Leben ohne Auto - von Bequemlichkeit zu Notwendigkeit und zurück...

  • Auto zu fahren heißt ja nicht, NUR Auto zu fahren und sonst nix für seine Herz-Kreislauf-Gesundheit zu tun.

    Sportliche Menschen werden jetzt nicht unbedingt nennenswert gesünder, wenn sie zu ihrem ohnehin soliden Sportpensum auch noch
    ein paar Kilometer zusätzlich Rad fahren. "Jede Betätigung mitnehmen, die geht!!" gilt wohl eher für Faulpelze, die sonst nicht sehr fit sind.


    "Gegen" Autofahren zu sein heißt im Umkehrschluss auch nicht, besonders fit zu sein. Den Arsch kann man sich auch in Bus und Bahn gut plattsitzen...

    also ich kenn tatsächlich einige die nach dem sie 18 waren und sich ein Auto zugelegt haben ordentlich an Gewicht zugelegten, ist natürlich nur eine anekdotische Evidenz.


    Es ging ja um Rad fahren und nicht um "mit Öffis fahren".

    Mit dem Rad nimmt man die Bewegung ja schon quasi for free täglich und zusätzlich mit, wenn man nun z.B. 10km + täglich zurücklegen muss wird es schon schwer dass mit Sport nach der Arbeit auszugleichen.

    Der Radfahrer kann ja auch on top noch abends ins Fitnessstudio, den jogakurs, die Rudermaschine oder was auch immer. Das aufzuholen ist für jemanden mit einem Vollzeitjob schon recht schwer.


    Mir ging es eher um Timba Aussage es wäre "schlauer" das Auto zu nutzen. Zumindest wüsste ich kein normales Szenario wo das Auto unter Fitnessaspekten das "schlauere" Fortbewegungsmittel ist.

  • Es ist für unsere Transportaufgaben eine angemessene Lösung - nicht für alle, aber das habe ich ja auch nicht behauptet...

    Genausowenig wie Dein Auto für alle Deine Transportaufgaben eine Lösung ist - irgendwo stößt es an seine Grenzen.

    :thinking_face: :thinking_face: Also, ich fahr jetzt nicht erst seit gestern Auto, aber bisher hat mein Auto noch jede sich mir stellende Transportaufgabe gelöst.


    D.h. halt, es gab durchaus... äh... drei Male oder so, wo meine sich zu der jeweiligen Zeit in meinem Besitz befindlichen Autos nicht geeignet waren. Die Lösung: Das Ausleihen eines noch größeren Autos. :grinning_face:

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    Es ist für unsere Transportaufgaben eine angemessene Lösung - nicht für alle, aber das habe ich ja auch nicht behauptet...

    Genausowenig wie Dein Auto für alle Deine Transportaufgaben eine Lösung ist - irgendwo stößt es an seine Grenzen.

    :thinking_face: :thinking_face: Also, ich fahr jetzt nicht erst seit gestern Auto, aber bisher hat mein Auto noch jede sich mir stellende Transportaufgabe gelöst.


    D.h. halt, es gab durchaus... äh... drei Male oder so, wo meine sich zu der jeweiligen Zeit in meinem Besitz befindlichen Autos nicht geeignet waren. Die Lösung: Das Ausleihen eines noch größeren Autos. :grinning_face:

    Exakt - und wenn man jetzt die Mehrkosten eines größeren Autos in Relation zu der wirklichen Nutzung des Platz- und Reichweitenbedarfs setzt, dann kommt vielleicht heraus, dass sich für diese Anwendungsfälle ein Mietwagen gerechnet hätte...

  • "Leihen" hast du gelesen, oder? War ja auch ein Mietwagen. Aber der macht im Umkehrschluss halt mein eigentliches Auto nicht obsolet.

  • Mit dem Rad nimmt man die Bewegung ja schon quasi for free täglich und zusätzlich mit, wenn man nun z.B. 10km + täglich zurücklegen muss wird es schon schwer dass mit Sport nach der Arbeit auszugleichen.

    Findest du? Also ich fahre das auch öfter und berücksichtige es nicht als Sport und sonderliche Bewegung. 10km Radfahren sind im Vergleich zu einer richtigen Sporteinheit finde ich gar nichts (außer man wohnt besonders bergig :D:(: ) Ich hätte daher umgekehrt gesagt: Richtigen Sport nicht zu machen gleicht man nicht mit so ein bisschen radeln aus.
    (Disclaimer: Ja ich weiß nach Grundfitness kann das auch superanstrengend empfunden werden)

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    :thinking_face: :thinking_face: Also, ich fahr jetzt nicht erst seit gestern Auto, aber bisher hat mein Auto noch jede sich mir stellende Transportaufgabe gelöst.


    D.h. halt, es gab durchaus... äh... drei Male oder so, wo meine sich zu der jeweiligen Zeit in meinem Besitz befindlichen Autos nicht geeignet waren. Die Lösung: Das Ausleihen eines noch größeren Autos. :grinning_face:

    Exakt - und wenn man jetzt die Mehrkosten eines größeren Autos in Relation zu der wirklichen Nutzung des Platz- und Reichweitenbedarfs setzt, dann kommt vielleicht heraus, dass sich für diese Anwendungsfälle ein Mietwagen gerechnet hätte...

    "Leihen" hast du gelesen, oder? War ja auch ein Mietwagen. Aber der macht im Umkehrschluss halt mein eigentliches Auto nicht obsolet.

    "Größeres Auto" hast Du gelesen, oder? Es ging mir darum, dass die allermeisten Autos die allermeiste Zeit vollkommen unnötige Leistungsparameter bereit halten, was sich in unmäßigen Platz- und Energieverbrauch äußert. Da würde für den Single oder das Paar ein Zweisitzer, für die Familie ein vier- oder fünfsitziger Kleinwagen anbieten, weil in den seltensten Fällen alle Plätze und das gesamte Ladevolumen genutzt werden.

  • Mit dem Rad nimmt man die Bewegung ja schon quasi for free täglich und zusätzlich mit, wenn man nun z.B. 10km + täglich zurücklegen muss wird es schon schwer dass mit Sport nach der Arbeit auszugleichen.

    Findest du? Also ich fahre das auch öfter und berücksichtige es nicht als Sport und sonderliche Bewegung. 10km Radfahren sind im Vergleich zu einer richtigen Sporteinheit finde ich gar nichts (außer man wohnt besonders bergig :D:(: ) Ich hätte daher umgekehrt gesagt: Richtigen Sport nicht zu machen gleicht man nicht mit so ein bisschen radeln aus.
    (Disclaimer: Ja ich weiß nach Grundfitness kann das auch superanstrengend empfunden werden)


    Vielleicht wird das jetzt echt etwas OT:


    Man kann ja gemütlich ausflugsmässig fahren oder eben sportlich, also ich bin zu meinem letzten Arbeitgeber 12-15km (scenic route oder die schnelle) je Strecke gefahren, unter der Woche brauchte ich dann kein Kardio mehr. ich laufe eigentlich täglich ( i know, nicht optimal aber ich brauche das um den Kopf frei zu bekommen), das habe ich mir dann geklemmt. Ich würde mich jetzt aber auch nicht als mega sportlich bezeichnen, mir ist es vor allem wichtig dass ich mich täglich 1-2h möglichst am Stück bewege.


    Netter Nebeneffekt, nach nem stressigen Tag einfach noch was flotter fahren und ne extra Runde drehen und man kommt relativ entspannt zu Hause an.


    Berge sind natürlich noch geiler, den hatte ich in meiner Heimatstadt, nur 7Km aber dafür ne ordentliche Steigung. :smiling_face_with_smiling_eyes:

  • Es ging ja um Rad fahren und nicht um "mit Öffis fahren".

    Ich denke trotzdem, dass der durchschnittliche Öffi-Nutzer wesentlich mehr seiner Wege zu Fuß zurück legt, als der durchschnittliche Autofahrer...

    Kommt drauf an. Ich falle von der Haustür in die Bahn, sind vielleicht 50 Schritte. Die Bahn wirft mich vor dem Haupteingang meiner Arbeitsstelle wieder aus, ich laufe nur ins Gebäude rein und fertig. Fahre ich mit dem Auto zur Arbeit, muss ich mangels Parkplätzen, irgendwo im Stadtteil parken und je nach Glück und Uhrzeit noch 10-15 Minuten bis zu meinem Arbeitsplatz und abends zurück zum Auto laufen :winking_face:


    Ich lebe in einer Großstadt mit sehr gut ausgebautem ÖPNV (allerdings extrem Radfahrer-unfreundlich). Innerhalb der Stadt lege ich 95 % meiner Wege (inkl. Arbeitsweg) mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder manchmal auch mit dem Rad zurück. Selbst Einkaufen gehe ich meist ohne Auto. Ich habe hier auch lange ganz ohne Auto gelebt. Dennoch besitze ich einen Kleinwagen, den ich bei zunehmender Verfügbarkeit von Ladesäulen, auch gerne bald in einen Hybrid umtauschen möchte und es gibt einfach Situationen, in denen kann und will ich nicht auf dieses Auto verzichten. Diese sind überwiegend beruflicher Natur, manche eben aber auch eine Mischung aus Bequemlichkeit und Faulheit und vor allem im Bezug auf längere Fahrten fehlender Leideswille. Die deutsche Bahn hat mich im Studium gefühlt Jahre meines Lebens gekostet, mir dafür eine Menge Geld aus den Taschen gezogen und dafür durfte ich viele nette Bahnhöfe innerhalb Deutschlands kennenlernen (mein Vater dann übrigens auch, wenn er mich mit dem Auto irgendwo abholen musste weil ich wieder gestrandet war...). Schlanker geworden bin ich damals vermutlich auch nicht, hab mir die Zeit meistens in den Bäckereien und FastFood Läden der Bahnhöfe vertrieben...


    Gehöre ich jetzt zu den "Guten" weil ich meinen Alltag ohne Auto bestreite oder doch eher zu den "Schlechten" weil ich überhaupt ein Auto besitze und dieses als junge, gesunde Großstadtbewohnerin manchmal auch einfach aus Faulheit und Bequemlichkeit nutze und nicht nur in überlebenswichtigen, nicht anders lösbaren Situationen?



    Mich nervt einfach das Dogmatische, mit dem diese Thema immer diskutiert werden. Ich bin als Fußgängerin, Radfahrerin und Autofahrerin im Straßenverkehr unterwegs. Mich hat auch schonmal ein unaufmerksamer bzw. ignoranter Autofahrer vom Rad geholt. Umgekehrt habe ich auch schon in einer Fahrradstadt gelebt, in denen man mit dem Auto ständig irgendwelchen wildgewordenen Radfahrern ausweichen musste, die qua Existenz die Vorfahrt für sich beanspruchten und sich an gar keine Verkehrsregeln hielten. Ich lebe seit vielen Jahre in Großstädten und das die meiste Zeit problemlos ohne Auto. Habe aber auch lange genug an Orten gelebt, in denen man ohne Auto nicht mal ein Brötchen kaufen konnte (übrigens einen Ort, den ich bei erstbester Gelegenheit verlassen habe weil mich diese Abhängigkeit vom Auto extrem genervt hat) und auch ein (motorisiertes) Lastenrad keinen alltagstaugliche Alternative war. Die Welt besteht eben nicht nur aus schwarz und weiß und ich verstehe nicht warum man immer so auf "den anderen" rumhacken muss und ihnen unterstellt, ignorante A*schlöcher zu sein...

  • Es ist schon ziemlicher Irrsinn wenn angesichts der Klimakrise (weiß man ja auch nicht erst seit gestern) die Autos in den letzten 20 Jahren immer größer und schwerer wurden und so mehr mehr PS benötigen.

    Argument der Autoindustrie, der Kunde will das so.


    https://de.statista.com/infografik/16893/technische-merkmale-von-neu-zugelassenen-pkw-in-deutschland/#:~:text=Ein%20Grund%20f%C3%BCr%20die%20Entwicklung,Nachfrage%20nach%20PS%2Dstarken%20Autos.


    Also ganz abgesehen davon dass wir generell für unseren Individualverkehr (Pro Nase 1,5T zu bewegen) von unseren Nachfahren (sollte es sie noch geben) hart ausgelacht und "gefacepalmed" werden.

  • Den Arsch kann man sich auch in Bus und Bahn gut plattsitzen...

    aber da bekommt man wenigstens gesagt, dass er zu dick ist :face_with_tears_of_joy:


    Der Reiner Eichenberger hat übrigens behauptet, Autos seien für die Umwelt besser als Fahrräder. Autofahrer seien immer zu viert unterwegs, und Radfahrer allein, und kriegen Hunger und müssen dann ein Steak essen.

    Reiner Eichenberger ist nicht Kabarettist, sondern Wirtschaftsprofessor an der Uni Fribourg (CH), und nach denen die ihn kennen, soll er es ernst gemeint haben.

  • Für die hier so zahlreichen Freunde des Lastenrades:

    Seit wann ist "Eins" = zahlreich?

    Ich glaub er hat selber nen Spaß gemacht, ist ja nicht immer zu erkennen bei ihm.....

    Getroffen! :smiley_emoticons_bravo:


    Ich vermute, Timba wollte die Ironie unterlaufen... :smiley_emoticons_idea2:


    Trotzdem: in unserer Stadt sind Lastenfahrräder recht verbreitet. Allerdings nicht bei Privathaushalten, sondern bei (Halb-)Profis im Lieferdienst.

    Ich selber habe kein Lastenfahrrad, aber in der Corona-"Hochsaisin" haben wie auch eins angemietet um Einkäufe zu besorgen.


    Das Auto in Ehren, aber man muss nicht wie ein Baby strampeln gegen alle Alternativen im Strassenverkehr.

    Edited once, last by Paira ().

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