doof, und "Singende" (statt "Sänger") noch doofer ...

    Ja, doof finde ich das auch, aber damit könnte ich mich eben noch einigermaßen arrangieren, weil das "richtige" Wörter sind und kein abgehacktes Gestammel.

    Es gibt eine Werbung, in der gegendert wird und egal, ob ich gerade nebenbei was anderes machen und nur mit einem halben Ohr zu höre, an dieser gegenderten Stelle nehme ich diese kurze Pause als so irritierend war, dass ich immer wieder darauf aufmerksam werde.

    An der Stelle würde ich das beworbene Produkt ab sofort ignorieren. Das ist ja genauso nervend wie Saitenbacher Müsli.