Seid ihr für einen Blackout gewappnet?

  • Mich würde interessieren, ob ihr den aktuellen Empfehlungen folgt und wieder Wasser- und Lebensmittelvorräte für 14 Tage anlegt (oder diese durch die Pandemie vielleicht sowieso noch habt).


    Wenn ja, was habt ihr so auf Vorrat?


    Und trefft ihr darüber hinaus noch spezielle Vorkehrungen für länger andauernde Stromausfälle? Wenn ja, welche?


    Würde mich über Anregungen und Tipps bzw. Austausch dazu freuen.

  • Ich habe keinerlei Vorbereitung für einen Stromausfall, außer, dass ich ein paar Teelichter und Streichhölzer da habe. Ich wüsste auch nicht, wie ich mich hier besser wappnen sollte, außer vielleicht noch eine Taschenlampe und ein paar Batterien zu besorgen.


    Ansonsten bin ich für zwei bis drei Wochen gut bevorratet, danach wird es dann eintöniger, jedoch setzen meine Vorräte eine funktionierende Strom- und Wasserversorgung voraus.


    Eventuell sollte ich ein paar Flaschen Wasser besorgen. Habe ich nie da, weil ich immer Leitungswasser trinke.

    • New

    jedoch setzen meine Vorräte eine funktionierende Strom- und Wasserversorgung voraus.

    Das ist doch der Knackpunkt. Neulich habe ich eine ernsthafte Übersicht in meiner Tageszeitung gelesen, was man für den Fall eines längeren Stromausfalls (!!) alles da haben sollte: Nudeln, Reis, ... das Übliche halt. Und das Ganze wurde noch gekrönt durch die Bemerkung, dass die Anschaffung von Campingkochern nicht empfohlen wird.


    Mit den Vorräten, die man wegen eines möglichen Coronafalls zuhause hat, kann man das also nicht vergleichen.


    Ich rechne nicht mit einem mehrtägigen Stromausfall, das fällt für mich unter Panikmache.


    Ich habe (für unterwegs) eine Taschenlampe, die man mit der Hand "aufziehen" kann. Das wars dann aber schon.

  • 14 Tage Essen und Trinken könnte klappen. Gegen einen Stromausfall sind wir aber (noch) überhaupt nicht gewappnet, außer dass wir zwei Power-Banks haben :grinning_squinting_face: . In ganz dringenden Fällen muss man sich halt einen Wechselrichter für die Autobatterie kaufen. Für Kleinverbraucher geht das mal.


    Nächstes Jahr kriegen wir Photovoltaik aufs Dach, da sieht das schon ganz anders aus. Der Blackout möge bitte bis dahin warten :winking_face:


    Gas, Kohle und auch Holz hätten wir, um uns 14 Tage wenigstens gelegentlich warme Mahlzeiten zu bereiten.

  • Mich würde interessieren, ob ihr den aktuellen Empfehlungen folgt und wieder Wasser- und Lebensmittelvorräte für 14 Tage anlegt (oder diese durch die Pandemie vielleicht sowieso noch habt).


    Wenn ja, was habt ihr so auf Vorrat?


    Und trefft ihr darüber hinaus noch spezielle Vorkehrungen für länger andauernde Stromausfälle? Wenn ja, welche?


    Würde mich über Anregungen und Tipps bzw. Austausch dazu freuen.

    Nope, ich habe nichts auf Vorrat an Wasser, Lebensmitteln, Brennstoffen, Gaskocher, Kurbelradio oder Trallala. Hatte ich auch in der Pandemie nicht.

    Ich habe auch keine speziellen Vorkehrungen für länger andauernde Stromausfälle.

    Wenn Strom weg, ist hier alles weg: Licht, PC, auch die Heizung (Vermieter findet elektrisches Heizen passend), Warmwasser (auch elektrisch). Kaltwasser müsste aber noch kurz da sein, bis der Wasserdruck im System weg ist.


    Mein "Ausweg" bei einem Blackout: mein Auto - da drin kann ich den Verbrennungsmotor anwerfen, mich ggf. aufwärmen, mit dem Handylader das Handy aufladen, und ne Weile fahren in eine Richtung, die weniger katastrophal betroffen ist. That's it. Wenn Tank alle, ist Schluss mit Auto, und es geht per Fahrrad oder zu Fuß weiter. Oder mit bereitgestellten Bussen.


    Mein anderer Ausweg: Unterkommen bei Verwandten oder in Notunterkünften. Die muss die Katastrophenschutzabteilung des Bundes/der Länder dann irgendwie mit Wasser und Essen versorgen. Paar Vorratskammern für Katastrophenfälle gibt es ja da.

  • Wir haben unsere Vorräte gut aufgefüllt, sei es durch Einkochen einiger Tomaten und anderen Lebensmitteln.

    Wasser ist auch als Notfall vorhanden.

    Seit dem 1. Lockdown schauen wir drauf, ob genug vorhanden ist.

    Vorhin erst ist unsere Tochter den Vorrat durchgegangen und ergänzt was derzeit fehlt.


    Was die Wärme ect betrifft, ist unser Öl erst aufgefüllt worden.

    Wir wollen aber nach alternativen uns umsehen.

  • Ich halte einen mehrtägigen Blackout durch eine kurzfristige Überlastung des Stromnetzes inzwischen nicht mehr für ausgeschlossen und deshalb überlegen wir gerade, welche Vorkehrungen für so einen Fall noch sinnvoll wären. Denn richtig, der "Coronavorrat" war bei den meisten auf normale Strom- und Wasserversorgung ausgelegt. (Wobei ich einen Blackout von 14 Tagen auch für äußerst unwahrscheinlich halte, also in dem Zusammenhang geht es allenfalls darum, für 3-5 Tage haltbare Lebensmittel zu Hause zu haben, die nicht unbedingt gekocht werden müssen).


    Wir leben generell schon recht autark bzw. uns war vor vielen Jahren schon wichtig, nicht auf Fernwärme und das öffentliche Stromnetz angewiesen zu sein. Strom produzieren wir mit einer großen PV-Anlage selbst und zu unserem Grundstück gehört eine Quelle und mehrere Teiche. Geheizt wird mit Holz, das wir selbst in unserem kleinen Wäldchen schlagen und mit unserem Grundofen können wir Wasser im Haus erwärmen und auch kochen/backen.


    Ich weiß allerdings, dass wir mit diesem Lebensstil die absolute Ausnahme sind und die, die das aus unserer Familie jetzt als "Luxus" bezeichnen und "neidisch" sind, hätten vor 20 Jahren nie selbst so leben oder bauen wollen. Hat eben alles Vor-und Nachteile und wenn es hart auf hart kommen sollte, stehen unsere Türen natürlich offen.


    Unabhängig von unserer Versorgung durch Wasserquelle und Sonnenenergie haben wir:


    - einen Vorrat haltbares Brot (Knäckebrot, Pumpernickel)

    - div. Konserven: Fisch, Obst, Gemüse, Salate

    - 5 x 12 l Getränkekisten im Keller

    - mehrere Taschenlampen und Batterievorrat

    - zwei extra Powerbanks, die im Alltag nicht genutzt werden und voll geladen im Schrank liegen für den Notfall

    - XXL Packung Grabkerzen

    - Wasserfiltertabletten, um ggf. den umliegenden Nachbarn mit dem Wasser aus unseren Weihern aushelfen zu können

    - Vorrat an Holz und Grillkohle, um draußen grillen zu können

  • Wir leben generell schon recht autark bzw. uns war vor vielen Jahren schon wichtig, nicht auf Fernwärme und das öffentliche Stromnetz angewiesen zu sein. Strom produzieren wir mit einer großen PV-Anlage selbst und zu unserem Grundstück gehört eine Quelle und mehrere Teiche. Geheizt wird mit Holz, das wir selbst in unserem kleinen Wäldchen schlagen und mit unserem Grundofen können wir Wasser im Haus erwärmen und auch kochen/backen.

    Geil. Also grundsätzlich, nicht wegen irgendwelcher Befürchtungen - klingt toll und gefällt mir gut!

  • Wir hätten auch immer noch eine Reserve von 200 Litern Regenwasser. Weiß jemand, ob man das irgendwie aufbereiten kann im Notfall?


    Da bin ich leider komplett blank. Wollte zwar mal zu den Pfadfindern, aber daraus wurde am Ende nichts :grinning_face:

  • Ich hatte die Tage auch schon überlegt, einen ähnlichen Faden zu starten.


    Für Stromausfall haben wir folgendes:

    Vor der Tür steht ein Wohnmobil mit Solarzellen, das aber renoviert werden muss. Aber immerhin sind zwei 11 Liter Gasflaschen und ein Gaskocher vorhanden. Campingkocher haben wir auch noch irgendwo aus der Zeltphase meines Mannes. Da müssten wir noch Spiritus besorgen. Dann ist ein Grill und Holzkohle vorhanden, Feuerschale und Holz. Campingerfahrungen ohne Strom sind auch vorhanden.


    Für drinnen sieht es leider etwas mau aus. Die neue Heizung kommt erst noch dieses Jahr. Solarzellen dazu erst nächstes Jahr. Ofen haben wir keinen, ich habe letzten Monat noch ein paar Fleecedecken gekauft.


    Lebensmittel sind seit Corona im Keller vorhanden, Dosen, haltbares Brot, auch Sachen zum Kochen und Backen. Bei Wasser haben wir das Problem, dass ich gern Wasser in Glasflaschen hätte. Aber nicht 3 € für irgendein Superheilwasser in der 0,5 l Flasche zahlen möchte. Früher gab es viel Wasser in Flaschen. Aber die meisten Hersteller haben auf Mehrwegkunststoff oder Einwegflaschen umgestellt.

  • Wir hätten auch immer noch eine Reserve von 200 Litern Regenwasser. Weiß jemand, ob man das irgendwie aufbereiten kann im Notfall?


    Da bin ich leider komplett blank. Wollte zwar mal zu den Pfadfindern, aber daraus wurde am Ende nichts :grinning_face:

    Regenwasser in ein Gefäß, ggf. das Wasser durch ein Kleidungsstück grob filtern und dann abkochen. Mit Lagerfeuer aus gesammeltem Holz. Das war jetzt einfach.

    • New

    Wir hätten auch immer noch eine Reserve von 200 Litern Regenwasser. Weiß jemand, ob man das irgendwie aufbereiten kann im Notfall?


    Da bin ich leider komplett blank. Wollte zwar mal zu den Pfadfindern, aber daraus wurde am Ende nichts :grinning_face:

    Regenwasser in ein Gefäß, ggf. das Wasser durch ein Kleidungsstück grob filtern und dann abkochen. Mit Lagerfeuer aus gesammeltem Holz. Das war jetzt einfach.

    Kann man da nicht auch ein paar Wasserreinigungstabletten reinwerfen?

  • Wir hätten auch immer noch eine Reserve von 200 Litern Regenwasser. Weiß jemand, ob man das irgendwie aufbereiten kann im Notfall?


    Da bin ich leider komplett blank. Wollte zwar mal zu den Pfadfindern, aber daraus wurde am Ende nichts :grinning_face:

    Regenwasser in ein Gefäß, ggf. das Wasser durch ein Kleidungsstück grob filtern und dann abkochen. Mit Lagerfeuer aus gesammeltem Holz. Das war jetzt einfach.

    Erinnert mich an den Tag, als hier das Wasser ausgefallen ist (Wasserversorger wusste noch von nichts als ich anrief) und ich eigentlich arbeiten wollte und nicht ne Stunde damit verbringen wollte zum nächsten Supermarkt zu laufen für ein paar Flaschen Wasser.

    Also hab ich mir Wasser abgekocht, dass vom Regen in der Nacht in der Schubkarre stand :grinning_squinting_face:

    Lecker war anders, aber ich lebe noch.


    Edit: lustigerweise war das auch noch ganz am Anfang von Corona wo es noch viel Panikmache gab, dass ja sowas passieren könnte. Wobei sie da sicher nicht den Rohrbruch gemeint haben...

  • Ich bin auc Dauer nicht gewappnet für diese Panikmache.


    Vorräte hätte ich irgendwie, aber es wäre eintönig. Zwei 5 Liter-Gasflaschen und einen Grill auf der Terrasse. Ansonsten aufgeschmissen, wenn mein


    Netterweise wird die Katastrophe für den Winter erwartet, da kann ich dann den Kühlschrankinhalt nach draußen packen. Während ich drinnen erfriere.


    Mietwohnung halt. Nix PV, Wärmepumpe,...


    Und nicht zuletzt dank der Katastrophenszenarien wird der Run auf PV-Analge etc. noch größer und die Herstelle freuen sich, weil sie an der Preisschraube drehen können.

    Live the life you love. Love the life you live.

  • Wir hätten auch immer noch eine Reserve von 200 Litern Regenwasser. Weiß jemand, ob man das irgendwie aufbereiten kann im Notfall?


    Da bin ich leider komplett blank. Wollte zwar mal zu den Pfadfindern, aber daraus wurde am Ende nichts :grinning_face:

    Regenwasser in ein Gefäß, ggf. das Wasser durch ein Kleidungsstück grob filtern und dann abkochen. Mit Lagerfeuer aus gesammeltem Holz. Das war jetzt einfach.

    Kann man da nicht auch ein paar Wasserreinigungstabletten reinwerfen?

    Du meinst Wasserentkeimungstabletten. Wenn man die hat: sicherlich, die Dinger waren auch in den EPA-Packs für Soldaten. Aber herumliegendes Holz und Regenwasser sind in viel größeren Mengen und deutlich leichter verfügbar als die Tabletten, die ja weniger werden mit jeder Nutzung.

    BTW: aus den EPA-Packs hat man die Chlortabletten aus gesundheitlichen Gründen entfernt. Sorry für Off-Topic.

  • Ich glaube bei euch nicht an einen längeren Blackout, also länger als mal ein paar Stunden.


    Aber für den Fall der Fälle dürft ihr nicht davon ausgehen, dass Stromausfall nur bei euch im Haus oder in der Straße sein wird. Wenn, dann ist dieser großflächiger, Stadtviertel, ganze Stadt. Das heißt wenn kein Strom, dann auch kein Wasser. Nicht zum Trinken, nicht fürs Klo, nicht zum Waschen oder Duschen, nicht für Tiere.


    Irgendwelches Denken à la ich trinke nur Leitungswasser ist dann falsch, denn wo kein Strom, da kein Wasser. Also, wer Vorsorge treffen will, braucht Wasser zum Trinken, zum Klo Spülen, zum sich reinigen, Haare waschen, usw. … Dazu braucht man Wasser in Flaschen, es gibt z.B. auch 10 oder 15 Liter Plastik-Wasserflaschen. Daneben braucht man Wasser in Fässern, das ist dann zum Schöpfen fürs Klo und um sich zu waschen. Deckel wäre nicht schlecht, einfach damit nix ins Wasser fällt. Deckel um Wasser frisch zu halten braucht man nicht, da Wasser sehr lange frisch bleibt.


    Daneben ohne Strom keine Kühlung, was eingefroren ist, ist nach zwei, drei Tagen an- bis waufgetaut. Was im Kühlschrank ist, wird warm. Wer damit rechnet, dass der Strom ausfällt, kann sich nicht auf Essen im Kühlschrank verlassen, das verdirbt, sondern muss Konserven oder anderes Zeugs kaufen das keine Kühlung braucht.


    Ohne Strom keine Haussprechanlage, keine Türöffner, kein Treppenhauslicht, kein Licht in der Wohnung.


    All diesen Widrigkeiten kann man vorbeugen, wenn man will.

    tachy-/bradykard

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!