Nächster Kanzler: Laschet, Söder oder ein ganz anderer?

  • Soll heißen: Eine Krankenversicherung kann nicht dazu dienen Wohlstand umzuverteilen.

    Da ist wieder so ein Spruch, der ohne Sinn und Verstand mal eben rausgehauen wird. Es ist das Grundprinzip jeder Versicherung, dass Individualrisiken auf viele Beitragszahler umgelegt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Versicherung privat oder staatlich ist. Auch privat versicherte Touristen können schnell mal eine Latte machen, die sämtliche Beitragszahlungen übersteigt, die sie jemals abgeführt haben. Die Versicherung zahlt aber trotzdem. Wie das wohl möglich ist? Man mag es ja kaum glauben, aber auch bei privaten Krankenversicherungen gibt es sowas wie ein Solidarprinzip.


    Wenn man's wirklich ganz Privat will, muss man die Versicherungen gänzlich abschaffen. Dann muss jeder die anfallenden Kosten für die Behebung seiner Schäden, auch gesundheitlichen, ganz privat aus seinem eigenen Sack bezahlen. Kann er's, geht's ihm vielleicht bald wieder gut, kann er's nicht, muss er halt leiden oder sterben. Das kommt raus, wenn man die Geschichte konsequent durchzieht.

  • Man mag es ja kaum glauben, aber auch bei privaten Krankenversicherungen gibt es sowas wie ein Solidarprinzip.

    Klar, aber Solidarprinzip heißt nicht, dass einer, der viel verdient (oder hat) viel zahlt, und einer, der wenig verdient, geringe Beiträge zahlt.

    Solidarprinzip heißt erst mal nur, alle für einen und alle für alle.


    Von einer Krankenversicherung darf sich keiner ausnehmen können, und vor allem darf es nicht sein, dass Junge, Gesunde, in der PKV Beiträge sparen können und im Alter, wenn sie krank sind, in die GKV gehen und dort Finanzlücken reißen.


    ALLE müssen irgendwo hin (GKV, PKV, Staat) einen gleichen, festen Betrag zahlen, und für die, die damit zu stark belastet wären, muß der Staat zahlen. Wie das Ganze mit Kindern und (einkommenslosen, -schwachen) Familienangehörigen abläuft, ist zu regeln.

    Aus dem Topf ist das Gesundheitswesen zu finanzieren, wenn der Topf zu klein ist, werden die Beiträge erhöht (für ALLE) oder der Staat füllt über Steuermittel auf.


    Unterschiedliche Beitragshöhen sind nicht einsehbar, der Schienbeinbruch eines Einkommensmillionärs ist gleich teuer wie der eines Geringverdieners.

    tachy-/bradykard

  • Klar, aber Solidarprinzip heißt nicht, dass einer, der viel verdient (oder hat) viel zahlt, und einer, der wenig verdient, geringe Beiträge zahlt.

    Solidarprinzip heißt erst mal nur, alle für einen und alle für alle.

    Verständnisfrage!

    Der allgemeine Beitragssatz der KK liegt für 2021 bei 14,6% und ist für alle GKV gleich.


    Dieser wird vom Bruttoverdienst berechnet und der KK Anteil ist somit nicht für alle gleich.


    Von den Leistungen die gewährt werden, haben aber alle denselben Anspruch nach dem Solidaritätsprinzip.


    Ich will hier nicht Klugscheißen, nur deine Aussage irritiert mich etwas. :woozy_face:

  • Der allgemeine Beitragssatz der KK liegt für 2021 bei 14,6% und ist für alle GKV gleich.

    Für mein Dafürhalten ist das nicht richtig, da es daneben noch die von den KK individuell aufgeschlagene Beiträge gibt. Das hat damit zu tun, dass irgendwann die AG-Beiträge eingefroren worden sind, sodass die AN diese Anteile alleine tragen müssen.


    Daneben finde ich es unschlüssig, dass der Vielverdiener viel zahlt und der Geringverdiener wenig.

    Dieser wird vom Bruttoverdienst berechnet und der KK Anteil ist somit nicht für alle gleich.


    Von den Leistungen die gewährt werden, haben aber alle denselben Anspruch nach dem Solidaritätsprinzip.

    Unter anderem deshalb sollten die Krankenkassenbeiträge für alle gleich hoch sein.

    Einfach meine Meinung, die Ansprüche sind auch alle die selben.


    Für mich noch unverständlicher wird es, wenn einer 3.000 Euro brt. im Monat verdient, sind 36.000 Euro p.a.

    Daneben hat er Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung i.H.v. (nach Abzug aller Kosten) 100.000 Euro.

    Er hat also Einnahmen vor Steuer i.H.v. 136.000 Euro und zahlt gleich viel Krankenkassenbeitrag wie der, der nur 36.000 Euro hat.

    Gleichzeitig zahlt aber der, der 36.000 Euro vor Steuer hat, erheblich mehr als jener, der nur 12.000 Euro vor Steuer hat.

    Also von der Systematik her passt das alles nicht.

    tachy-/bradykard

  • Für mein Dafürhalten ist das nicht richtig, da es daneben noch die von den KK individuell aufgeschlagene Beiträge gibt.

    Das ist richtig und von KK zu KK unterschiedlich. Habe ich extra rausgelassen, weil der Beitragssatz v. 14,6% gesetzlich festgelegt ist.

    KK bieten auch nicht alle Leistungen gleich an. Auch da gibt es Unterschiede, fallen aber nicht wesentlich ins Gewicht.


    Unter anderem deshalb sollten die Krankenkassenbeiträge für alle gleich hoch sein.

    Einfach meine Meinung, die Ansprüche sind auch alle die selben.

    Könnte bedeuten das Beiträge für Geringverdiener zu hoch sein könnten. Es kann und darf auch nicht sein,

    dass jmd mit einem Bruttoeinkommen von 2000 mtl. genauso viel bezahlen muss, wie jmd der 4000 mtl. verdient.


    Und diese Regelung gab es immer schon, ist nix Neues. Dafür gibt es das SGB, füher RVO.

    Für mich noch unverständlicher wird es, wenn einer 3.000 Euro brt. im Monat verdient, sind 36.000 Euro p.a.

    Daneben hat er Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung i.H.v. (nach Abzug aller Kosten) 100.000 Euro.

    Er hat also Einnahmen vor Steuer i.H.v. 136.000 Euro und zahlt gleich viel Krankenkassenbeitrag wie der, der nur 36.000 Euro hat.

    Gleichzeitig zahlt aber der, der 36.000 Euro vor Steuer hat, erheblich mehr als jener, der nur 12.000 Euro vor Steuer hat.

    Also von der Systematik her passt das alles nicht.

    Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung unterliegen nicht der Beitragsberechnung, jedenfalls nicht solange jmd

    als AN versicherungspflichtig angestellt ist. Hier erfolgt die Berechnung der Beiträge aus dem Brutto Einkommen.

  • Sorry, wenn ich jetzt ein anderes Thema in diesem Thread beantwortet habe.

    Nur die Wahlen sind ja gelaufen und vllt. hilft es einige weiter, falls es zu

    Veränderungen in Zukunft kommen sollte.


    Ansonsten bitte ich um Mitteilung, wenn nicht erwünscht.

  • Könnte bedeuten das Beiträge für Geringverdiener zu hoch sein könnten. Es kann und darf auch nicht sein,

    dass jmd mit einem Bruttoeinkommen von 2000 mtl. genauso viel bezahlen muss, wie jmd der 4000 mtl. verdient.

    Weil das so sein WIRD, dass die Beiträge für Geringverdiener zu hoch sind, habe ich geschrieben, dass der Staat dann zuzahlen muss. Das gilt auch für Kinder im Haushalt, usw.

    Und warum kann und darf nicht sein, dass jemand mit einem Brt von 2 k im Monat gleich viel zahlt, wie einer, der 4 k brt hat? Die Heilkosten im Krankheitsfall sind die selben.

    tachy-/bradykard

  • Sorry, wenn ich jetzt ein anderes Thema in diesem Thread beantwortet habe.

    Nur die Wahlen sind ja gelaufen und vllt. hilft es einige weiter, falls es zu

    Veränderungen in Zukunft kommen sollte.


    Ansonsten bitte ich um Mitteilung, wenn nicht erwünscht.

    Gesundheitswesen, PKV, GKV, Bürgeversicherung und wie die Schlagworte lauten, gehören eng zu den Wahlen und vor allem, zu dem, was nach den Wahlen kommen wird.

    tachy-/bradykard

  • Eine Krankenversicherung kann nicht dazu dienen Wohlstand umzuverteilen.

    Was meinst Du mit "Wohlstand"? Die meisten Menschen leiden nicht an zu wenig Wohlstand in unserem Land. 3 Fernseher, 2 Autos reichen anscheinend für manche Menschen nicht? Leider gibt es auch die Menschen die sich unten abrackern, egal wie sie unten rudern, sie schaffen es nicht nach "oben". Da geht es nicht um 4.Auto sondern darum wenigstens einmal mit dem Kind in den Urlaub zu fahren. Warum tut man sich so schwer damit, diesen Menschen das Leben nicht noch schwerer zu machen? Die die mehr zahlen merken es doch oft nicht mal im Portemonnaie, im Gegenteil sie haben Stress das Geld irgendwo zu verstecken, damit das Finanzamt es nicht sieht :winking_face: .

    Ansonsten bitte ich um Mitteilung, wenn nicht erwünscht.

    Ich finde eigentlich das passt ganz gut hier rein. Es geht ja darum welche Politik in Zukunft für unser Land erwünscht wird.

    Zur Not passt man den Titel an.

  • Das mag sein, kann ich nicht beurteilen. Kann aber auch sein, dass nicht, denn diese Leute sind ja eh die, die auch andere Aufstockungen kriegen, keine Ahnung.

    Dann würde es nur die betreffen die Harz 4 beziehen und jeder der 2 Euro mehr verdient hat Pech gehabt, dass würde noch mehr dazu führen, dass Arbeit sich nicht lohnt. Auch nicht schön :face_blowing_a_kiss: .

  • Der allgemeine Beitragssatz der KK liegt für 2021 bei 14,6% und ist für alle GKV gleich.


    Dieser wird vom Bruttoverdienst berechnet und der KK Anteil ist somit nicht für alle gleich.

    Die Beiträge sind gedeckelt. Die sog. Bemessungsgrenze liegt in der GKV 2021 bei 4.837,50 EUR. D. h. dass der Höchstbeitrag bei rund 706 EUR/Monat liegt. Alle die weniger als 4837,60 EUR verdienen, zahlen weniger, während diejenigen, die mehr verdienen keinen höheren Beitrag zahlen müssen. Den Beitrag zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer hälftig, was in der privaten Krankenversicherung auch so ist.

  • Die sog. Bemessungsgrenze liegt in der GKV 2021 bei 4.837,50 EUR. D. h. dass der Höchstbeitrag bei rund 706 EUR/Monat liegt. Alle die weniger als 4837,60 EUR verdienen, zahlen weniger, während diejenigen, die mehr verdienen keinen höheren Beitrag zahlen müssen.

    Ich weiss. :winking_face: Nur soweit wollte ich jetzt nicht gehen, sondern nur den normalen Ablauf der Beitragsberechnung erläutern.

  • Und warum kann und darf nicht sein, dass jemand mit einem Brt von 2 k im Monat gleich viel zahlt, wie einer, der 4 k brt hat?

    Na weil auch noch was zum Leben übrig bleiben muss.


    Was würde denn einem Azubi übrig bleiben, z.B. im Pflegebereich,

    wenn deiner Mn eh viel zu wenig bezahlt wird?


    Oder kleinere Unternehmen, die dann überhaupt niemanden mehr finden würden.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!