Leben ohne Auto - von Bequemlichkeit zu Notwendigkeit und zurück...

  • Fitness ist immer gut.

    Ich mach aber sowieso täglich mindestens eine Stunde Sport, ob ich Auto fahre oder nicht. Bis kurz vor Entbindung hab ich Sport gemacht und auch diesmal wird das, sofern alles gut bleibt, wieder so sein. Also nicht jeder benötigt da noch einen extra Anreiz. Zumal diese Elektro-Bikes eher Motorrädern gleichen (sobald es anstrengend wird haut man den Motor an... was man keinem verübeln kann, aber Fitness geht halt anders) und viele Menschen die drauf sitzen trotzdem unsportlich sind. Da haut es auch der Weg zur Arbeit nicht raus....

    Wir sind hier Flachlandtiroler. Ich schalte den Motor nur dazu, bei langen Radtouren, wenn sehr starker Gegenwind herrscht und maximal auf Stufe 2.

  • Mir fällt für die Problematik in den Alpen direkt noch etwas ein für die "letzte Meile" zu Arbeitsstätten, die so steil sind, dass man da mit dem Rad nicht hochkommt: Wie wäre es an dieser Stelle Seilbahnen oder Sessellifte einzusetzen, so als Ergänzung zum Öffentlichen Nahverkehr? Die Österreicher sollten sich mit sowas doch auskennen? Selbst in meiner Stadt wird darüber diskutiert Seilbahnen zusätzlich zu bauen, nicht nur um unseren "Hausberg" anzufahren, sondern auch quer über die Stadt.


    Zum Thema auch mal anstelle mit dem Auto Strecken mit dem Rad zurückzulegen wurde als Argument noch nicht der Fitnessfaktor angegeben (soweit ich das noch überblicke hier), wäre vielleicht ja auch nicht unbedingt schlecht so ganz nebenbei was für seinen Körper zu tun.

    In Lissabon gibt's so etwas. Die Unter - und Oberstadt ist durch einen Aufzug zu erreichen, für ältere Menschen mit Rollator nicht schlecht. Als Tourist ist alles gut fußläufig zu erreichen. Nochmals kurz zu Autos. Hier in Deutschland kann ich auf mein Auto nicht verzichten, wohl aber in meiner Heimatstadt. Dort habe ich kein eigenes Auto und auch keinen Leihwagen. Ich gehe zu Fuß. Kennst du den römischen Straßenverkehr? Es lohnt sich. Alles fährt bei Rot über die Ampel, von allen Seiten kommen die Vespas und es wird mitten auf der Straße geparkt. Touristen erkennt man sofort, diese gehen am ersten schön brav bei grün über die Ampel, wie es ja richtig ist, am zweiten Tag nicht mehr. Das ist kein Witz, sondern Tatsache. Das seltsame an der ganzen Sache ist, daß ganz selten ein Unfall passiert. Nebenbei bemerkt, die Polizei macht es nicht anders. Oft genug erlebt!

  • Leider war ich noch nicht in Rom und auch noch nicht in Lissabon, kenne aber den Aufzug dort, sowas gibts auch in Luxemburg-Stadt. Ich kenne allerdings die Niederlande und Frankreich, da bin ich auch immer überrascht wie problemlos es auf der Straße zugehen kann bezüglich des Miteinander Radfahrer und motorisierter Verkehr. In den Niederlanden und den Städten in Frankreich ist auch viel mit Radwegen getan, die nicht so unmöglich wie in Deutschland gelegt werden, aber eben auch auf dem Land in Frankreich ist man als Radfahrer sehr viel beachteter und wird als gleichwertig betrachtet. (kenne dort aber auch nur die Tour-de-France-Strecken in den Bergen)

    Wenn ich mal auf den Titel zurückgreife, bzw. mich auf den Titel beziehe, muss ich sagen, dass ein Auto (Autos) für mich reine Lebensqualität bedeuten.

    Nachdem ja irgendjemand im Stau stehen muss, kann ich den Gewinn an Lebensqualität für viele Autofahrer nicht nachvollziehen - so nachts auf der leeren Autobahn schon eher...

    Dusche..... Schuhe für draußen an Regentagen, Schränke... Mikrowelle..... Backofen.... Seife....

    lol.

    Wir reden hier von Investitionen in ein bewegliches Gut im Wert von vier- bis fünfstelligen Beträgen und von beträchtlichem Energie- und Materialaufwand, welches üblicherweise nicht in der Wohnung steht und sich deshalb zur gemeinsamen Nutzung anbietet...

    Wie wäre es an dieser Stelle Seilbahnen oder Sessellifte einzusetzen, so als Ergänzung zum Öffentlichen Nahverkehr?

    Setzt aber auch eine gewisse Sammelwirkung voraus, wenn man nicht eine massive Verbauung des bodennahen Luftraums möchte. Und wo genügend Leute für eine sinnvolle Auslastung zusammenkommen, wäre die Investition in einen variablen straßengebundenen Nahverkehr vielleicht sinnvoller und günstiger?

    Bis auf wenige Spezialfälle sehe ich da keine Anwendung - die städtischen Konzepte sollen ja Straßen entlasten, was in den Bergen beim Anwohnerverkehr (!) eher kein Problem darstellt.

    Selbst in meiner Stadt wird darüber diskutiert Seilbahnen zusätzlich zu bauen, nicht nur um unseren "Hausberg" anzufahren, sondern auch quer über die Stadt.

    München oder Wuppertal?

    Zum Thema auch mal anstelle mit dem Auto Strecken mit dem Rad zurückzulegen wurde als Argument noch nicht der Fitnessfaktor angegeben (soweit ich das noch überblicke hier), wäre vielleicht ja auch nicht unbedingt schlecht so ganz nebenbei was für seinen Körper zu tun.

    Verschiedentlich erwähnt, aber nicht diskutiert...

    Zumal diese Elektro-Bikes eher Motorrädern gleichen (sobald es anstrengend wird haut man den Motor an... was man keinem verübeln kann, aber Fitness geht halt anders) und viele Menschen die drauf sitzen trotzdem unsportlich sind. Da haut es auch der Weg zur Arbeit nicht raus....

    Schon mal Ebike gefahren? Dann wüsstest Du, dass da bei jeder Unterstützungsstufe Eigenleistung gefragt ist, die gerade für unfitte Menschen einen deutlichen gesundheitlichen Effekt bedeutet, also kein Vergleich zum Auto.

    Diese Leute mit "bringt eh nix" ans Auto zu binden, verfestigt deren eingeschränkte körperliche Mobilität noch weiter und ist, mit Verlaub, eine etwas seltsam anmutende Einschätzung von einer Ärztin...

    Selbst Sportler schätzen die Möglichkeit, damit im Grundlagenbereich bzw. regenerativ zu trainieren, um Gelenkbelastungen zu verringern.

    Aber lieber mit dem SUV ins Fitnessstudio, das ist intelligentes Training!

  • Setzt aber auch eine gewisse Sammelwirkung voraus, wenn man nicht eine massive Verbauung des bodennahen Luftraums möchte. Und wo genügend Leute für eine sinnvolle Auslastung zusammenkommen, wäre die Investition in einen variablen straßengebundenen Nahverkehr vielleicht sinnvoller und günstiger?

    Bis auf wenige Spezialfälle sehe ich da keine Anwendung - die städtischen Konzepte sollen ja Straßen entlasten, was in den Bergen beim Anwohnerverkehr (!) eher kein Problem darstellt.



    München oder Wuppertal?


    In den Alpen wird noch viel mehr Luftraum "Just-For-Fun" mit Seilbahnen verbaut, ich meine aber eben bei bestimmten Arbeitsstellen auf dem Berg, wo also ne gewisse Auslastung durch die dort Arbeitenden da ist.


    Weder noch. :upside_down_face:

    Frankfurt ist es.

  • In Wuppertal gibt's doch die Schwebebahn.

  • Nachdem ja irgendjemand im Stau stehen muss, kann ich den Gewinn an Lebensqualität für viele Autofahrer nicht nachvollziehen - so nachts auf der leeren Autobahn schon eher...

    Ich stand früher immer wieder im Stau aufgrund der Pendelstrecke Frankfurt - Stuttgart, und wenn das eben vorkommt, dann macht man die Musik an, hört ein entspannendes Hörbuch und chillt einfach. Ist auch nicht so dass man heutzutage dank Navigation/GPS einiges schon im Vorfeld abschätzen und auch umfahren könnte. Wenn nicht hat man halt mal Pech, passiert.


    Ist übrigens dasselbe wie wenn der ICE stehen bleibt aufgrund von Personenschaden, Gleisstörung etc. Hatte ich auch schon und stand 2 h in der Pampa. Oder wenn er ausfällt respektive gar nichts gescheites als Ersatz kommt, alles schon erlebt.


    Diese Leute mit "bringt eh nix" ans Auto zu binden, verfestigt deren eingeschränkte körperliche Mobilität noch weiter und ist, mit Verlaub, eine etwas seltsam anmutende Einschätzung von einer Ärztin...

    Du überziehst jedes Mal maßlos und interpretierst Dinge in meine Abschnitte, die ich so weder geschrieben noch überhaupt gedacht habe. Moderater Ausdauersport (je nach Erkrankung) ist meist sehr sinnvoll, wüsste nicht wo ich was anderes geschrieben hätte.

    Ich habe nie etwas von "ans Auto binden" gesagt. Es braucht aber definitiv nicht die komplette Abschaffung/Einstellung des Autofahrens an sich um sich fit zu halten, das ist ein Unterschied.

    Ich fahre selber viel Auto und bin vermutlich trotz meiner aktuellen Schwangerschaft fitter als die meisten.


    Und könntest Du auch mal bitte aufhören permanent auf meinen Beruf anzuspielen? Was ich meinen Patienten sage (wenn sie noch mit mir sprechen können, ich bin viel in Bereichen tätig da ist Sport das kleinste der Probleme, was die so mit sich rum schleppen, da geht es um noch viel grundlegendere Dinge) oder auch nicht ist meine Sache und obliegt meiner persönlichen medizinischen Einschätzung. Ich denke nicht dass Du da die entsprechenden Kompetenzen besitzt mir irgendwas zu unterstellen.


    Du führst Dich hier langsam wirklich Grenzüberschreitend auf, lass es einfach, dann kommt es auch nicht zu so einer nervigen Diskussion. Sondern zu einer für alle interessanten Diskussion.

    Danke.

    -tachykard-

    Edited once, last by Zimtfee ().

  • OT: Jep. Schwebebahn ist cool. Fast so cool wie die Black Mamba im Phantasialand :smiley_emoticons_unknownauthor_bigsmoke: Aber nur fast.

    Muss unbedingt mal wieder die Gegend besuchen.


    :smiley_emoticons_smilenew:

    Oder die Seilbahn von Rio!

    Solche Konzepte wie Seil-oder Schwebebahn eignen sich sehr gut für Städte, die in von Bergen bzw. Hügeln umschlossenen Tälern liegen.

    Fürs Flachland sind sie natürlich ungeeignet.

    Und seit dem Magnetschwebebahn-Flop sind die Zuständigen für den Öffentlichen Nahverkehr Deutschlands nicht mehr sehr für Experimente und ungewöhnliche Ideen zu haben...

  • OT

    Hrrrr :smiling_face_with_heart_eyes:

    Müssen wir mal zusammen machen wenn ich wieder Puls haben und ein halbes Schleudertrauma vertragen kann :grinning_squinting_face: Ich hab mega Angst davor, aber am Ende siegt eben doch stets meine masochistische "Lass machen, man lebt nur einmal"-Ader.


    _____

    BTT:


    Bion würdest Du Dir ein Brennstoffzellenauto holen? Und wenn nein, warum nicht, also an was liegt es, was müsste sich noch verbessern - ist es nur die Problematik des "Tankens" die noch mangelnde Infrastruktur? Oder was genau würde Dich am meisten stören? Das wollt ich Dich schon länger mal fragen, jetzt fällt es mir wieder ein.

    -tachykard-

  • Zum Hybrid:


    Ich bin prinzipiell zufrieden mit ihm. Als eher handliches Stadtauto taugt er, er hat auch für Stadt / Kurzstrecke ein gutes und feines, agiles Fahrverhalten.

    Ich werde wohl nicht sehr oft konventionell Benzin tanken gehen müssen.

    Aber: Laden ist schon sehr häufig notwendig. Ich weiß noch nicht, ob mich das gerade eher nervt oder nicht. Also die Akkuleistung überzeugt mich nicht wirklich. Aber das war zu erwarten. Ist kein Tesla. Wobei ich das halt auch nicht haben wollte.

    Ich bin so ein bisschen im Zwiespalt.

    Für ein paar Jahre ist es ein netter Zweitwagen, was danach kommt steht in den Sternen.

    -tachykard-

  • OT: Jep. Schwebebahn ist cool. Fast so cool wie die Black Mamba im Phantasialand :smiley_emoticons_unknownauthor_bigsmoke: Aber nur fast.

    Muss unbedingt mal wieder die Gegend besuchen.


    :smiley_emoticons_smilenew:

    Du warst im Phantasialand in Brühl ? 😂😂

    Mein Freund wohnte in Köln. :grinning_squinting_face: Also das ist schon 15 Jahre her. Als 19-jährige konnte man jedenfalls auch Spaß dort haben :face_with_hand_over_mouth: Und ich wette, jetzt in den 30ern auch :squinting_face_with_tongue: Meine Kinder sind noch zu klein für sowas, also mach ich das dann halt :smiling_face_with_halo:

    -tachykard-

  • Wasserstoff hat das Problem der Druckbetankung, womit die Infrastrukturkosten und das Gewicht der Fahrzeuge extrem ansteigen - in dem von Kulti verlinkten Video wurde das angesprochen. Es gibt auch noch Metallhydrid-Speicher, die sind aber auch eher schwer. Die Methanol-Lösung finde ich interessant, da müsste man sich die Kosten, Volumen, Gewicht und Haltbarkeit der Komponenten anschauen - der Smart war ja schon ziemlich voll mit der Technik, wenn ich mich nicht getäuscht habe. Finde ich schade, dass solche Initiativen nicht die Industrie-Schwelle schaffen, wo mit richtig viel Geld neues probiert werden könnte.

    Was man mit den Milliarden, die in Tesla gesteckt wurden, an wirklicher Innovation auf dem Automobilsektor hätte schaffen können... - wer weiß... !?

    Die "Fabrik" des Prototypen-Herstellers glich ja eher einer besseren Hinterhof-Werkstatt. Deswegen glaube ich nicht, dass er dort die Brennstoffzelle selbst hergestellt hat. Das ist doch sehr komplexe Technologie. Leider (na klar!) wurde der Hersteller nicht genannt. Nicht unwahrscheinlich ist allerdings, dass es sich um eine normale Wasserstoff-Brennstoffzelle handelt, denn im Beitrag wurde erwähnt, dass das Methanol-Wasser-Gemisch thermisch zunächst in O2, H2 und CO2 aufgespalten wird. Das CO2 spielt hierbei keine Rolle, weil der Erfinder von grünem Methanol ausgeht (also nicht aus Erdgas oder Erdöl gewonnenes).


    Der Platz im Smart: Ich fahre manchmal einen 2-Sitzer-Benziner. Da liegt der Motor im Heck und ist mit einer Art Haube abgedeckt, die bis knapp an die Hälfte der Rückenlehnen-Sitzhöhe reicht. Das reicht für 2-3 Kisten Getränke. Beim Prototypen ist das weniger, aber das wundert mich jetzt nicht (Akku, Methanol-Tank, Brennstoffzelle, thermische Wasserstofferzeugung). Bemerkenswert fand ich, dass der Akku bis 130 km/h (fast) gar nicht gebraucht wird.


    Bei einem Verbrauch von 1.2l Wasserstoff(9.50€/l)/100km kommt man auf rund 137g CO2 auf einen Kilometer aufgrund der momentan noch bescheidenen Herstellungsart des "Stöffchens"


    Ich wills nicht schlechtreden, mMn kommt nur in Verbindng mit batterieelektrischen Fahrzeugen was rundes raus.


    Der Erfinder sprach von grüner Methanol-Erzeugung in Nordafrika. Da glaube ich schon eher, dass D / Europa keine neuen Rohstoffabhängigkeiten möchte.

    Der Wirkungsgrad bei der Erzeugung ist schlecht. Aber sollen Windräder im Norden dafür lieber stillstehen? Wie lange wird es denn dauern, bis die Nord-Süd-Stromtrasse fertig ist?

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