Austauschfaden für pflegende Angehörige

  • ich würde schon gerne, dass sie da mehr untersuchen lässt.

    Aber sie selbst wird diesbezüglich nichts unternehmen und ich kann nicht einfach irgendwas in die Wege leiten.

    Momentan weiß ich auch noch nicht, welcher Arzt da was untersuchen würde.

    Vor einigen Jahren ging es ihr mal richtig schlecht, aber sie weigerte sich zum Arzt zu gehen. Da habe ich gesagt:' Gut, wenn du nicht zum Arzt gehen willst, kommt der Arzt eben hierher.'

    Der Arzt hat eine beidseitige Lungenentzündung festgestellt und wollte sie ins Krankenhaus einweisen. Das hat sie strikt abgelehnt.

    Emma Piel🤱 saß am Nil 🏞️, aß Eis am Stiel 🍭, da kam das Krokodil 🐊, fraß Emma Piel🤱.

  • Da darf man wohl einen Dickschädel attestieren... Vermutlich bleibt nix, als zu informieren, dass man sich noch woanders helfen lassen könnte und man ggf. dabei unterstützt, sofern gewünscht...


    Diese verfluchten dickschädeligen Senioren. Könnten es manchmal auch leichter haben.

    Live the life you love. Love the life you live.

  • Ja, wem sagst Du das. Ich konnte meine Mutter mühsam daran hindern, den Pflegegrad abzubestellen. Sie findet, dass sie das Geld nicht verdient hat (310 Euro im Monat, die für die Putzfrau und die Fußpflege verwendet werden) und fühlt sich nicht mehr pflegebedürftig. O-Ton: Das können wir dann ja auch selber zahlen. Im August ist die neue Begutachtung. Ich habe ihr gesagt, sie soll das abwarten und dann einfach die Wahrheit sagen und alles so zeigen, wie es ist, aber doch bitte jetzt nicht bei der Pflegekasse anrufen.

  • Sture Senioren... ich beiße mir an meinen gerade auch die Zähne aus... diverse Absurditäten...


    Ansonsten kam heute morgen endlich der Anruf meiner Gyn bzgl. Stanzbiopse: Gutartiger Tumor, Stufe B2 und B3. U.a. Fibroadenom. Entfernung empfohlen. Ich dachte, ich packe das noch mit in die Krankschreibung wg. der Bandscheibe rein, ein Ausfall weniger, 1x weniger Einkommensverlust. Tja, Pustekuchen. Frühestmöglicher OP-Termin irgendwann im September. *seufz*

    Live the life you love. Love the life you live.

  • Trotzdem Gratulation dazu, dass es kein bösartiger Tumor ist…


    Die Folgen und Konsequenzen wären ja ganz andere …

    Foto: Strand Ilha Deserta


    Entscheide lieber ungefähr richtig als genau falsch....


    (Goethe)

  • Ja, doof, dass es erst im September operiert werden kann. Aber super, kein bösartiger Tumor.


    Ich werde immer unruhiger.... lustig ist, mein Nachbar geht zum selben Zeitpunkt wie ich in die Reha. Er wird am Herzen operiert.

    Ich war heut beim Orthopäden wegen der Schulter. Das positive: es ist nicht die Halswirbelsäule. Es ist wirklich die Schulter. Es wächst was, was nicht wachsen soll, aus dem Knochen, das bedrängt den Schleimbeutel. Und macht mächtig Schmerzen. Hat auch einen Namen. Soll operiert werden, sobald ich wieder laufen kann.

    Es ist wie es ist :litter_in_bin_sign:

  • DANKE!

    Ich bin ehrlich gesagt auch erleichtert... Hatte Dienstag angerufen, da lag der Bericht vor, aber die Ärztin hatte ihn noch nicht gesehen. Wollte Mittwoch anrufen, da kam nix. Ich schon Kopfkino, dass was ist, die erst mit der Klinik spricht was sie mir raten soll,...

    Gestern Punkt 8h dann der Anruf und sie war im Glauben, die Klinik hätte mich schon informiert und ich wüsste alles... Es tat ihr dann auch total leid, dass ich unter Hochspannung stand.

    Aber ja, ich bin erleichtert. Hatte doch mehr Angst, als ich gedacht habe. Aber ehrlich gesagt bin ich gerade ziemlich an der Grenze: Rücken, Brust, Auge. Eigentlich soll ich ab Mittwoch wieder arbeiten, wobei der Radiologe empfohlen hat, bis Ende der PRT-Behandlung eben noch nicht zu arbeiten, weil ich viel zu viel und zu starr sitze. Montag Hausärztin, dann muss ich weitersehen.


    Aber die Summe der Dinge macht gerade wirklich mürbe... Und dies verfluchte finanzielle Unsicherheit, weil sich wirklich alles und jeder querstellt.

    Live the life you love. Love the life you live.

  • Dass Du mehr als mürbe bist, versteh ich so, so gut. Das ist ungefähr mindestens neunzehnmal so viel, wie irgendwer aufgeladen bekommen sollte. So viele Baustellen, mehrere davon existenziell, so viel Zeug, um das Du Dich kümmern musst und das Du an niemanden abgeben kannst. Bei den meisten war im letzten Jahr Corona "the thing", bei Dir ist es quasi nur ein verkomplizierender Nebenumstand. Und dazu kümmerst Du Dich beruflich um Menschen und privat um Deine Eltern, und irgendwie keiner um Dich. Du bist echt der Hammer, unglaublich tapfer und tüchtig, aber es ist wirklich, wirklich, wirklich, wirklich viel. Und das sag ich echt nicht so leicht.


    Ich wünschte, ich könnte Dir einfach sagen, dass alles gut wird. Ich hoffe, in zwei, drei Jahren denkst Du bei der Erinnerung, ach Mensch, könnte ich meinem früheren Ich doch bloß sagen, wie es wird, damit sie sich keine Sorgen machen muss, weil es okay wird.

  • Hättest du denn die Möglichkeit, dir übergangsweise eine andere Sitzgelegenheit zu organisieren, mit der du mehr arbeiten könntest? Mein Mann hat Rückenprobleme und da gibt es doch so Dinger, mit denen man halb steht, halb sitzt. Natürlich in deinem Beruf ungewöhnlich, aber man könnte es den Leuten ja einfach sagen und sagen, dass die Alternative noch längerer Ausfall wäre.


    Von mir auch alles Gute! Das ist echt ein großes Paket, dass du da schultern musst.

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