Blasensenkung

  • Ich habe wohl eine Blasensenkung, eine Zystozele genau gesagt. Ordentlich spürbar und unangenehm.

    Hat hier jemand Erfahrungen damit? Der Gyn sagte, Beckenbodengymnastik wird da wohl eher nicht mehr helfen.

    Ich soll mich wieder melden, wenn die Beschwerden schlimmer werden.

  • Mit Blasensenkung habe ich keine Erfahrung, aber mit schwachem Beckenboden.

    Ich hatte eine spezielle Physiotherapie gehabt. 2x6 Einheiten und das hat richtig was gebracht. Mehr als ich mir hätte vorstellen können.

    Bei mir fühlt sich alles wieder etwas "fester" an und o.B. bereiten kein Fremdkörpergefühl mehr.


    Also wenn es an der Muskulatur, z.B. durch Schwangerschaft oder Übergewicht, liegen könnte, wäre das auf jeden Fall ein Versuch wert.


    Zumindest wird gezielte Gymnastik den Ist- Stand halten können!


    Es braucht natürlich ein bisschen Disziplin und Geduld.


    Alles Gute für dich!

  • Danke dir. Es liegt wohl ursächlich an einer Geburt, die ist aber inzwischen 14 Jahre her. Ganz in Ordnung ist mein Beckenboden nie wieder geworden, trotz Physio.

    Der Gyn sagt, da hilft jetzt keine Physio mehr. Der Ist-Stand ist schon eklig, das hätte ich schon gerne wieder besser.

  • Warst du denn bei einem speziell ausgebildeten Therapeuten?

    Meine sagte mir, wenn das nicht ausreicht wäre auch Biofeedback noch eine Möglichkeit.

    Vielleicht probierst du es auch nochmal über einen Urologen?


    Meine Oma hat sich mit fast 70 Jahren für eine OP entschieden (vllt haben wir alle irgendwie ein schwaches Gewebe) und hat es nie bereut, im Gegenteil.


    Wäre das eine Option?


    Was kannst du denn aktuell dagegen tun?

  • Das weiß ich gar nicht mehr, ist schon echt lange her. Es war auf jeden Fall eine Physio speziell für den Beckenboden.

    Ob sowas jetzt noch helfen würde, weiß ich nicht. Ich habe halt schon eine deutliche Ausbeulung. Fremdkörpergefühl ganz ohne o.B.

    Ein Urologe wäre vielleicht auch noch eine Idee.

    Ich weiß gar nicht was alles noch nicht da ist wo es hingehört, aber bisher hatte ich keine großartigen Probleme. Letzten Dezember meinte nur mal ein Arzt, die Kinder hätten schon ihre Spuren hinterlassen. Genauer habe ich da gar nicht gefragt.

    Ansonsten habe ich vorhin dem Gyn eine Mail geschrieben, mal gucken, wann er antwortet. Beim Termin war ich viel zu perplex, um noch was zu fragen.

    Und ich glaube tatsächlich, es ist die letzten Tage noch schlimmer geworden.

  • Eine zweite oder wirklich auch mehr Meinungen sind immer sinnvoll. Es ist ganz erstaunlich, wie unterschiedlich die Diagnosen und Behandlungsvorschläge sein können.


    Bei mir war alles dabei von unterschiedlichen OP-Methoden mit Netzen (die in anderen Ländern gar nicht mehr zugelassen sind) oder Kniesehne (das wäre im Rahmen einer Studie gewesen) über abwarten bis vom letzten Arzt der Vorschlag kam, nur die Blase medikamentös zu beruhigen und OP (vordere und hintere Scheidenstraffung und in einer weiteren OP ein Bändchen, das die Harnröhre stützt) erst, wenn es nicht mehr anders geht. Und die ganz großen invasiven Eingriffe erst, wenn auch das nicht mehr halten sollte. Dieser letzte Arzt vermutete sogar, dass in einem meiner Berichte falsche Textbausteine eingesetzt worden wären - so katastrophal sei es wirklich nicht. Seither komme ich ganz gut klar.


    Ich war in sage und schreibe fünf Ärzten - zwei in der Gemeinschaftspraxis meines Frauenarztes, und dann noch drei Gynäkologische / urogynäkologische Sprechstunden in Kliniken. Ist unglaublich, was es da für Unterschiede gibt... bei meiner ersten "Spezialistin" wurde ich in zwei Minuten abgefertigt, "bei Ihnen hilft nur noch das ganz große Programm", bei anderen nächsten beiden mindestens eine Stunde lang gründlich auf den Kopf gestellt. Und der dritte hat mir einfach nur ein Spasmolytikum verschrieben, mit dem ich bis heute klarkomme.


    Die wichtigste Frage: Welches deiner Symptome genau stört dich am meisten, Tory?

  • Oh je, yer.ii.xx , da bist du ja scheinbar echt an komische Leute geraten!


    Ich habe jetzt erstmal nächsten Dienstag nochmal einen Termin bei meinem Gyn. Der ist schon echt gut, dem vertraue ich auch. Der macht tatsächlich auch urogynäkologische Untersuchungen. Je nachdem, wie der Termin wird, gucke ich dann eventuell noch nach einem anderen Arzt. Wobei es Spezialisten hier in der Gegend nur im Krankenhaus gibt, und da weiß ich nicht, wie schnell man da an einen Termin kommt. Die haben da auch spezielle Sprechstunden, zur Zeit nur mit Termin.

    Wenn OP, würde ich die entweder im hiesigen Beckenbodenzentrum machen lassen, an einer Uniklinik, wobei ich nicht weiß, wie sich das da mit Corona entwickelt. Oder ich fahre wieder in die spezielle Tagesklinik, wo auch meine Endometriumablation gemacht wurde. Kooperation mit der Krankenkasse, da bekommt man schnell einen Termin.


    Was mich am meisten stört? Das Fremdkörpergefühl. Das muss echt so extrem erst kürzlich passiert sein, das wäre mir sonst aufgefallen. Ich habe einen deutlichen Vorfall, den spürt man tatsächlich schon ganz unten in der Scheide. Es guckt (noch) nichts raus, aber das ist echt eklig. Arg "undicht" bin ich (noch) nicht. Ok, ich muss schon aufpassen wenn ich z.B. husten muss, aber das ist ok.

  • okay, wenn der imperative Harndrang das größte Problem gewesen wäre, hätte man das vielleicht bei dir auch medikamentös lösen können, dieses Druckgefühl wirst du sicherlich nur los, wenn du operiert wirst. Hast du es schon mit Pessaren und Würfeln probiert? Ich fand es grauenhaft, aber es gibt auch Leute, die gut damit klar kommen. Viele Ärzte empfehlen auch die lokale Anwendung von Estriol.


    Alles Gute für Dienstag! ✊🏻✊🏻


    Würdest du dich, wenn dein Arzt dir dazu rät, sofort in operieren lassen oder lieber noch ein paar Monate durchhalten, bis die Corona Zahlen (hoffentlich) gesunken sind? 🤔

  • Pessare und Würfel habe ich noch nicht probiert. Ich kann mir auch fast nicht vorstellen, dass das bei mir hilft. Bei mir ist nicht mehr viel so richtig da, wo es hingehört, daher habe ich echt Zweifel, ob ein Pessar oder Würfel da halten würde.


    Danke dir!


    Ich würde mich tatsächlich gerne sofort operieren lassen, ich möchte nicht mehr lange so rumlaufen, das ist SEHR unangenehm.

    Und wer weiß, wie lange das noch dauern würde. Mir wurde letztes Jahr Ende November eine OP wegen Corona abgesagt, in diesem Krankenhaus hätte ich dann Ende März operiert werden können.

  • Ich habe mal in einem Forschungsprojekt gearbeitet, wo es u.a. um diese Thematik ging. Und spezialisierte Physio (auch vaginal, nicht erschrecken, ist aber extrem wenig verbreitet, da halt sehr speziell) inkl. täglichem eigenen Beckenbodentraining kann einiges bewirken. In dem Projekt ging es vorrangig um Schmerzen, und da brachten die Maßnahmen etwas.


    Ich finde etwas unlogisch, dass Dein Gyn Dich wegschickt mit "bringt nichts, kommen Sie wieder wenn es schlimmer wird". Denn es ist ja schon blöd und Nichtsstun soll bitte was bringen? Würd emich da ggf. nochmals an eine Spezialsprechstunde (Uniklinik,...) wenden. Du wohnst doch gut versorgt... Der Termin am Dienstag ist sicherlich eine gute Option.

    Und sagen wir mal so: Ich kenne 2 Fälle mit totalem Gebärmuttervorfall (ja, ist etwas anders!), wo eid GM unten regelrecht rausfiel - und das wurde deutlich gebessert.

    Also nochmal gut beraten lassen, ob OP oder nicht doch Physio-Versuch.

    Live the life you love. Love the life you live.

  • Danke dir, liebe Sunflower_73 .

    Er hat mich nicht direkt weggeschickt. Er hat gemeint, Physio bringt in so einem Fall wahrscheinlich nichts, und ich soll mich wieder melden, wenn ich Beschwerden habe. Ich war auch recht überrumpelt von der Diagnose.

    Jetzt weiß ich halt nicht so recht, wie plötzlich das so arg wurde. Habe ich es bis dahin komplett verdrängt? Nicht gemerkt, weil ich nicht mal wusste, dass es sowas überhaupt gibt? Gebärmuttervorfall ist mir durchaus ein Begriff, Blasensenkung bis dahin noch nie gehört. Und richtig schlimm war es, als ich selber gefühlt habe, wie weit unten die "Beule" durch die Blase schon ist. Und jetzt halt ständiges Fremdkörpergefühl. Und ab und an ein Drücken, als hätte ich die Mens.

    Die Geburt meines Großen hat schon gut was kaputt gemacht. 40 cm Kopfumfang, Sterngucker, Saugglocke von unten und drücken von oben. Hoher Scheidenriss, mein halbes Blut verteilt. Hätten sie mal einen Kaiserschnitt gemacht.

  • Corona ist großer Mist, und den Termin hätte ich mir im Endeffekt auch sparen können. Der Gyn sagte im Prinzip, ich merke das jetzt nur, weil er es gesagt hat. Nein, ich habe vor zwei Wochen noch nicht rumgetröpfelt. :pouting_face:

    Würfel oder Pessar verschreibt er nicht; er meint, das wäre Quälerei und wird eher älteren Frauen verschrieben, die nicht mehr OP-fähig sind.

    Zäpfchen hat er mir verschrieben, Ovestin Ovula Aspen.

    Nützt aber auch eh fast nix, hier im Umkreis wird derzeit gar nichts gemacht. Ich habe im nächstgelegenen Beckenbodenzentrum an der Uniklinik angerufen; die meinten, ich könnte frühestens nächstes Jahr im Frühjahr/Sommer kommen.

    Jetzt frage ich halt wieder bei der Tagesklinik an, wo ich letztes Jahr zur Endometriumablation war.

  • Nimmst halt das Ovestin, hab ich auch, aber ich vergesse es meistens.


    Es ist schade, dass dass sich alles so zieht - Corona bringt wirklich alles durcheinander.


    Vielleicht hast du in der Tagesklinik mehr Glück. Ist es wirklich sinnvoll, so eine OP ambulant zu machen?

  • Ich hatte in jungen Jahren mal eine Zystozele. Die wurde operiert. Das war für 14 Tage unangenehm und gut war's.

    Ich empfehle ein Gyn-Urologiezentrum. Die haben auch Physiotherapeutinnen, die völlig andere Übungen anbieten, wenn man "leckt". Sehr sinnvoll, auch um unten "entspannen" zu lernen.

    Nicht immer ist An-Spannung des Beckenbodens die richtige Lösung. Wer undicht ist, spannt eh dauernd an.

    Foto:

    Mangrovenstümpfe im Morgenlicht auf der Insel Cayo Levisa - Kuba

    "Meine tanzende Hunde"



    Wer nichts wagt, ist schon gescheitert.
    George Clooney

  • Nimmst halt das Ovestin, hab ich auch, aber ich vergesse es meistens.


    Es ist schade, dass dass sich alles so zieht - Corona bringt wirklich alles durcheinander.


    Vielleicht hast du in der Tagesklinik mehr Glück. Ist es wirklich sinnvoll, so eine OP ambulant zu machen?

    Ich habe das mal gegoogelt, und da stand, das hilft bei Wechseljahrsbeschwerden. Als HET. Aber ich bin noch gar nicht in den Wechseljahren. :thinking_face:

    Bzw. bei Östrogenmangel. Ob ich das habe, hat überhaupt noch niemand jemals geprüft.


    Diese Tagesklinik hat einen Vertrag mit meiner Krankenkasse. Als "besondere Versorgung". Da steht extra, dass die nach den neuesten Methoden operieren, und möglichst schonend, damit man wieder nach Hause kann. Man kann bei Bedarf allerdings auch übernachten. Bei meiner Endometriumablation war ich ziemlich genau drei Stunden dort, inkl. Narkosegespräch und Wartezeit, und war sehr zufrieden dort.

  • Ich hatte in jungen Jahren mal eine Zystozele. Die wurde operiert. Das war für 14 Tage unangenehm und gut war's.

    Ich empfehle ein Gyn-Urologiezentrum. Die haben auch Physiotherapeutinnen, die völlig andere Übungen anbieten, wenn man "leckt". Sehr sinnvoll, auch um unten "entspannen" zu lernen.

    Nicht immer ist An-Spannung des Beckenbodens die richtige Lösung. Wer undicht ist, spannt eh dauernd an.

    Liebe Benita, ich bin nicht nur ein bisschen undicht. Viel schlimmer ist das Fremdkörpergefühl, das Reiben, das Gefühl, das demnächst alles unten rausfällt.

    Und Schmerzen, als hätte ich die Mens (habe ich nicht). Was übrigens laut Arzt nur ist, weil ich jetzt weiß, was ich habe. :face_with_raised_eyebrow:


    Dummerweise sind hier alle Ärzte in dieser Richtung (ich habe extra auch nach Uro-Gynäkologie gesucht) in einem Krankenhaus bzw. einer Uniklinik. Und dort unterzukommen, ist zur Zeit eben nur möglich, wenn es lebensbedrohlich ist.

    Ich wäre sehr gerne in das Beckenbodenzentrum in der Uniklinik gegangen. Bloß, bis nächsten Sommer mag ich nicht warten.

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