Warum schmeckt mir Flaschenbier nicht (mehr), Fassbier jedoch schon?

  • Hallo,


    ich habe es in einem anderen von mir eröffneten Thread schon einmal angerissen. Meine Beschwerden, teilweise chronisch, die den Magen betreffen jetzt einmal außen vor: Mir ist seit einigen Monaten aufgefallen, dass ich Bier, das ich zuhause trinke, anscheinend nicht mehr so gut vertrage. Es überkommt mich bereits beim Trinken ein gewisser "Ekel", bei dem man die Mundwinkel nach unten zieht und spätestens beim Zweiten ist mir schon diffus flau im Magen. Ich habe schon jedwede Sorte ausprobiert, am MHD kann es auch nicht liegen, da es über einen längeren Zeitraum so ist und ich das Bier immer neu kaufte. Gehe ich allerdings in eine Bar oder einen Biergarten, was nun ja wieder möglich ist, schmeckt es mir und ich verspüre kein flaues Gefühl im Magen. Dabei trinke ich 1:1 die gleiche Biersorte, nur ist es hier vom Fass.


    Nicht falsch verstehen, das hat nichts mit "Ich muss unbedingt Bier trinken!" zu tun, es wundert mich aber, da ich das noch nie hatte. Alkoholfreies Bier habe ich im Übrigen auch schon versucht, was jedoch den gleichen Effekt hatte. Als Gelegenheitsraucher (circa eine halbe Schachtel in der Woche) habe ich auch schon die Zigaretten dabei weggelassen - kein Effekt.


    Klar, ohne Bier und Zigaretten lebt es sich gesünder, das ist nicht die Frage. Dennoch bin ich verwundert, da es ja nicht am Bier per se zu liegen scheint. Muss ich jetzt Fässer anrollen lassen? Gibt's hier Gleichgesinnte, die das kennen?


    P.S. Bei anderen Getränken oder Speisen habe ich derartige "Symptome" nicht. Ich kann alles trinken und essen, natürlich nicht zu viel und fettig, sonst haut es mir die Soße hoch.


    Liebe Grüße

  • Dennoch bin ich verwundert, da es ja nicht am Bier per se zu liegen scheint. Muss ich jetzt Fässer anrollen lassen?

    Das bringt nichts, da es ja nicht am Bier liegt. Was hindert dich daran, das Bier einfach wegzulassen, wenn es dich anekelt?

    Ich kann dir nicht sagen, welcher Mechanismus bei dir dahintersteckt. Das Umfeld spielt eine Rolle. Jeder kennt Situationen, bei denen man keinen Bissen hinunterbekommt. Im Gegenzug wirken Orte, an denen Fassbier ausgeschenkt wird, in der Regel recht einladend.

    Ich bin übrigens vom Bier- zum Weintrinker mutiert wegen regelmäßiger Gichtanfälle. Eine Dose Bier trinke ich noch die Woche. Aber es schmeckt nicht mehr so wie früher. Der Geschmackssinn hat sich umgestellt.

  • Dennoch bin ich verwundert, da es ja nicht am Bier per se zu liegen scheint. Muss ich jetzt Fässer anrollen lassen?

    Das bringt nichts, da es ja nicht am Bier liegt. Was hindert dich daran, das Bier einfach wegzulassen, wenn es dich anekelt?

    Ich kann dir nicht sagen, welcher Mechanismus bei dir dahintersteckt. Das Umfeld spielt eine Rolle. Jeder kennt Situationen, bei denen man keinen Bissen hinunterbekommt. Im Gegenzug wirken Orte, an denen Fassbier ausgeschenkt wird, in der Regel recht einladend.

    Ich bin übrigens vom Bier- zum Weintrinker mutiert wegen regelmäßiger Gichtanfälle. Eine Dose Bier trinke ich noch die Woche. Aber es schmeckt nicht mehr so wie früher. Der Geschmackssinn hat sich umgestellt.


    Aus Geselligkeit trinke ich gern ein Bier zuhause, typisch zum Feierabend eben. Da ich aber keinen Wein o. ä. trinke und auch keine sonstigen Getränke zu mir nehme, außer Wasser, ist das Bier das alkoholische Getränk meiner Wahl. Grundsätzlich schmeckt es mir ja schon, manchmal nur etwas fad und vielleicht hat sich das auch psychisch schon etwas verankert.


    Bist Du auf Weiß- oder Rotwein umgestiegen?

  • Aus praktischen Erwägungen auf Rotwein, denn der senkt den LDL-Blutfettspiegel, der bei mir erhöht ist. Dafür sorgen Gerb-, Farb- und Mineralstoffe in den Schalen dunkler Trauben, zehn mal mehr als in hellen Trauben. Dummerweise gibt es für Wein kein Reinheitsgebot wie für Bier. Bis zu 50 verschiedene Stoffe dürfen zugegeben werden. Darum trinke ich trockenen Rotwein. Da wird zumindest kein Zucker zugegeben.

  • Vielleicht probierst du mal sowas?


    https://www.google.com/search?…oECAEQBA&biw=1920&bih=899


    Soll wie frisch gezapft schmecken, eigene Erfahrungen habe ich nicht.

    Das ist dummes Zeug. Wer auf schales Bier steht, sollte zugreifen, alle anderen, die Kohlensäure im Bier haben wollen, Finger weg.


    Die Thematik Fass vs. Flasche ist etwas komplexer. Im Fass reift das Bier in großen Volumina ohne Lichteinfluss, in Flaschen ist das Verhältnis Bier/Oberfläche schlechter (Oxidation hat einen Einfluss auf den Geschmack) und es kommt Licht hinein, beides schlecht fürs Bier.


    Ich habe schon Unterschiede bei 0,33l- und 0,5l-Flaschen, das weiß ich weil ich selbst braue. Ein und das gleiche Bier schmeckt aus verschieden großen Flaschen verschieden, nicht schlechter/besser, anders. Und im Fass sieht's noch wieder anders aus.


    Was die oben genannten Sprudelsteine angeht, die gaukeln vor, dass die Zapfkohlensäure irgendwie "dazu kommt", was nicht so ist (im Gegenteil). Ist an sich aber auch Unsinn, denn diese Kohlensäure dient dem Transport vom Fass zum Hahn, hat darüber hinaus jedoch keinen Einfluss (wenn ständig gezapft wird), was ja auch so erwünscht ist.


    Das ist nicht leicht zu beantworten, schon gar nicht ohne sehr viel genauere Angaben vom TE.

    Achim

  • Guten Morgen,


    danke für Eure Tipps und Ratschläge. Ich habe gestern mal den absolut wahnwitzigen Test gemacht, und ... das Flaschenbier in ein Glas gegossen, es eine ordentliche Schaumkrone bilden lassen und somit die Kohlensäure entweichen lassen. Es hat nicht mehr so stark sprudelnd geschmeckt, was ungewöhnlich war, aber es ging gut. Vielleicht lag's in letzter Zeit einfach nur an der Kohlensäure. Ich als Flaschenkind kam natürlich nicht auf die Idee, es einfach mal einzuschenken. Dazu braucht's dann wieder die Freundin, die dem ollen Biertrinker das Leben erklärt. :D

  • Wir holen schonmal die Frischefässchen. Aber nur wenn sie im Angebot sind und selbst dann ist das zum Flaschenkasten echt teuer.

    Dafür schmeckt es gut gekühlt auch wie im Biergarten und hält sich tatsächlich lange frisch. Es gibt dafür auch Kühlmanschetten, um es kalt zu halten, wenn man es aus dem Kühlschrank genommen hat.

    Gott sieht alles - mein Nachbar sieht mehr

  • Die Thematik Fass vs. Flasche ist etwas komplexer. Im Fass reift das Bier in großen Volumina ohne Lichteinfluss, in Flaschen ist das Verhältnis Bier/Oberfläche schlechter (Oxidation hat einen Einfluss auf den Geschmack) und es kommt Licht hinein, beides schlecht fürs Bier.

    Flaschenbier reift in den Brauereien in großen Tanks. Erst dann wird es abgefüllt. Die Flaschen sind aus braunem oder grünem Glas, die einen guten Lichtschutzfaktor darstellen.

  • Bei Hansa Pils kannst Du mit Dosen auch nicht mehr viel zum Nachteil verändern.

    Wenn die wenigstens so schlau gewesen wären wie die Brauer von Karlsquell,dann hätten sie die Kopfschmerztablette auch gleich mit ins Bier getan.

  • Astra und Krombacher kenne ich, beides nicht der Rede wert, aber ab dem dritten geht es. Das geht auch aus der Flasche, im Glas ergibt sich nichts, was zu riechen wäre, zumindest nichts besonderes. Hansa habe ich leider niemals probieren dürfen, wäre ganz interessant. Denn die aktuellen s.g. Billigbiere von den Discountern habe ich mal unvoreingenommen verkostet und fand sie verglichen mit Fernsehbier nicht schlechter. Fernsehbier meint hier Radebitsteiner, schmecken alle gleich und riechen nach nicht viel.


    Und was die Dose fürs Bier angeht: das ist das kleinste Fass der Welt, nichts schirmt das Licht besser ab als Aluminium. Belafonte: auch wenige Lichtquanten sorgen für Veränderungen, da kannst du mir vertrauen, egal ob das Glas grün oder lila ist. In der Dose ist das Bier optimal untergebracht und ich frage mich ernsthaft, warum nicht mehr Brauereien auf Dosenabfüllung umsteigen. Das spart massenweise Gewicht beim Transport und ist in vielerlei Hinsicht das beste Transportbehältnis nach dem großen Fass für die Kneipe. Meine Vermutung: der Verbraucher assoziiert mit Dose "billig", was in keiner Hinsicht stimmt.


    Nackenverspannung: natürlich riecht und schmeckt ein Bier aus dem Glas anders, als aus Flasche oder Dose direkt konsumiert. Insofern hat die Freundin (und hoffentlich auch ich) etwas Erkenntnis gebracht: gutes Bier trinkt sich besser aus dem Glas, egal ob es aus dem Fass oder der Dose kommt. Kann aber ruhig auch jede(r) hier für sich mitnehmen: Wein/Sekt trinkst du nicht aus der Flasche (außer wenn man sich mit Gewalt betrinken will), Bier auch nicht.

    Achim

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