Patchwork-Katastrophe

  • hi...


    wie ob schon geschrieben ist unsre Patchworkfamilie zur Zeit echt anstrengend und so langsam weiß ich mir keinen Rat mehr.


    Mein Mann und ich haben jeweils einen großen Sohn mit in die Beziehung gebracht und seit einem Jahr haben wir noch ein Kleines gemeinsames.


    Eigentlich könnte es so harmonisch sein. Die beiden großen Jungs haben das gleiche Alter, gleiche Interessen und Hobbys. Beide leben im Wechslemodel bei uns.

    Eine Woche der eine, die andre Woche der andre. Nur an Wochenenden, zu Geburtstagen und in den Ferien treffen sie aufeinander.

    Wir mussten sie trennen weil der Sohn meines Mannes weder mit der Trennung der Eltern( obwohl über 10 Jahre her), noch mit dem Patchwork, noch mit mir oder meinem Sohn klar kommt.


    Eigentlich könnten sie froh sein das sie einander haben aber es ist das totale Gegenteil. Denn Charactermäßig sind sie total verschieden. Meiner ist eher der wilde, laute, dafür aber eine ehrliche Haut. Sein Sohn ist sehr ruhig, sehr in sich gekehrt und hilfsbereit aber macht halt viel hinten rum, will immer im Mittelpunkt stehen und lügt sehr viel.


    Ich sage ja auch immer das sich beide auf ihre Art nix nehmen. Beide sind faul und unordentlich, beide haben ihre Fehler ect.

    Aber dieses unehrliche gemeine hinterhältige Verhalten meines Stiefsohnes mir und meinem Kind gegenüber, das macht mich echt fertig. Ständig fühlt sich mein Stiefkind benachteiligt. denkt das mein Sohn bevorzugt wird und ist ständig neidisch und eifersüchtig. Und das lässt mein Stiefkind meinen Sohn auch spüren.


    Zum Beispiel hat mein Sohn seinen Stiefbruder am Handy gefragt ob er für ihn was mitkochen soll, weil er schon eher aus der Schule da war und bei uns einen Freund besuchen wollte. Darauf hin mein Stiefkind zu meinem Sohn sagte, du darfst bei uns nichts essen, es ist nicht deine Woche, mein Papa hat verboten das du da in die Wohnnung kommst. :woozy_face: (richtig übel und abwertend).

    Mein Stiefsohn leiht sich von meinem Sohn auch ständig Sachen, macht ihn aber vor anderen Kindern draußen ständig madig oder zerlegt die Sachen meines Sohnes.

    Seinen Höhepunkt nahm das dannn als sich mein Stiefsohn am Sparschwein meines Kindes vergriff.

    Mein Mann macht ihm dann zwar ne Ansage aber wirken tuts nicht. Spätenstens eine Woche später sind wir wieder am gleichen Punkt.

    Er kann uns einfach nicht ausstehen und das zeigt er uns wo er nur kann. Wir bemühen uns schon und gehen immer wieder auf ihn zu aber er macht hinten rum wieder mist, lügt dann und wundert sich warum wir meckern.

    Mittlerweile glaube ich sogar das er uns mit Absicht gegeneinander Ausspielt. :pouting_face:


    Aber was tuen wenn sein Vater nicht viel unternimmt. Die leibliche Mutter meines Stiefkindes interessiert sich kaum noch für ihn.


    Vielleicht habt ihr noch einen Tipp weil ich langsam keinen Rat mehr weiß.

  • Sucht euch gemeinsam professionelle Hilfe

    Du scheinst darauf zu warten, dass Papa strenger durchgreift.

    Das wird nicht funktionieren.

    Emma Piel🤱 saß am Nil 🏞️, aß Eis am Stiel 🍭, da kam das Krokodil 🐊, fraß Emma Piel🤱.

  • Danke für den Tipp...das habe ich mir auch schon überlegt. Ist aber schwierig weil die offiziellen Beratungsstellen oft nur mit zustimmung des andren Elternteils beraten dürfen bzw. wenn es auch sein Vater nicht so ernst nimmt....blöd

  • Zum Beispiel hat mein Sohn seinen Stiefbruder am Handy gefragt ob er für ihn was mitkochen soll, weil er schon eher aus der Schule da war und bei uns einen Freund besuchen wollte. Darauf hin mein Stiefkind zu meinem Sohn sagte, du darfst bei uns nichts essen, es ist nicht deine Woche, mein Papa hat verboten das du da in die Wohnnung kommst. :woozy_face: (richtig übel und abwertend).

    Mein Stiefsohn leiht sich von meinem Sohn auch ständig Sachen, macht ihn aber vor anderen Kindern draußen ständig madig oder zerlegt die Sachen meines Sohnes.

    Seinen Höhepunkt nahm das dannn als sich mein Stiefsohn am Sparschwein meines Kindes vergriff.

    Mein Mann macht ihm dann zwar ne Ansage aber wirken tuts nicht. Spätenstens eine Woche später

    es wird nichts mehr verliehen und "Elternverantwortung": dein Sohn hat nichts organisatorisches mit seinem Stiefbruder abzusprechen, egal wie nett es gemeint ist.


    Alles muss über euch laufen, denn ihr seid hoffentlich noch in der Lage das pubertäre Gehabe nicht persönlich zu nehmen.


    Letztlich sollten sich Vater und Mutter als erste Bezugspersonen Zeit dafür nehmen, den Grund hinter dem Verhalten herauszufinden, offenbar sind aber beide damit überfordert.


    Von daher kann ich dir nur raten, bei dir und deinem Sohn ganz klar Grenzen aufzuzeigen, notfalls tatsächlich mit einer Erziehungsberatung sich erstmal über die eigenen Grenzen, bzw den Spielraum bewusst zu werden.


    Viel Erfolg!

  • Wie alt sind denn die Söhne? Klingt ja so als wenn sie deutlich älter als 10 Jahre wären.


    Wie lange läuft das Wechselmodell schon?


    Waren die Großen auch mal gemeinsam in der Woche bei euch? Teilen sie sich das Zimmer oder hat jeder sein eigenes Reich?

  • Das Alter würde mich da auch interessieren. Das Verhalten ist komplett anders zu bewerten wenn sie 12 oder wenn sie 16 sind.

    Das Gestern ist fort, das Morgen nicht da. Lebe also heute!


    Pythagoras von Samos

  • Danke erstmal für die tollen Rückmeldungen.


    Beide sind 12. mein Großer lebt jetzt seit 6 Jahren im Wechselmodel und kennt auch nix andres. Sein Sohn erst seit 2 Jahren.


    Ich glaube es wäre gut wenn mein Mann und die Mama meines Stiefkindes mal was unternehmen würden. Problem ist auch das sein sohn ja nicht nur innerhalb unserer Familie ein derart komisches Verhalten zeigt sondern auch in der Schule.


    Aber wie gesagt hat die Mama meines Stiefkindes nun schon das nächste Kind im Bauch und seit dem geht nix mehr. Wenn mein Mann sich nicht um vieles kümmern würde würde er noch nicht mal zum KFO oder der gleichen kommen.


    Schlimm ist halt das wir unter dem Verhalten am meisten leiden. also ich und mein Sohn. Mein Mann sagt dann immer er klärt das schon aber viel passiert dann ebend nicht außer viel Blabla und dann passiert eine Woche später wieder sowas. Das nervt halt.


    Es ist ja auch nicht so das mein Sohn einfach sein Ding machen könnte. Sein Stiefbruder hängt sich über all mit rein. Hat meiner nen neuen Freund muss sich der Sohn meines Mannes gleich die nummer organisieren und dem auch schreiben und zieht dann vom Leder über seinen Stiefbruder.

    Das löscht er auch schnell wieder damit es keiner nachvollziehen kann ect.

    Meinem Sohn sind nur 2 gute Freunde geblieben die nicht drauf reinfallen auf den Schmus.


    Wenn man das so schreibt denkt man immer Kinkerlitzchen ...aber in der Masse ist es echt zum Verzweifeln. Vor allem das klauen hat mich schwer getroffen.

  • Dieses Verhalten geht übrigens schon seit Jahren. Auch wo sein Sohn noch nicht im WM bei uns gelebt hat.


    Sie teilen sich ein Zimmer...ist sicher auch nicht ideal aber es ist ja auch ein kostenfaktor. Wir würden erst in eine größere Wohnung ziehen wenn ein kind dauerhaft bei uns leben würde.


    Ich glaub sein Sohn hat Angst das er zu kurz kommt, das mein Sohn mehr darf als er.

    Er fühlt sich immer benachteiligt obwohl das nicht stimmt.


    aber wie kann man ihm deutlich machen das es nicht so ist???


    Ich glaube das kann er nur selbst begreifen. alt genug wäre er ja. aber es wird ebend nur noch schlimmer.

  • Es klingt nach starker Eifersucht. Zwei Jahre sind wirklich noch nicht lange finde ich.


    Für mich klingt es als schreie dein Stiefsohn nach Aufmerksamkeit


    Natürlich tut mir dein Sohn leid und ich würde ihn auch schützen wolle. Aber ehrlich gesagt tut mir dieser andere Junge noch viel mehr leid.


    Ich würde an deiner Stelle um Beiden zu helfen deinem Mann auf die Füße treten.


    Erziehungsberatung ist das Mindeste.


    Die Frage ist auch ob das Wechselmodell wirklich richtig für euch ist. Das kann super sein, kann aber auch bewirken dass sich ein Kind nirgendwo richtig zuhause fühlt.


    Darüber würde ich dringend mit einem Kinder und Jugendpsychiater reden.

    Das Gestern ist fort, das Morgen nicht da. Lebe also heute!


    Pythagoras von Samos

  • Väter kriegen die Problematik dank Vollzeit Arbeit kaum mit.

    Daher wird der Papa das volle Ausmaß dessen was zu Hause bei den Jungs abgeht nicht mitbekommen.

    Ich denke dass Paritu mit ihrer Vermutung richtig liegt und da wären härtere Strafen für den Stiefsohn wohl kontraproduktiv.

    Ich würde euch aber dazu raten, wenn es irgendwie machbar ist, die Jungs in getrennten Zimmern unterzubringen.

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  • Wir würden erst in eine größere Wohnung ziehen wenn ein kind dauerhaft bei uns leben würde.

    Warum? Das finde ich schlichtweg falsch.


    Wenn es auch nur irgendwie geht wäre dass mit das erste was ich jetzt täte.


    Ich gestehe ich finde schon von außen betrachtet dieses "die Jungs bewohnen abwechselnd dasselbe Zimmer und sind abwechselnd bei euch *sehr* seltsam.


    Für deinen Sohn ist WM das "Normale".


    Für deinen Stiefsohn wird er seit zwei Jahren jede zweite Woche von einem anderen gleichaltrigen Jungen in der Wohnung seines Vaters "ersetzt".


    Das ist Küchenpsychologie, klar.


    Aber es springt mich sofort an.

    Das Gestern ist fort, das Morgen nicht da. Lebe also heute!


    Pythagoras von Samos

  • Ich finde das mit dem Zimmer nicht gut gelöst. Beim Wechselmodell ist es eh oft so, dass sich die Kinder nirgendwo so richtig Zuhause fühlen. Wenn dann bei euch nichtmal ein eigenes Zimmer da ist, stelle ich mir das sehr schwer vor. Das Zimmer ist ja nie ein richtiger Rückzugsort, weil er weiß, kaum ist er weg, lebt der andere Sohn darin. Ich selbst wäre damit als Kind nicht klargekommen. Und wenn seine Mutter sich vielleicht nicht so toll kümmert und er bei euch sieht, wie gut du dich um deinen Sohn bemühst, fühlt er sich vielleicht auch zurückgesetzt.

    Ich würde da wahrscheinlich auch professionelle Hilfe suchen.

    "Kein Schmerz ist größer, als sich der Zeit des Glückes zu erinnern, wenn man im Elend ist."

  • Was ist denke : gerade wenn es um einen so großen Jungen geht der erst mit 10 das Wechselmodell kennengelernt hat und der damit leben muss dass dort ein anderer Junge seines Alters ist dessen Mutter sich liebevoll kümmert und mit seinem Papa auch noch ein weiteres Baby hat, braucht er dringend dort einen festen Rückzugsort an dem sein Stiefbruder nix verloren hat und wo er sicher sein kann, das ist *seiner*. Egal wie lieb und nett der Bruder so ist.

    Das Gestern ist fort, das Morgen nicht da. Lebe also heute!


    Pythagoras von Samos

    Edited once, last by Paritu ().

  • Wieso haben die beiden so viel Kontakt, wenn sie nicht zusammen bei euch sind?


    Mir tut der Junge auch leid: seine Eltern interessieren sich nicht für ihn und die Stiefmutter kann ihn auch nicht leiden. Der Vater hat schon ein "neues" Baby und nun bekommt die Mutter auch noch eins.


    Ich denke auch, dass er Hilfe braucht, das müsst ihr aber gemeinsam als Familie lösen und nicht nur vom Vater verlangen durchzugreifen.

  • Ich sehe es auch so, dass ein eigenes Zimmer für die Jungs und deren Beziehung von Vorteil wäre. Ich finde es auch seltsam, dass die Jungs sich abwechseln. Wie soll die Familie denn da zusammenwachsen? Da fehlt es an gemeinsamer Zeit. Zudem suggeriert alles auf subtile Art und Weise, dass in eurer neuen Familie nur Platz für ein weiteres Kind ist. Da ist es verständlich, dass der Sohn deines Mannes evtl. Angst bekommt, dass er den Kürzeren zieht, da er mitbekommt, dass du dich für deinen Sohn mehr einsetzt als sein Vater es tut.


    Muss es denn das Wechselmodell sein? Wollen beide Söhne von euch es so?


    Ich wäre als Kind durchgedreht, wenn ich sowas hätte mitmachen müssen. In der Pubertät fühlt man sich ja eh schon blöd, das Hin und Her Geschiebe macht es dann nicht besser.

  • Ich finde es schrecklich für den Jungen. Seine eigene Mutter kümmert sich nicht, der Vater kümmert sich nicht, die Stiefmutter kümmert sich den Schilderungen zufolge offenbar am meisten, mag aber, verständlicherweise, ihre eigenen Kinder lieber. Der Stiefsohn hat also niemanden. Und da wundert man sich, dass er so unausstehlich wird?

  • Von daher finde ich es toll, dass die TE ehrlich und offen die IST Situation schildert und sich einen ersten Input von außen holt!


    Mein erster Impuls war ja die Elternverantwortung.

    Der Junge kann erst "liefern", wenn die Eltern auch ihrer Pflicht nach einem entsprechenden "Zuhause" nachkommen.


    Irgendwie bin ich davon ausgegangen, dass beide getrennte Zimmer haben, da ein Zusammenleben nicht funktioniert hat.

    Ich hätte es komisch gefunden, wenn zwei, die sich nicht kennen ein Zimmer teilen müssen.

    Da gab es also einen schlechten Start, infolgedessen der Stiefsohn wechseln musste?

    Da gilt es ja auch noch aufzuarbeiten....


    Ich wünsche euch eine gute Lösung, aber es wird wahrscheinlich nicht ohne Hilfe und Reflexion von außen klappen.


    Schön wäre es, wenn dieser Faden ein Neustart für euch werden könnte :four_leaf_clover:

  • Guten Morgen und vielen Dank erstmal.


    Ich muss wirklich sagen das mir manche Beiträge schon nahe gehen weil ich dem Sohn meines Mannes gern helfen will...in so fern er in dem Alter noch Hilfe ...vor allem von mir...noch annimmt.


    Grundsätzlich ist das mit meinem Stiefsohn von Anfang an eine verfahrene Kiste. Mein Mann wollte sich lange Jahre auch mit um seinen Sohn kümmern, durfte aber nicht, außer es ging der KM schlecht, da durfte er einspringen.

    Nach langem Hin und Her wollte mein Stiefkind vor zwei Jahren das WM freiwillig weil die KM wegziehen wollte, er aber nicht mitwollte. Damit er seinen Papa nicht ganz verliert, hat er glaube ich aus Angst das WM selbst gewollt.


    Die Wohnsituation finde ich auch Käse. Mir wäre es auch lieber wenn beide Jungs ein eigenes Zimmer hätten. Aber wir können uns keine größere Wohnung leisten. Das wäre nur eine Option wenn ein Kind dauerhaft bei uns leben wollen würde...wegen Unterhalt. ...was traurig ist aber sonst könnten wir es finanziell nicht stemmen.

    ABER: Leibliche Geschwister im gleichen Alter und gleichen Geschlechts müssen sich oft ein Zimmer teilen. Das ist bei den Mieten heutzutage wieder normal und ging früher auch!!!!


    Mein Mann bemüht sich schon sehr und im Rahmen (weil Vollzeit Arbeitstätig) tut er schon alles Menschenmögliche. Wie gesagt macht er zur Zeit alle Arzt und KFO Termine ect. Psychologe /Psychotherapie müssen eh beide machen und da hat die KM grad garkeinen Bock weil sie sich auf ihre neue Familie zu konzentrieren scheint.


    Meiner Meinung hilft dem Jungen nur eine Therapie um das Alte zu verarbeiten. Ich glaub er frisst viel in sich rein. Und lässt dann seine Wut an anderen aus.

    Dazu müssten aber seine Mutter und sein Vater endlich aufwachen und mal an einem Strang ziehen und nicht nur blabla am Telefon.


    Für uns ist die Situation jetzt grenzwertig. Ich muss ja meinen eigenen Sohn, unsren Kleinen und mich auch irgendwo schützen.

  • Gibt's zumindest die Möglichkeit pro Kind einen versperrbaren Schrank zu besorgen? Denn ja, Geschwister teilen sich oft ein Zimmer (bin kein Fan davon aber das ist Nebensache), aber die kennen sich seit der Geburt vom Jüngeren, haben sich aneinander gewöhnt und sind nicht abwechselnd da wo nie klar ist was der andere mit dem Zeug von einem selbst gemacht hat. Ich könnte etwas nicht als "mein Zimmer" ansehen wenn ich wüsste, die halbe Zeit ist da jemand anderer (den ich nicht unbedingt sehr mag) drinnen und kann all mein Zeug benutzen, ich kann keine Geheimnisse in diesem Zimmer haben.


    Ich hoffe auch es gibt zwei Betten.

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