Genderismus im Alltag - oder auch nicht?

  • Es gibt in den Medien immer wieder Situationen, in denen klassische Rollenverteilungen zu sehen sind.


    Ich habe mir jetzt einige Berichte auf youtube über Wohnmobile angesehen. Bei Händlern werden die sehr oft von "klugen" Männern präsentiert, die optisch nicht gerade als Model üblicher Art durchkämen. Und dann ist da eine hübsche, meist deutlich jüngere und etwas doof wirkende, dafür aber über die tolle Ausstattung staunende Huch-da-ist-ja-noch-eine-Tür!-ist-das-toll-Assistentin. Die Frau versucht dann was, was nicht klappt, z. B. das Hubbett runterzuholen, und der Mann (großer starker Retter :winking_face_with_tongue:) eilt herbei und zeigt wie einfach das ist.


    Die Frauen in der c...24-Werbung sind optisch deutlich ansprechender als die Männer.


    Kennt ihr auch Beispiele?


    Ein schönes Beispiel dagegen sind die Trucker Babes (glaube ich, ich sehr immer nur die Werbung dafür, aber die ist gut :winking_face:).

  • Naja die Trucker Babes sind ganz normale Frauen die halt einen LKW fahren. Keine Ahnung warum sich das Leute ansehen, aber die sind nicht besonders dumm oder so.

    Ansonsten wird sich die Werbung immer dann an Rollenclichees bedienen, wenn es funktioniert und bei der c...24 Werbung muss man sagen dass auch die Männer nicht besonders Helle sind. Und die "Nachbarn" sind beide für mich gleich attraktiv.


    Ist halt ne Homage an "eine schrecklich nette Familie".

  • Hallo! Nur in den Medien oder auch im Real Life? Ich würde sagen, die Kunden sollen dadurch beeinflußt werden, etwas zu kaufen. Ich habe mir vor 3 Jahren ein E Bike in einem renommierten Fahrradgeschäft gekauft, ein smarter Playboy Typ wollte mir unbedingt ein 3500 Euro Bike andrehen. Ich habe dann 3 E Bikes Probe gefahren, mit dem teuren kam ich absolut nicht zurecht, dann habe ich eins gekauft von Kalkhoff, 2000 Euro, super Bike. Oder wenn in einer Boutique mich eine modelähnliche Verkäuferin anlächelt, dieses Kostüm steht ihnen fantastisch, obwohl es mir nicht gefällt. Verkaufsstrategien, die die Kunden zum kaufen animieren sollen. Darauf sollte man nicht reinfallen. Die YouTube Videos kenne ich nicht, du kannst ja mal eines verlinken, dann kann man sich das besser vorstellen. Wie sagt man in Deutschland, Machogehabe? Schönen Sonntag!

  • Die Werbung bedient teilweise sexistische Klischees, das hat aber mit Gender nichts zu tun.

  • Das war noch (sexistische) Werbung! :woozy_face:   :rolling_on_the_floor_laughing:


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  • Es sollte klar sein, dass der Begriff "Genderismus" eine abwertende Bezeichnung für Gender Wissenschaften, Gender Mainstreaming darstellt. Es ist ein erfundener Kampfbegriff der extremen Rechten. Wenn man sich also schon ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen will, sollte man auch die dazugehörigen Begriffe sorgsam wählen.

  • Gibt es über Genderismus auch so lustige Sachen?

    ich finde, maren kroyman oder eben auch bei kebekus wird man zu dem thema durchaus fündig. aus kritischer perspektive auf den anti-genderismus.

    Es sollte klar sein, dass der Begriff "Genderismus" eine abwertende Bezeichnung für Gender Wissenschaften, Gender Mainstreaming darstellt. Es ist ein erfundener Kampfbegriff

    :thumbs_up_medium_light_skin_tone:

  • Oh Gott, ja die Sternstunden der Werbung für "die Frau". :grinning_squinting_face:

    Wirft allerdings auch kein gutes Licht auf die Männer dieser Zeit.

    Leider bemerke ich genau diese Art Umgang inzwischen bei sehr vielen jüngeren Paaren wieder. Eine besorgniserregende Entwicklung.

    Gott sieht alles - mein Nachbar sieht mehr

  • Es sollte klar sein, dass der Begriff "Genderismus" eine abwertende Bezeichnung für Gender Wissenschaften, Gender Mainstreaming darstellt. Es ist ein erfundener Kampfbegriff der extremen Rechten. Wenn man sich also schon ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen will, sollte man auch die dazugehörigen Begriffe sorgsam wählen.

    Ich finde an dem Begriff Genderismus nichts schlimmes. Er bringt die radikale Einstellung vieler Vertreter dieser Strömung sehr gut auf den Punkt. Ich selbst verzichte auf irgendwelche Gendersternchen und das aus verschiedenen Gründen:


    1) Wenn man Mitarbeiter*innen vorliest (!), dann klingt es so wie das generische Femininum "Mitarbeiterinnen". Und wie ich von Feministinnen gelernt habe, ist es ganz böse, generische Ninums zu verwenden, weil dadurch ein das andere Geschlecht nicht mitgemeint ist.


    2) Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie einen Menschen getroffen, der nicht entweder männlein oder weiblein ist. So lange sich das nicht ändert, werde ich auch keine merkwürdigen Ansprachen für imaginäre Menschen verwenden, die ich noch nie getroffen habe.


    3) Ich bin der Meinung, dass es genau zwei Geschlechter gibt: Männer und Frauen. Daneben mag es noch irgendwelche Sonderfälle geben, bei denen 20% Mann und meinetwegen 80% Frau in den Mixer geworfen wurde. Das begründet aber für mich keine neue Geschlechtsidentität, für die es eigens ein Sternchen bräuchte. Diese Person soll sich einfach aussuchen, zu welchem der beiden Geschlechter er/sie/es sich eher hingezogen fühlt.

  • ad1) Man macht eben während des Lesens eine ganz kurze Pause zwischen Mitarbeiter* und innen. Das bekommt jede*r hin, wenn sie/er nur will.


    ad2) Was soll denn das für ein komisches Argument sein. Ich hab auch manches noch nie gesehen, trotzdem weiß ich, dass es existiert. Zudem, es kommt vielleicht daher, dass sich Trans Menschen auch in Deutschland teilweise immer noch "verstecken" müssen. Traurig genug. Äußerungen wie die Deinen, machen es ihnen nicht leichter.


    3) Das zeugt von einer enormen Ignoranz, Arroganz, Diskriminierung und Menschenverachtung gegenüber queeren, trans und intergeschlechtlichen Menschen. Das sind Leute aus Fleisch und Blut, mit Träumen, Wünschen, Ängsten, die akzeptiert werden wollen, wie sie sind, kein Fallobst, das in den Mixer geworfen wird. Zeig bitte ein wenig Respekt.



    Studie zu Benachteiligung von Trans*Personen, insbesondere im Arbeitsleben.

    http://www.transinterqueer.org…ndere_im_arbeitsleben.pdf

    Nachdem dieser Thread wieder hervorgeholt wurde, habe ich mal eine Frage, die mir neulich untergekommen ist:


    Manchmal muss man doch Leute anschreiben, von denen man nicht weiß ob sie m,w oder d sind.


    ZB wenn man ein online-Formular erstellt. Was bietet man für d denn hier als Anrede an?

    Bei den üblichen Formularen kann man ja Herr/ Frau ankreuzen, und in der Anrede wird man dann als "Sehr geehrte Frau ..." angeredet.

    Was soll hier als 3. Variante vorgegeben werden bzw wie soll hier dann die Anrede lauten?


    Oder wenn man eine Sammelanrede für ein Schreiben an viele Personen verwendet: Was schreibt man da statt "Sehr geehrte Damen und Herren", wenn man es richtig machen will?

  • auf die Schnelle diese Beispiele:


    Das dritte Geschlecht in der Korrespondenz: Wie sprechen Sie Intersexuelle an? (sekretaria.de)

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