Wann kann ich wieder laufen? Hämatom im Bein

  • Die OP ist nun schon über einen Monat her. Nach dem Zwischenfall mit dem Hämatom kann ich ja nun auch wieder eine Weile an Krücken gehen. Das funktioniert soweit auch gut. Allerdings merke ich seit einer Weile keine wirklichen Verbesserungen mehr und das frustriert mich.

    Mein Knie ist weiterhin geschwollen und fühlt sich eher steif an. Medikamente nehme ich keine mehr. Ich gehe zu meinem Physiotherapeuten, nutze mehrmals täglich eine Bewegungsschiene, Elektrotherapie gibt es auch. Diese Woche war auch auch ab und zu draußen und bin mal selbst zum Einkaufen gegangen (1-2 km pro Strecke). Laut Plan sollte ich langsam von der Teilbelastung in die Vollbelastung gehen und auch mein Knie besser bewegen können. Aber ich habe nicht das Gefühl, als könne ich die Krücken so schnell weglassen. Mein Bein ist total schwach und dünn, als wären alle Muskeln verschwunden. Und bei mehr als 65 Grad Beugung kommt sehr schnell ein Gefühl, als wäre da eine Blockade, es zieht und schmerzt überall im Bein (an manchen Tagen auch schon ab 60 Grad).

    Ich will das Knie nicht zu früh zu stark belasten, will aber auch Fortschritte machen. Vor meiner OP bzw. meinem Unfall war ich sehr sportlich aktiv. Ich bin auch noch relativ jung. Ich hoffe, das hat einen positiven Einfluss auf den Heilungsverlauf.


    Sind hier weitere Kniegeplagte, evtl. sogar Sportler, die von ihren Erfahrungen berichten können?

    Wie und wann konntet ihr nach einer OP wieder laufen? Was hat geholfen, was nicht?

  • Laut Plan sollte ich langsam von der Teilbelastung in die Vollbelastung gehen und auch mein Knie besser bewegen können. Aber ich habe nicht das Gefühl, als könne ich die Krücken so schnell weglassen.

    Du musst schon jetzt damit anfangen. Also Krücke weg und dann los.


    Dein Knie ist ja nicht instabil

    Ich will das Knie nicht zu früh zu stark belasten

    Die normale Körperbelastung hält das Knie schon aus. Bewege dich für den Anfang erst ohne Krücken im Haus. Dann zur Steigerung vor dem Haus.


    Du gehst ja nicht Sport machen oder Wandern :winking_face:

  • Wenn die Bewegung jetzt noch nicht wieder richtig da ist, obwohl du es darfst, ist es überhaupt nicht gut.

    Problem ist halt das einem sehr selten erzählt wird was hinterer richtig ist. Den Ärzten fehlt die subjektive Wahrnehmung bei einer solchen OP.

    Warst du noch mal bei deinem operierenden Arzt?

    Das Problem beim Knie ist, daß es gern verklebt und dadurch eine Art Blockade entstehen kann.

    Aber lass bitte KEINE Narkosemobilisation machen. Sinnvoller wäre es dann noch mal ins Knie rein zu schauen und Verklebungen zu entfernen.


    Wie oft hast du Physiotherapie in der Woche?

    Was machst du für Übungen zu Hause?

  • Du musst schon jetzt damit anfangen. Also Krücke weg und dann los.

    Das Problem beim Knie ist, daß es gern verklebt und dadurch eine Art Blockade entstehen kann.

    Falls es wirklich eine Verklebung ist, wäre eine Vollbelastung dann nicht eher kontraproduktiv?


    Ich denke, bei mir spielt auch die Psyche mit rein. Mein Unfall ist einige Monate her. Ich habe damals sofort Krücken bekommen, habe mich aber kaum geschont und habe mir das Knie bei einer blöden Bewegung dann wahrscheinlich komplett zerstört. Ich konnte/sollte mich dann erst einmal gar nicht mehr bewegen, Knie hochlagern, kühlen usw. Es wurde aber dadurch nicht besser und mein damaliger Arzt war eher ratlos.

    Ich habe dann den Arzt gewechselt. Der neue Arzt ist super, aber halt immer kurz angebunden und gibt mir auch keine klaren Ansagen. Ich bekam erst Physiotherapie verschrieben, das hat aber nur bis zu einem bestimmten Grad geholfen. Ich konnte relativ schnell wieder ohne Krücken gehen (eher: humpeln), aber Treppen nur mit Handgriff und sehr langsam, die Blockade im Knie ging nicht weg, meine Fortschritte stagnierten wochenlang.


    Seit der OP fange ich wieder bei Null an. Wenn ich versuche, ohne Krücken zu gehen, dann schmerzt das Knie sehr schnell und es fühlt sich auch nicht gut und nicht stabil an. Das war vor der OP anders. Sobald ich das Knie belaste, hatte und habe ich aber schon immer auch die Bilder vom Unfall im Kopf, die Erinnerung an die blöde Bewegung, an die Schmerzen. Daher bin ich mir unsicher, ob mich diese Erinnerungen blockieren oder ob es körperlich ist. Ich weiß nicht, ob ich den Schmerz ignorieren soll.

    Warst du noch mal bei deinem operierenden Arzt?

    Ja und ich habe in ca. 1 Woche auch wieder einen Termin zur Nachuntersuchung.

    Wie oft hast du Physiotherapie in der Woche?

    Was machst du für Übungen zu Hause?

    Zweimal pro Woche.

    Zuhause mache ich leichte Kräftigungsübungen, ich soll meine Beinmuskeln anspannen, den Fuß bewegen. Ich habe keine Hausaufgaben bekommen, eher Empfehlungen, die ich versuche zu verfolgen.

  • Falls es wirklich eine Verklebung ist, wäre eine Vollbelastung dann nicht eher kontraproduktiv?

    Davon gehen wir aber mal jetzt nicht aus und wichtig ist da nicht hineinsteigern.


    Das war vor der OP anders. Sobald ich das Knie belaste, hatte und habe ich aber schon immer auch die Bilder vom Unfall im Kopf, die Erinnerung an die blöde Bewegung, an die Schmerzen. Daher bin ich mir unsicher, ob mich diese Erinnerungen blockieren oder ob es körperlich ist. Ich weiß nicht, ob ich den Schmerz ignorieren soll.

    JA das ist oft ein Problem, wenn solche Ereignisse im Kopf blockieren und triggern.


    Daher ist es wichtig das du jetzt so wie es der Plan ist mit Vollbelastung beginnst. Heißt, langsamer Beginn und das Ziel ist wieder Vertrauen in dein Knie aufzubauen. Das geht aber nur wenn du jetzt anfängst.

  • Schau das du an Physiotherapeuten kommst, die dir wirklich aktiv helfen. Du musst da aber auch schon sagen wo und welche Probleme du hast. Du sollst mit Vollbelastung anfangen? Sag das bei den Physiotherapeuten.

    Du hast Probleme aktiv und passiv in die Beugung zu kommen??

    Darfst du das Knie aktiv voll bewegen?

  • Mein Physiotherapeut kennt den Plan. Er meinte zu mir, dass es sehr individuell sei und wenn ich eben noch nicht ohne Krücken laufen könne, ginge es halt nicht. Er ermutigt mich aber auch dazu, es immer wieder zu versuchen. Für diese Woche habe ich nun zusätzliche Übungen erhalten.


    Die letzten drei Tage habe ich versucht, die Belastung (mit Krücken) zu erhöhen und es mehr zu beugen. Dadurch habe ich wieder vermehrt Schmerzen und das Knie fühlt sich seither eingerosteter an als vorher.

    Du hast Probleme aktiv und passiv in die Beugung zu kommen??

    Darfst du das Knie aktiv voll bewegen?

    Ja. Ich dürfte das Knie theoretisch voll bewegen, es ist jedoch aufgrund der Blockade nur bis zu einem gewissen Grad möglich. Der Druck und das Spannungsgefühl werden dann unerträglich. Ich versuche, es nach und nach zu steigern, aktuell stagnieren die Fortschritte aber.

  • Hallo, ich melde mich mal wieder.

    Die OP ist nun 1,5 Jahre her. Inzwischen kann ich wieder gehen, stehen, sitzen, Treppen steigen… alles, was den Alltag angeht. Eine zeitlang ging ich auch wieder Joggen. Derzeit fahre ich nur noch Rad, dafür fast täglich.

    So stark wie vor der OP habe ich das Knie aber nicht belastet. Denn die aktuelle Situation frustriert mich weiterhin:

    1. Ich kann nur sehr langsam und eingeschränkt in die Hocke gehen. Mich komplett auf meine Fersen zu setzen funktioniert weiterhin nicht, dafür ist die Spannung im Knie zu groß.

    2. Wenn ich das Knie bewege, fühlt es sich sehr häufig so an, als wäre Sand oder kleine Kieselsteine im Gelenk. Man kann es sogar hören.

    3. Die Muskulatur im verletzten Bein ist trotz Training weiterhin deutlich schwächer als im gesunden Bein.


    Ist das normal, nach der Zeit?

    Hat hier jemand auch „Sand im Knie“ oder weiß, was das sein könnte?

    Die Situation frustriert mich sehr, da ich nicht so viel und intensiv Sport machen kann wie früher.

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