Seid ihr für einen Blackout gewappnet?

  • Wir werden uns morgen ein Notstromaggregat zulegen, besser ist besser, wenn man dann hört das in naher Zukunft oft in einer Ortschaft der Strom ausfällt bzw abgeschaltet wird.

    Notstromaggregat ist ein kleiner Verbrennungsmotor, der tuckert und seine Kurbelwelle drehen lässt plus ein Generator dran, der die mechanische Energie der Kurbelwelle dann zu elektrischer Energie macht. Dieser Verbrennungsmotor muss seine Abgase dann irgendwie loswerden können, also in der Regel draußen laufen. Und er braucht Kraftstoff, den man irgendwie lagern muss. Meist ist das unnötig.

    Es ist aus meiner Sicht nur sinnvoll, wenn man:

    1) wirklich regelmäßig abseits des Stromnetzes was zu tun hat. (z.B. Baustelle, Laube ohne Strom, Musik-Vergnügen im Park oder am Strand) oder

    2) wer im Falle eines Stromausfalles wirklich wichtige Infrastruktur betreiben will. Das wäre z.B. eine Wärmepumpe, die laufen soll, damit Wasserleitungen im Haus nicht einfrieren.


    Wichtig: das Notstromaggregat ist ja erstmal nicht gleich ins Hausnetz eingebunden. Sondern es muss da angeschlossen werden, wer die normalen Verbraucher wie Licht, Kühlschrank, Steckdosen, E-Herd, Mikrowelle, elektrische Durchlauferhitzer etc. betreiben will. Dann braucht es aber mächtig Leistung, ist groß, schwer und teuer. Und ein Elektrotechniker muss das machen, der dann die ganze Wohnung/Haus in eine Art Inselbetrieb versetzt, denn das Ding darf ja nicht in das "geblackdownte" Stromnetz zurückspeisen, wo die Leute gerade dran arbeiten, es wieder instandzusetzen.


    Ansonsten hat ein (kleines, mobiles) Notstromaggregat zwar auch eigene Steckdosen, aber dann müssen natürlich alle Verbraucher, die man nutzen will, da auch eingesteckt werden können. Das geht also für so Zeug wie mal einen Handylader oder Lader von Taschenlampen oder Akkus, aber den E-Herd bekommt man da nicht dran, die Beleuchtung im Haus/Wohnung oder Durchlauferhitzer auch nicht. Und ein kleines Notstromaggregat hat Leistungslimits: ein Wasserkocher oder Kaffeemaschine oder älterer Staubsauger kann dann schon kritisch werden. Aber vieles geht sicherlich auch ganz gut.


    Man muss sich also vorher überlegen: was gewinne ich mit dem Stromaggregat in konkreter Dimensionierung wirklich in meiner Wohnung/Haus? Und will ich mit mit dem Tuckern und den Abgasen arrangieren? Wo lagere ich den Sprit und für wie lange soll er reichen? Welche neuen Gefahren bringt das Lagern von Sprit und die Abgase? Welche el. Verbraucher will ich daran laufen lassen? Und habe ich dann genug Verlängerungsstrippen?

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