Ohne Smartphone kein Leben?

  • Dusche ist vielseitiger, jetzt wo ich endlich wieder eine Wanne habe will ich sie nicht mehr hergeben.

    Handy liegt bei mir, verbunden mit Bluetooth Lautsprecher, beim Waschbecken. Da käme ich von der Wanne aus nie hin. Wobei das ist das eine, hab auch von der Situation gehört, Fesselspiele im Schlafzimmer und dann hat der nicht Gefesselte einen Herzinfarkt. Ähm ja, da ist das alleinstehende Haus dann nicht toll.

  • Ich hoffe, ich komme in meinem Leben nie in die Situation, mich zwischen Dusche und Badewanne entscheiden zu müssen. Zumindest nicht bei der Verfügbarkeit im Badezimmer :face_with_tears_of_joy:

    Das kann im Alter schneller kommen, als man denkt. Man schafft den Ein- und Ausstieg nicht mehr und dann ist eine Dusche mit flachem Einstieg und Duschhocker Gold wert. In jungen Jahren habe ich auch anders gedacht. Jeder wird älter.

  • Quote

    Das kann im Alter schneller kommen, als man denkt. Man schafft den Ein- und Ausstieg nicht mehr und dann ist eine Dusche mit flachem Einstieg und Duschhocker Gold wert. In jungen Jahren habe ich auch anders gedacht. Jeder wird älter.

    Du hast meinen Beitrag nicht verstanden, aber das macht nichts.

  • Jetzt mal Hand auf's Herz: Was glaubst du, wieviele Haushalte in den 90ern tatsächlich ein Telefon im Festnetz hatten, die bei Stromausfall noch autark funktionierten? Jetzt mal ehrlich. Bitte mal alle Hand hoch hier im Faden, die so was noch in den letzten 25 Jahren nutzten.

    Wir bis voriges Jahr, weil wir da noch einen DSL-Anschluss hatten. Selbstverständlich hatte ich da auch einen DSL/WLAN-Router mit Netzteil fürs Internet dran, aber das ältere Siemens Gigaset- (ISDN)-Telefon, kabellos, hing direkt am NTBA, und die Nummern, bei denen es klingeln sollte, stellte man am Telefon ein. Ein zweites Telefon hängten wir an einen TAE-Anschluss des Routers, das ging ohne Strom dann natürlich nicht.

    (Heute ist "Gigaset" der Markenname einer chinesischen Billigfirma).


    Dann wurde DSL flächendeckend abgeschaltet und mangels anderer Möglichkeiten mussten wir einen Kabelanbieter nehmen. Seitdem geht es uns wie allen.

    Dito. Nur ohne ISDN.

    Habe bis heute ein "altes" Tastentelefon im Schrank, das ich seinerzeit für den Fall "Stromausfall" eingelagert habe. Geht natürlich jetzt nicht mehr, ich behalte es trotzdem (aus nostalgischen Gründen).


    Ich habe hier noch nen alten W48 in der Vitrine stehen, der war bis Ende der 80er angeschlossen und hat tadellos funktioniert. Und ehrlich - das Geräusch, das er macht (nicht, wenn er schellt, da fällt man fast vom Sofa), wenn man die Wählscheibe dreht, hat etwas ungeheuer Sinnliches. Heute noch muss ich immer mal wieder hin und wählen. :smiling_face:


    Online-Banking mache ich seit BTX-Zeiten schon, und das möchte ich auch nicht mehr missen. Allerdings wird es immer schwieriger für mich, weil ich andauernd irgendwelche Zusatzgeräte kaufen muss. Jetzt schon wieder. Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich einen TAN-Generator kaufen musste, der am Bildschirm mit so nem Flimmer-Gedöns bedient wurde. Jetzt ist Push-TAN bald angesagt, das alte System wird halt einfach abgeschaltet. Friss oder stirb. So kann man auch Märkte erschließen.

    Notgedrungen hab ich das "neue" Gerät gekauft, habs aber noch nicht eingerichtet, ich warte wohl, bis ich muss. Mich nervt das alles einfach nur noch an.


    Online-Banking mache ich grundsätzlich nur über LAN, niemals über WLAN und schon gar nicht würde ich es über ein mobiles Gerät machen.

    Mag sein, dass ich etwas paranoid bin. Vielleicht sind andere aber auch etwas zu sorglos.

  • Ich bin bei der Sparkasse, da geht es noch etwas altmodisch ohne Zusatzgeräte zu.

    Die schicken mir einfach eine Tan aufs Handy, die ich dann eingeben muss und fertig.

    Und wenn ich mal längere Zeit nicht in meinem Account war und überweisen möchte,

    schicken die mir vorher auch noch extra einen Tan, um den Account frei zu schalten.

    Emma Piel🤱 saß am Nil 🏞️, aß Eis am Stiel 🍭, da kam das Krokodil 🐊, fraß Emma Piel🤱.

  • Hier auch Sparkasse. TAN gibt es nicht mehr, inzwischen gibt man den Auftrag in der Push-"TAN"-App nur noch frei.

    TAN-Generatoren gibt es allerdings immer noch. Meine Jungs sollen und möchten auch so langsam Online-Banking machen, dafür haben wir jetzt einen Generator angeschafft. Ich möchte nicht, dass sie die Push-TAN-App auf ihren Handys haben. Sie sollen schön Banking am PC machen.

  • Ich habe hier noch nen alten W48 in der Vitrine stehen, der war bis Ende der 80er angeschlossen und hat tadellos funktioniert. Und ehrlich - das Geräusch, das er macht (nicht, wenn er schellt, da fällt man fast vom Sofa), wenn man die Wählscheibe dreht, hat etwas ungeheuer Sinnliches. Heute noch muss ich immer mal wieder hin und wählen. :smiling_face:


    Ich benutze auch noch ein Telefon der Bundespost in Weinrot mit Wählscheibe. Die Lautstärke der Klingel kann man einstellen und das Wählen hat in der Tat etwas sehr Sinnliches. Ein Smartphone hat ja im Vergleich zu einem normalen Handy praktisch gar keine Haptik mehr. Man drückt nicht mal mehr Tasten, sondern berührt nur noch eine völlig glatte Oberfläche.


    Die Sinnlichkeit scheint mit der "Digitalisierung" irgendwie verloren zu gehen. Das fällt bei bei vielen Gelegenheiten immer wieder auf..


    Ich habe z.B. mal einen "Kindle" geschenkt bekommen. Das habe ich zweimal benutzt, aber mir fehlte jegliches Lesevergnügen. Schon alleine mit dem Gedanke, daß ich Geld dafür bezahle, damit mir jemand den Inhalt eines Buches auf einem Bildschirm zur Verfügung stellt, konnte ich mich nicht anfreunden.Ich brauche das Gefühl, ein reales Buch in den Händen zu halten. Der Anblick eines liebevoll gestalteten Einbandes, das Knistern beim Umblättern der Seiten, der Geruch des bedruckten Papiers, all dieses gehört für mich zum sinnlichen Erlebnis beim Lesen dazu.

  • Jetzt ist Push-TAN bald angesagt, das alte System wird halt einfach abgeschaltet. Friss oder stirb. So kann man auch Märkte erschließen.

    Zu einem großen Teil ist das aber der Politik, insbesondere der EU, geschuldet, die erforderliche Sicherheitsvorkehrungen laufend anpassen und die Institute zwingen, daran teilzunehmen. Inwieweit die einzelnen Maßnahmen wirklich nötig sind kann ich nicht beurteilen.

  • Die Sinnlichkeit scheint mit der "Digitalisierung" irgendwie verloren zu gehen. Das fällt bei bei vielen Gelegenheiten immer wieder auf..


    Ich habe z.B. mal einen "Kindle" geschenkt bekommen. Das habe ich zweimal benutzt, aber mir fehlte jegliches Lesevergnügen. Schon alleine mit dem Gedanke, daß ich Geld dafür bezahle, damit mir jemand den Inhalt eines Buches auf einem Bildschirm zur Verfügung stellt, konnte ich mich nicht anfreunden.Ich brauche das Gefühl, ein reales Buch in den Händen zu halten. Der Anblick eines liebevoll gestalteten Einbandes, das Knistern beim Umblättern der Seiten, der Geruch des bedruckten Papiers, all dieses gehört für mich zum sinnlichen Erlebnis beim Lesen dazu.

    Ich finde das Lesen auf einem Kindle viel angenehmer als in einem Papierbuch. Wenn man beim Lesen auf der Seite liegt, ist das Halten des Buches bei einer Hälfte der Seiten, unkomfortabel, und wenn man sehr lange liest, also mehrere Stunden am Stück, geht das Halten des Buches bei mir sehr schmerzhaft auf die Handgelenke. Und ja, wenn ich sehr gefesselt von der Lektüre bin, versinke ich nahezu bewegungslos über Stunden darin. Ein EBookreader ist um Längen komfortabler.


    Außerdem finde ich es unglaublich praktisch, dass ich ein Wörterbuch hinterlegen kann und nicht extra noch ein Wörterbuch in Buchform bei mir haben muss, wenn ich englische Bücher lese.

  • Der Anblick eines liebevoll gestalteten Einbandes, das Knistern beim Umblättern der Seiten, der Geruch des bedruckten Papiers, all dieses gehört für mich zum sinnlichen Erlebnis beim Lesen dazu.

    Was du da sagst ist subversiv! Konsumieren und bezahlen sollst du, nicht lesen! :dizzy_face:


    Im Ernst: Ich lese oft am Laptop, manchmal mit einem Wörterbuch im Hintergrund. Aber nicht mit einem "Kindle". Wenn schon, dann ein echtes Buch, in dem ich echt umblättern kann.


    Echte Bücher haben noch einen praktischen Vorteil. Im Strandbad kann ich das Buch mal allein lassen wenn ich schwimmen gehe. Es wird nicht gestohlen. :winking_face:

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